Nachdem es im vergangenen Jahr vom australischen Quartett The Temper Trap mit ihrem größten Hit Sweet Disposition gleich mehrere Remixe geschafft hatten, den Song wieder in das kollektive Gedächtnis zurückzuholen, wurde auch die Band nach Jahren ohne neue Musik wieder aktiver.
Konnte die Band mit ihrem 2009er-Debütalbum Conditions einen weltweiten Hit landen und mit The Temper Trap (2012) sowie Thick As Thieves (2016) noch zwei weitere Alben abliefern, wurde es kurz darauf plötzlich still um die Band. 2018 folgte schließlich eine Pause auf unbestimmte Zeit. Gepaart mit dem ersten Versuch des Frontsängers Dougy Mandagi, unter dem Projekt BLOODMOON solo durchzustarten, kamen schnell Befürchtungen nach einer Bandauflösung auf.
Nach sieben langen Jahren konnte diese Befürchtung schließlich 2025 – mit der neuen Popularität von Sweet Disposition – ausgeräumt werden und kam sogar Hoffnung auf, dass man von der Band neues Material erwarten könne. Denn mit Lucky Dimes folgte Anfang August 2025 der erste neue eigene Song seit neun Jahren. Mit einer brachialen Instrumentierung überraschend, war zunächst nicht ganz klar, in welche Richtung sich die Band musikalisch entwickeln würde.

Doch mit der Ende September veröffentlichten Single Giving Up Air wurde schlußendlich klar, dass The Temper Trap immer noch die ganz großen, epischen Songs können, und nahmen damit einen Song neu auf, der ursprünglich bereits über Mandagis Soloprojekt BLOODMOON veröffentlicht wurde. Kam Ende Februar mit Into The Wild die dritte neue Single heraus, haben The Temper Trap nun mit der Single Sungazer die Katze aus dem Sack gelassen und ihr erstes neues Album seit zehn Jahren angekündigt.
Dabei wird Sungazer auch der Albumtitel sein und der vierte Longplayer am 10. Juli veröffentlicht werden. Musikalisch haben wir mit der vierten Single Sungazer schon einen groben Soundcheck erhalten und können uns auf ein Album freuen, das sich an einem Aufflammen des Sounds des Debüts versucht. Auf Sungazer trägt sich auf knapp viereinhalb Minuten Mandagis hallender und gefühlvoller Gesang über ein Beatbett, das stark an Teardrop von Massive Attack erinnert.
Mit der Zeit, die wir getrennt verbracht haben, und dem großen persönlichen Wachstum von uns allen fühlt es sich an, als hätte Sungazer die reinste Sammlung von Musik eingefangen, die wir je gemacht haben. Wir hatten mehr Spaß bei der Entstehung dieses Albums und im Schreibprozess als bei all unseren vorherigen Platten. Kreativ stehen wir an einem großartigen Punkt, und auch in unseren Freundschaften sind wir enger verbunden als je zuvor. Wieder gemeinsam ins Studio zurückzukehren, fühlte sich wirklich an wie nach Hause zu kommen, so die Band über die neue Platte.
Sungazer entfacht dabei die Lust The Temper Trap aufs Neue zu erleben und kitzelt alte Sehnsüchte, die von der Band musikalisch wunderbar untermalt wurden, wach.