Yaeji – Das Raingurl verdreht uns den Kopf

Ihre Musik kriecht seit knapp zwei Jahren unter der Oberfläche entlang und kommt hier und da kurzzeitig zum Vorschein. Nun hat die New Yorker Musikerin Kathy Yaeji Lee – kurz Yaeji – allerdings mit ihrem Song Raingurl einen kleinen Hype ausgelöst. Die Mischung aus Elektro- und Hip-Hop-Beats und einer hypnotisierenden Bassline lassen uns völlig verrückt werden und Raingurl zum Überhit werden. Als DJ und Produzentin ist Yaeji ebenso aktiv wie als Rapperin und im New Yorker Nightlifes als Initiatorin der Eventreihe Curry In No Hurry, das ursprünglich aus einem Dinnerabend unter Freunden entstanden ist, längst bekannt. So lädt Yaeji wöchentlich zu ihrer Partyreihe ein und legt dabei natürlich auch selbst auf. Mit ihrem Mix aus englischer und koreanischer Sprache bleiben ihre Songs zusätzlich spannend. Yaeji klingt damit so frisch wie frech und bleibt dabei gelassen und vor allem cool. So können wir auf der, Anfang November veröffentlichten, EP2 auf Entdeckungsreise gehen und den spannenden Sound der Kathy Yaeji Lee erleben.

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Audio Dope – Gegen den aufziehenden Sturm

Seine Musik klingt wie ein fernes Gewitter. Der Schweizer Produzent Audio Dope der in den letzten Jahren unter anderem Support für Bonobo war und bereits stattliche 19 Songs auf Soundcloud veröffentlicht hat, steht nun vor der Veröffentlichung seines Debütalbums Audio Dope. Darauf enthalten ist der, im November veröffentlichte Song Floating. Und selbst wenn Audio Dope hier bereits Mitte Januar mit Pai Mei eine Nachfolgesingle veröffentlichte, sticht Floating besonders hervor. Dieser organische Sound, der irgendwo zwischen Wasserlauf und Regentropfen liegt und schließlich von sanften Bassrhythmen getrieben wird, ist die Besonderheit in Audio Dopes Songs. Ein leichter – immer wiederkehrender – Gesang wird hier zum Mantra der Entspannung. Gleichzeitig schwebt ein ungreifbar, fernöstlicher Vibe mit, der dem Song einen Anstrich verpasst, der so zart ist, dass man sich ihm nicht verwehren kann. So hat Audio Dope mit seinen Songs eine Nische gefunden, die von noch nicht all zu viel Künstlern dient wird. Denn auch entspannter Elektro muss authentisch klingen und das bekommt Audio Dopes spielend hin.

 

George Ezra – Holprig ins Paradis

Vor knapp sieben Monaten stellte ich Euch die erste neue Single des Briten George Ezras vor. Don’t Matter Now sollte dabei das zweite Album Ezras ankündigen und genau dieses blieb er und bis heute dann schuldig. Bis heute – denn nun ist Ezra mit einer neuen Single zurück und verspricht nun das Nachfolgealbum des 2014 veröffentlichten Wanted On Voyage am 23. März zu veröffentlichen. Es wird Staying at Tamara’s heißen und auch die nun veröffentlichte Single Paradise enthalten. Darauf geht Ezra mit seinem Folk-Rock und bluesigen Sound wieder richtig nach vorne. So beginnt Ezra gleich mit einer so tiefen Stimme, dass man den Whiskey gleich als Werbung vermutet. Mit einsetzen des Refrains wechselt Ezra dann fast schon in die Kopfstimme, nur um anschließend zwischen beiden hin und her zu springen. Immer dabei, die Gitarre und eine ordentliche Portion Rock. Jetzt kann Ezra eigentlich nichts mehr im Weg stehen und passt Paradise wunderbar zum bevorstehenden Frühling.

LCAW feat. Sophie Ellis-Bextor – Als wäre es das Jahr 2000

Dies könnte der ganz große Coup sein, den sich der Münchner Produzent LCAW hier geangelt hat. Denn nach seinem ersten Charterfolg mit Painted Sky vor anderthalb Jahren verleiht nun keine geringere als die unglaublich charmante Discokönigin Sophie Ellis-Bextor LCAWs neuer Single Hummingbird das gewisse Etwas. Hier fühlt man sich an das Jahr 2000 erinnert, in dem Ellis-Bextor mit Groovejet (If This Ain’t Love) von Spiller ihren Durchbruch feierte. Mit dem funkigen Sound von Hummingbird tänzelt LCAWs Produktion förmlich um Ellis-Bextors Stimme herum und lässt sie regelrecht aufblühen. Mit einer ordentlichen Portion Dancebeats klingt Hummingbird nach einem Moment der vollen Ekstase, um nur kurz darauf mit dem Sound im Refrain zu brechen. Hier fügen sich zwei Songs zu einem Hybriden aus Pop, Disco und House zusammen und lassen fantastische und sehr tanzbaren 2:50 Minuten zurück. Hummingbird ist dabei die Leadsingle aus LCAWs Debüt-EP Meet In The Middle, die am 23. März erscheint.

Petit Biscuit feat. Panama – Innovation hoch 2

Mit dem gerade einmal 18 jährigen, französischen Produzenten Petit Biscuit und Panama haben sich auf dem heutigen Song zwei Künstler gefunden, die für innovativen und modernen Elektrosound stehen und dennoch einem großen Publikum bisher verwehrt geblieben sind. Mit Sunset Lover hatte Petit Biscuit 2015 einen ersten, internationalen Achtungserfolg feiern können und erreichte in seinem Heimatland sogar Platz 6 der Singlecharts. Sein Debütalbum Presence kam im November 2017 auf den Markt und beinhaltet die nun veröffentlichte Single Waterfall, auf dieser der Australier Panama dabei ist. Panama selbst ist gerade mit seinem Song The Highs in Europa auf dem Vormarsch und überzeugt mit seinem euphorischen Sound die Kritiker. Was beide Künstler gemein haben, ist der treibende Sound, der sich mal im Tropical-House, mal im Indie-Pop oder auch Elektro wiederfindet. Auf Waterfall vermischen sie nun ihre Einflüsse zu einem verspielt, modernen Sound, der sich gekonnt im Pop aufhält und dennoch tanzbar und clubtauglich ist. Ebenso passend zu einem anbrechenden Frühlingstag im Freien, wie zu einem sommerlichen Open-Air, ist Waterfall ein starker House-Track, der den Weg in den Sommer 2018 finden könnte.

🎉🎆 Frohes neues Jahr! 🎇🎉

Und schon ist wieder ein Jahr vorbei und wir müssen uns alle an eine neue Zahl gewöhnen, wenn wir die Jahreszahl schreiben. Das letzte Jahr hatte viele neue Bands, sowie auch alte Hasen parat. Sahen wir uns die geplanten Veröffentlichungen für 2018 an, verspricht es ein ebenso aufregendes Jahr zu werden. Deshalb wünsche ich Euch ein frohes neues Jahr und hoffe, dass ihr gut in 2018 angekommen seid! Ich freue mich, wenn Ihr weiterhin bei mir vorbeischaut und hier und da gerne auch einen Kommentar postet. Habt einen schönen 1. Januar 2018!

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MK – Die Silvesternacht kann kommen

Zwei Buchstaben – mehr braucht es nicht, um einen der heißesten Songs für die Silvesternacht anzukündigen. Wenn dann auch noch der Titel aus nur zwei Zahlen besteht, fragt man sich fast, was das alles zu bedeuten hat. Dabei ist der – aus Detroit stammenden – House-DJ MK bereits seit fast 30 Jahren im Geschäft und hat Anfang und Mitte der 90er Jahre unzählige Songs geremixt. Für den Hit-Remix zum Nightcrawlers Song Push The Feeling On zeichnet sich MK verantwortlich und hat dafür gesorgt, dass dazu auch heute noch in den Clubs getanzt wird. Seit 1995 wurde es jedoch plötzlich still um Marc Kinchen – wie der DJ bürgerlich heißt. Ganze 14 Jahre sollte es dauern, bis MK wieder von sich hören ließ. So kam MK 2009 deutlich präsenter zurück und steuerte Remixe für renommierte Künstler wie Chris Malinchak, Disclosure, Wankelmut, Rüfüs oder Pet Shop Boys bei, die mitunter bis auf Platz 1 der britischen Charts stiegen. Mit seiner nun veröffentlichten, eigenproduzierten Single 17 steht MK das erste Mal als Solokünstler in den Top-10 der britischen Charts. Der 45-jährige DJ beweist somit, dass Clubmusik immer geht. Hört man sich 17 an, wird man mit einer gehörigen Portion House in die 90er katapultiert. Hier kommen Erinnerungen an Whigfield und das Gefühl von absolutem Spaß auf. 17 ist eine grandiose Partynummer, die wie für die Silvesternacht produziert scheint. Spielt den Song doch einfach auf Eurer Silvesterparty und tanzt als wärt Ihr 17!

She & Him – Alle Jahre Wieder

Sie sind frech, sie sind humorvoll und sie nehmen sich nicht zu ernst – doch dabei klingen sie verdammt gut. Auf ihrem 2016 veröffentlichten Weihnachtsalbum Christmas Party verstecken sich so manchen, grandiose Klassiker im neuen Gewand. Zu Heiligabend 2016 könntet Ihr bereits mit Winter Wonderland und dem dazugehörigen Musikvideo mit weihnachtlichen Möpsen in Stimmung kommen. Dieses Jahr ist es Let It Snow, das von Zooey Deschanel und Matt Ward in ein Art präsentiert wird, bei der man sich mit den beiden Musikern unter den Weihnachtsbaum wünscht. Mit einer ordentlichen Portion Folk interpretiert das Duo den 72 Jahre alten Song, der im Original 1945 von Sammy Cahn und Jule Styne, aus Kalifornien, komponiert und produziert wurden. Unendliche Male gecovert und von Größen, wie Ella Fitzgerald, Rod Stewart, Michael Bublé oder seit diesem Jahr auch von Lindsey Stirling neu interpretiert, reihen sich She & Him hier ein und erwecken mit ihrem Stil ein ganz neues und modernes Weihnachtsgefühl.

HAEVN – Symphonie im Popgewand

HAEVN – das sind die beiden Niederländer Marijn van der Meer und Jorrit Kleijnen. Jahrelang haben sie zusammen Filmmusik komponiert und so einen Sinn dafür bekommen, zu welcher Stimmung, welche Musik passt. Dies wollten Sie nicht länger nur für Filmproduktionen machen und gründeten kurzerhand das Duo HAEVN. Unter diesem Namen haben sie seit 2015 bereits Songs wie Finding Out More und  Bright Lights veröffentlicht, sind cineastisch produziert und leben den Moment. Dabei kommt es gar nicht so sehr auf einen Partymoment an, vielmehr liegen HAEVN’s Stärken in der ruhigen, bedächtigen Produktion. Mit Fortitude haben die beiden nun eine neue Single veröffentlicht, die nicht nur das Debütalbum für Februar 2018 ankündigen soll, sondern auch alle Facetten dieses Duos aufzeigt. Da kommt ein Klavier, kommen Streicher, vorsichtige Tiefen und ganz viel Verletzlichkeit zusammen. Bei HAEVN existiert immer der Anspruch, eine musikalische Vollkommenheit zu zeigen, die dennoch leicht und schwer zugleich klingt. Fortitude ist hier der neuste Beweis und lässt uns die Tage, bis zur Veröffentlichung des Debütalbums Eyes Closed runterzählen.

Razz feat. Giant Rooks – Deutcher Rock schlägt internationale Konkurenz

Wenn sich zwei der spannendsten Newcomer der letzten beiden Jahre für einen Song zusammenfinden, kann wahrlich nicht viel schief gehen. Haben die aus dem niedersächsischen Emsland kommenden Jungs von Razz 2017 bereits ihr zweites Album Nocturnal veröffentlicht, gelten sie nach wie vor als eines der heißesten Eisen im europäischen Rockzirkus. Dieses Jahr haben sich schließlich auch die, aus dem Nordrhein-Westfälischen Hamm kommenden, Giant Rooks hinzugesellt, die mit ihrer New Estate EP für absolute Begeisterungsstürme gesorgt haben. Klingen die Giant Rooks doch so gar nicht nach deutschem Indie, sondern orientieren sich ganz klar an britischen Vorbildern. zusammen haben diese beiden Bands nun den Song Another Heart / Another Heart veröffentlicht und heben damit die Qualität ihres Sounds nochmal auf ein ganz anderes Level. Wird Another Heart / Another Mind von Razz dominiert, ist gerade der zweite Teil des Songs klanglich eine Reminiszenz an die späten 90er Jahre und hat, durch Europop getragenen Gitarrenriffs, einen ganz besonders nostalgischen Charme. Hierbei klingt Another Heart / Another Mind jedoch nicht altbacken und bietet eine unglaubliche Tiefe. Nach wie vor sind, sowohl Razz, als auch die Giant Rooks ganz oben auf der Liste der Künstler, auf die man in den kommenden Monaten ein Auge werfen sollte, bevor sie den ganz großen Durchbruch haben. Denn dieser ist garantiert.