Lasst uns froh und munter sein

The Lumineers – Mit Silent Night unterstützend in den heiligen Abend

The Lumineers aus Denver, im US-Bundesstaat Colorado, sind eine der erfolgreichsten Folkbands unserer Zeit. Mit Ho Hey hatten sie 2012 ihren großen Durchbruch. Ihr kurz zuvor veröffentlichtes Debütalbum The Lumineers verkaufte sich in der Folge über 4,5 Mio. Mal. 2016 folgte mit Cleopatra das zweite Album und mit Ophelia eine weitere Hitsingle. Ihr bisher letztes Album III erschien im vergangenen Jahr. Die mittlerweile auf Wesley Schultz und Jeremiah Fraites zusammengeschrumpfte Band lebt nun in Denver (Schultz) und Italien (Fraites) und bekommt somit auf zwei Kontinenten mit, was sich dieses Jahr alles verändert hat. Dabei ist für die Musiker sehr präsent, dass sie keine Livekonzerte spielen konnten. Doch noch viel wichtiger ist ihnen, auf die Situation der Konzerthallen aufmerksam zu machen. Denn diese waren die ersten, die in der Pandemie die Türen schließen mussten und werden die letzten sein, die sie auch wieder öffnen dürfen. Dass an diesen Türen hunderte Jobs und die Existenz der Betreiber hängen, rückte nach dem schweren Frühling wieder viel zu schnell in den Hintergrund.

Nun haben The Lumineers dazu aufgerufen, zu spenden und den Konzert- und Clubbetreibern so unter die Arme zu greifen. Hier hat sich das Duo dem Aufruf der NIVA – National Independent Venue Associations angeschlossen, die mit einem Emergency Relief Fund um das Überleben der Häuser kämpft. Doch auch in Deutschland gibt es mit der Berliner Clubcommission oder United We Stream Aktionen, die für den Erhalt der Clubs und Konzerthäuser kämpfen. Letztere Aktion ist im Frühjahr in Berlin entstanden und mittlerweile in 104 Städten weltweit aktiv. The Lumineers haben für ihren Aufruf das Weihnachtslied Silent Night neu aufgenommen und damit eine heimelige Stimmung für zu Hause geschaffen. Pünktlich zu Heiligabend können wir so zu folkigen Weihnachtsliedern schunkeln und nebenbei mit ein paar Euro auch dem Club bei uns um die Ecke helfen. Bleibt gesund, unterstützt weiter die Menschen um Euch herum und habt ein friedliches Weihnachtsfest mit Euren engsten Menschen. Frohe Weihnachten wünsche ich Euch allen da draußen.

Tiemo Hauer - Alle Geschichten

Tiemo Hauer – Lass anderen Platz, um ihre Geschichte zu erzählen

Dieses Jahr hat uns – wie kein anderes – gezeigt, dass wir mit unserem Leid nicht alleine sind, dass es da draußen Menschen gibt, deren Geschichten, deren Herausforderungen und deren Bürde manchmal so viel größer ist, als die unserer. Tiemo Hauer hat darüber ein Lied gesungen und es schlicht Alle Geschichten genannt. Gerade jetzt, wenn überall auf der Welt, aber auch bei uns vor der Tür über neue Ausgangsbeschränkungen gesprochen wird, wird klar, dass diese Weihnachtszeit und das Fest selbst anders verlaufen werden, als wir es bisher gedacht haben. Dabei kommen ganz unterschiedliche Geschichten zum tragen. Mal ist es die Studentin, die Heiligabend alleine in ihrem Studentenzimmer verbringt, mal ist der Hund gestorben. Hauer spricht auf seinem Song von Einsamkeit, Verlust, Demenz, Mobbing, Diskrimierung, Unverständnis und Ignoranz – ohne dabei auch nur eines dieser Worte zu nennen. Er nutzt hierfür die liebevollen Worte des Refrains, um für Nachsicht zu werben – die haben alle Geschichten. Und die kann man nich‘ sehen. Also sei mal nich‘ so hart zu denen. Die haben alle ’nen Tag hinter sich. Wenn sie abends im Supermarkt stehen. Also sei mal nich‘ so hart zu denen.

Tiemo Hauer Credits- Fabian Pfister
Tiemo Hauer Credits- Fabian Pfister

Dabei ist Alle Geschichten auf allen Ebenen reduziert und sorgt dadurch für eine Stimmung, die nur durch den ruhigen Gesang Hauers, durch das reduzierte Klavierspiel und den greifenden Text seine volle Kraft entfaltet. Und plötzlich verändert sich zum Ende des Songs der Fokus und singt Hauer uns direkt an – Auch du hast Geschichten, die die anderen nich‘ sehen. Also erwarte nich‘ zu viel von denen. Auch du hast’n Tag hinter dir wenn du abends im Supermarkt stehst. Lass uns ein paar Meter gehen, dann kannst du alles erzählen. 2020 haben wir viel über andere gelernt. Wir haben oft auf andere geschaut und oftmals dann doch den Fokus auf uns gelenkt. Hauer zeigt mit Alle Geschichten, dass unsere Geschichte zählt, die der anderen aber genauso wichtig ist, gehört zu werden. Also lasst uns auf den letzten Metern zuhören – dem Song Hauers, den Geschichten der Anderen und dem Gefühl in uns selbst.

Ace Marino - Communication

Ace Marino – Back to the Future

Es ist der Sound der Vergangenheit. Mit wabernden Bässen, verspielten Synthies und einer großen Portion 80er-Jahre-Feeling schafft es gerade ein Song in unsere Herzen, der nicht besser unter diese Beschreibung fallen könnte. Bekannt geworden ist er vor allem durch einen Werbespot des Automobilhersteller Audi. Hier sehen wir einen Wagen der Marke durch das futuristisch aufgepepptes Berlin fahren. Im Hintergrund zu hören ist diese wabernde Synthiehymne, die sich an Künstlern, wie Kavinsky und M83 anlehnt. Dabei steht hinter dem Song Communication der Kalifornier Ace Marino, der sich selbst auch gern als eine Fitnessikone, einen Strand-Bro und außergewöhnlichen Produzenten beschreibt. Mit viel Liebe zur Ironie hat sich Ace Marino in den vergangenen Jahren zu einem ernstzunehmenden Anwärter auf die Synthiewave-Krone gemausert und überzeugt mit einem durch und durch auf die 80er Jahre ausgerichtetes Gesamtwerk. Auf seiner 2017 erschienenen Debüt-EP Cocaine Flamingo bündelt er diese 80er-Jahre Power und beweist vor allem bei seinen Instrumentalstücken – wie Communication – wo seine Stärken liegen.

Ace Marino

Ace Marino

Denn während auf den Vocal-Songs zumeist eine leicht schräge Gesangsstimme vorherrscht, ist es auf Communication vor allem der reine 80er-Jahre Sound, der genau das Gefühl vermittelt, welches gerade durch Serien wie Stranger Things an Beliebtheit gewinnt. Indie genug, für die Festivals und Clubs und ebenso cool, um auch den Mainstream zu erreichen hat Communication alles, um die Kinder der 80er Jahre zu erfreuen, sowie dem heutigen Zeitgeist zu entsprechen. Hatte Ace Marino vor genau einem Jahr sein Debütalbum Muscle Beach angekündigt, ist es bisher nur bei der gleichnamigen Single geblieben. Nun hat der US-Amerikaner am vergangenen Freitag mit Talk Me Down einen neuen Song veröffentlicht, der sich mit seinem Gesang poppiger anhört, als das beatlastige Communication. Doch während sich Ace Marino damit erst noch beweisen muss, wird Communication zu einem wahren Selbstläufer. Also lasst den Vokuhila und Oberlippenbart wachsen, holt die neonfarbene Joggingjacke raus und tanzt euch in Rage zu Communication.

 

🎉🎆 Frohes neues Jahr! 🎇🎉

Und schon ist wieder ein Jahr vorbei und wir müssen uns alle an eine neue Zahl gewöhnen, wenn wir die Jahreszahl schreiben. Das letzte Jahr hatte viele neue Bands, sowie auch alte Hasen parat. Sahen wir uns die geplanten Veröffentlichungen für 2018 an, verspricht es ein ebenso aufregendes Jahr zu werden. Deshalb wünsche ich Euch ein frohes neues Jahr und hoffe, dass ihr gut in 2018 angekommen seid! Ich freue mich, wenn Ihr weiterhin bei mir vorbeischaut und hier und da gerne auch einen Kommentar postet. Habt einen schönen 1. Januar 2018!

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🎉 Jubiläum – 1.000er Beitrag 🎉

Wow! Heute habe ich mit Klangkarussell feat. Mando Dio – Jericho meinen 1.000er Beitrag auf Soundtrack-of-my-life.com veröffentlicht. In den letzten dreieinhalb Jahren gab es viele spannende Momente, seien es die fantastischen Konzerte und Festivals gewesen, über die Ihr lesen konntet. Oder die aufregenden Interviews mit Newcomern, wie Dead Sea, Sapphire Road, Nathan Ball, Fickle Friends oder Walking On Cars.

Ich bin gespannt, was mich mit den kommenden 1.000 Beiträge alles erwartet und würde mich freuen, wenn Ihr mir auch weiterhin zahlreich folgt und mir sagt, was Euch interessiert!

Bis bald, Euer Marten.

Vessels feat. Anna Of The North - Had A Love

Vessels feat. Anna Of The North – Ein Song für die Silvesternacht!

Wie stellt man sich einen Electroact vor, der aus fünf Bandmitgliedern besteht? Was sich schwer vorstellbar anhört, kann so gut klingen. Das zeigt Vessels – ein Quintett aus Leeds – das gerade mit dem Song Had A Love eine Kollaboration mit der Sängerin Anna Lotterud alias Anna Of The North veröffentlicht hat. Vessels sind dabei keine Unbekannten, haben sie doch, seit Ihrer Gründung 2005, bereits drei Alben veröffentlicht, ist Had A Love der Vorbote für ihr 2017 erscheinendes viertes Studioalbum. Dabei ist die Endfassung von Had A Love eher zufällig entstanden. Hatten die Jungs doch bereits den Non-Vocal Song fertig produziert, als sie auf die Idee kamen, die schwedische Sängerin Anna Of The North, die beim selben Plattenlabel unter Vertrag steht, zu fragen, ob Sie nicht dazu singen möchte. Das Resultat überraschte Vessels so sehr, dass das Bandmitglied Lee J. Malcom in einem späteren Interview sagte, dass er sich den Song gar nicht mehr ohne Lotteruds Gesang vorstellen kann. Had A Love klingt nach Sommer, schweren Bässen und gleichzeitig einer Leichtigkeit im Gesang, dass der Song einen vom Boden zu heben vermag. Had A Love ist die perfekte Einstimmung auf die Nacht der Nächte und dem Sprung ins neue Jahr. Denkt daran, alles ist möglich. Rutscht gut rein!

Fakear

Fakear – Unaufhaltsam produzieren

Mit Songs wie Animal und Silver hatte Fakear in den letzten anderthalb Jahren für reichlich Aufregung gesorgt. Sein, im Sommer 2016, veröffentlichtes Debütalbum Animal erfüllte dann auch alle Erwartungen. Hatte er im Vorfeld viele Songs wieder von der Trackliste gekickt, brachte die Begegnung mit der Liebe den entscheidenden Durchbruch. So inspirierte den Franzosen, eine Frau, die in sein Leben trat zu vielen Songs. Im Vordergrund stand immer Natürlichkeit zu transportieren. So legte er, beim produzieren des Albums, Wert darauf, nur wenig linear gesungene Titel zu erhalten. Eher sollten Gesang und Stimmfetzen etwas tierisches aufweisen. So wollte er, dass mit seiner Musik die Leute das menschliche Wesen, als etwas eher tierisches wahrnehmen. Doch wäre das nicht genug, hat sich Fakear nur kurz nach Veröffentlichung des Debüts wieder an den Computer gesetzt und neue Songs produziert. Herausgekommen ist die EP Vegetal, mit dem Song Le Loup, der mit asiatischem Einschlag und diffusen Gesang verdammt frisch klingt. Fakear hat einen Weg gefunden, Sound zu kreieren, der Vergleichbares sucht. Seine Mischung aus Ambient, Pop, Dance und fernöstlichen Einflüssen macht Fakear zu einen der spannendsten Künstler, die es momentan gibt.

Achtung

Premierenankündigung in eigener Sache

Hallo in die weite Welt des Internets. Ich arbeite gerade an einer Sache, die für meinen Blog eine Premiere darstellt. In den kommenden Tagen wird es einen Eintrag geben, der mich stolz sein lässt, wie weit es mit diesem Blog geht. Somit ist der nächste Schritt getan, hin zu einem ernstzunehmenden Musikblog. Seid gespannt und freut Euch drauf! Guckt also in den nächsten Tagen immer mal wieder vorbei!

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Willkommen!

Willkomen auf Soundtrack of my life. Auf dieser Seite findest Du von nun an alles rund um die Musik. Hier kannst Du unter anderem meine monatlichen Playlisten, Konzertberichte oder auch frische Musikclips entdecken. Viel Spaß dabei und lass es mich wissen, wenn es Dir gefällt. Bis dahin beste Grüße. Ma10

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