Nun ist es endlich raus! Sam Fender, der mit seinem Debütalbum Hypersonic Missiles (2019) und dem Nachfolgealbum Seventeen Going Under (2021) zwei fulminante Alben veröffentlichte, avancierte schnell zur neuen Rock- und Indie-Rock-Hoffnung der Briten. Mit seinem schmerzvoll ehrlichen Songwriting singt er über harte gesellschaftliche Themen, Zerrissenheit und Schmerz. Als Kind in North Shields – einem Vorort Newcastles – geboren und aufgewachsen, kam er in seiner Jugend und Teenagerzeit mit der harten Realität eines britischen Arbeiterviertels in Kontakt. Hieraus zieht Fender einen Großteil seines Songwritings. Inzwischen mit zwei BRITAwards ausgezeichnet, hielt sich der Brite jedoch in den vergangenen dreieinhalb Jahren bedeckt, was die Veröffentlichung neuer Musik anging. Nun ist das lange Warten vorbei und Fender, der bereits vor einem Jahr mit dem Vorverkauf seines dritten Albums begann – obwohl es weder aufgenommene Songs, noch ein Veröffentlichungsdatum gab – veröffentlicht mit People Watching die Leadsingle aus seinem dritten gleichnamigen Studioalbum People Watching. Darin besingt er eine Person, die ihm viel bedeutet und 2023 verstorben ist. People Watching handelt von jemanden, die wie eine Ersatzmutter für mich war und im letzten November verstorben ist. Ich war bis zum Schluss an ihrer Seite und habe auf einem Stuhl neben ihr geschlafen. Es geht darum, was mir in dieser Zeit, auf dem Weg dorthin und zurück nach Hause, durch den Kopf ging. Es ist irgendwie ironisch, weil sie diejenige war, die mir das Selbstvertrauen gegeben hat, auf die Bühne zu gehen. Sie hat immer gesagt: „Warum hast du meinen Namen nicht in deiner Dankesrede erwähnt?“. Aber jetzt widme ich ihr ein ganzes Lied (und ein Album). Ich hoffe, dass sie jetzt, wo immer sie auch ist, hinabschaut und sagt: „Wurde auch Zeit, Kleiner“.

Und wieder einmal greift Fender damit ein Thema auf, das tief trifft. Mit seinen schnellen Gitarren, dem Piano und den Drums wirkt People Watching gleich zu Beginn zeitlos und hält gleichzeitig eine Zeit fest, die voller großer Gefühle, Orientierungslosigkeit und der Frage nach dem wie weitermachen geprägt ist, dies alles wird durch den eindringlichen Gesang Fenders regelrecht manifestiert. Aufgenommen wurde das dritte Studioalbum von Sam Fender in London und Los Angeles. Erhielt Fender und seine Band in London Unterstützung vom Produzenten Markus Dravs, produzierte in Los Angeles kein Geringere, als The War On Drugs Frontsänger Adam Granduciel einige Songs des neuen Albums mit. Die Band und ich haben in den letzten Jahren an diesen Songs gefeilt. Wir haben in dieser Zeit so viel Material aufgenommen und lange und intensiv darüber nachgedacht, was als Nächstes kommen soll. Letztendlich haben wir uns für diese Sammlung entschieden. Ein besonderer Dank geht an Dean und Joe, die mich auf jedem Schritt dieses Weges begleitet haben. Sie sind unglaubliche Produzenten und ich bin unendlich stolz auf sie und dankbar, sie an meiner Seite zu haben. Die Band hat sich in dieser Zeit wirklich weiterentwickelt, und ich bin ein verdammter Glückspilz, von so einer talentierten Truppe umgeben zu sein. Das neue Album People Watching wird am 21. Februar 2025 erscheinen und von einer Tour begleitet werde, die bereits nach 24 Stunden fast restlos ausverkauft war. Sam Fender ist gekommen und um zu bleiben.