Es ist so ein Gedanke, den man seit Jahren, wenn nicht sogar Jahrzehnten mit sich rumträgt. Für die einen, ist es kein besondere Sache, für die anderen bedeutet es jedoch ein Leben. Wenn man als Person in einer Welt aufwächst, die nicht ganz für das Gefühl zu passen scheint, das man fühlt – kommt einem das zumeist aus der Pubertät bekannt vor. Doch auch darüber hinaus gibt es viele Menschen, die ein solches Gefühl verspüren – Tash Sultana beispielsweise. Aus Australien kommend hat Sultana in den vergangenen Jahren eine beispiellose Karriere hingelegt und sich eine Basis aufgebaut, bei der die Musik das Fundament ist. Der nun veröffentlichte Song Ain’t It Kinda Funny ist dabei der wohl älteste Song, den Sultana geschrieben hat. Gerade aus der Teenager-Zeit rauskommend begleitet Ain’t It Kinda Funny somit Sultana schon knapp zehn Jahre. Denn auch das ist Teil des neuen Songs – die Vergänglichkeit des Lebens. Heute steht Sultana mit 29 Jahren vor einem runden Geburtstag, der für viele den Übergang aus der Jugend ins Alter einläutet. „Dieses bevorstehende Lebensjahr bringt einen zum Nachdenken. Es gibt diesen Druck, dass man irgendwie ‚zu alt‘ geworden ist, aber das ist alles Quatsch. 30 ist jung. Das Leben wird nur besser. Ich würde meine frühen Zwanziger um nichts in der Welt noch einmal durchleben wollen – und genau diese Erkenntnis ist direkt in diesen Song eingeflossen – so Sultana über den Song.

Als beeinflussende Musik dienten Sultana damals Acts, wie Bon Iver oder Jeff Buckley. Aber auch Dallas Green mit seinem Projekt City and Colour gehören dazu. So fügt sich auf Ain’t It Kinda Funny zusammen, was seit mehr als zehn Jahren in Sultana wuchs – eine Synergie zwischen Sultana und City and Colour. Das Ergebnis ist ein sechsminütiger Song, der sich durch Melancholie, Trauer und den Mut, weiterzumachen auszeichnet. Mit intensiver Instrumentierung, einem prägnanten Schlagzeug, begleitenden Klavier, ruhigen Gitarrenparts und einer fast epischen Bridge – die sich nach einem letzten Aufbäumen anhört, um sich anschließend frei von allen Lasten zu machen – haben Sultana und City and Colour ein Stück Musik produziert, das sich festsetzt, anhält, auch wenn der Song schon längst vorbei ist und im Kopf bleibt. Ain’t It Kinda Funny ist nach Milk & Honey und Hold On bereits die dritte Songauskopplung aus Sultanas kommenden EP Return To The Roots, die am 28. Mai erscheinen wird und zeigt einmal mehr das enorme Talent, das in Sultana steckt.