The Lumineers - So Long

The Lumineers – Mit neuem Album zu größerem Sound

Einst haben The Lumineers mit ihrem sympathischen Hey Ho die Welt im Sturm erobert. Doch was mit einem starken Folksong begann, konnte auf Dauer nicht bestehen bleiben. Denn vor allem der Hype um Folkmusik Anfang der 2010er hat sich mittlerweile seit einigen Jahren gelegt. Übrig geblieben sind einige wenige Acts, wie Mumford & Sons, Mighty Oaks oder eben The Lumineers. Letztere zeigen auf ihren vier bisher veröffentlichten Alben, wie sehr sich die Folkband weiterentwickelt und dabei dennoch nicht ihre DNA abgelegt hat. Anfang Januar haben die US-Amerikaner um Frontsänger Wesley Schultz und Schlagzeuger Jeremiah Fraites mit Same Old Song einen ersten Vorgeschmack auf ihr kommendes, fünftes Studioalbum Automatic veröffentlicht, das bereits am 14. Februar 2025 erscheinen wird.

The Lumineers
The Lumineers

Nun hat das Duo am vergangenen Freitag mit So Long und You’re All I Got gleich zwei Songs veröffentlicht und legt auf unterschiedlichen Ebenen dar, wie reflektiert sie mittlerweile sind. Geht es auf You’re All I Got um die Freundschaft zwischen Schultz und Fraites und den damit verbundenen Erfahrungen während persönlicher Ups & Downs entlang ihrer fast 20-jährigen Freundschaft, handelt So Long von der täglichen Absurdität, sich keiner Motivation mehr hinzugeben, etwas aus seinem Leben zu machen. Gleichgültigkeit ist dabei ein zentrales Gefühl. Schultz sagt über den Song; Wir haben diesen Song wirklich live, in dem Moment, aufgenommen. Ich glaube, darin liegt eine gewisse Magie, und genau das hört man in diesem Track. In der Tat weicht So Long musikalisch von den anderen beiden bisher veröffentlichten Songs – und natürlich auch noch mehr von der bisherigen Diskografie der Band – ab. Hier ist der Folk einem satten Gitarrensound gewichen und klingt rau, fließend und introvertiert. Als wäre es ein Moment des absoluten Flußes an Kreativität gewesen, der den Song entstehen lassen hat. Dieses Jetzt-Gefühl schiebt sich auf So Long in den Vordergrund und hebt The Lumineers auf ein neues Level, dass sich im positivsten Sinne in Richtung Stadionrock bewegt.

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