Sam Fender - Me & The Dog Pic: Mac Scott

Sam Fender – Fernab der Stars

Es ist immer wieder erstaunlich, wenn ein Künstler durch seine Musik zu einem enormen Ruhm gelangt und dennoch auf dem Boden bleibt und Wertschätzung, Menschlichkeit und Authentizität behält. Sicherlich wird die Herkunft eine Rolle spielen. Während viele musikalischen Superstars aus den USA in sorgenfreien, behüteten Elternhäusern aufwuchsen, in denen Ruhm und Glanz als Gradmesser des persönlichen Erfolges herangezogen wird, gibt es vor allem in Europa eine Vielzahl musikalischer Acts, die aus der Working-Class kommen und großgeworden sind, damit, dass ihre Eltern das Geld zusammenhalten mussten, um über den Monat zu kommen. Auch das oftmals raue Umfeld, in denen die Familien lebten, nahm großen Einfluss auf die Menschen. Sam Fender ist bekanntlich einer dieser Musiker, der aus einem Vorort Newcastles kommt und bereits in mehreren seiner Songs die Erlebnisse und Erfahrungen aus seiner Kindheit und Jugend thematisiert hat. Allgemein lässt Fender in seinem Songwriting viel persönliches, viele schweren Themen einfließen und arbeitet sich dadurch an psychischen Erkrankungen, wie Depressionen, an toxischer Männlichkeit und dem daraus entstehenden Druck an jungen Männer oder am Tod von engen Menschen ab.

Sam Fender Pic: instagram.com/sam_fender Pic: Claire Alaxandra Powell
Sam Fender Pic: instagram.com/sam_fender Pic: Claire Alaxandra Powell

Während sein Debütalbum Hypersonic Missiles 2019 erschien, folgte nur zwei Jahre später 2021 mit Seventeen Going Under das zweite Studioalbum. Es folgten unzählige Auftritte und eine Tour, bei der Fender schließlich Anfang 2022 die Reißleine ziehen musste und die verbliebenen Termine absagte. Grund war seine psychische Gesundheit und Themen, die sich zunehmend auf die Gesundheit des Sängers auswirkten. Auf der aktuellen Single Wild Long Lie – die auch limitiert in kleiner CD-Auflage erschien – ist der aktuell in den Fokus rutschende Song Me & The Dog als B-Seite enthalten. Dieser entstand ohne die Beteiligung von Adam Granduciel von The War Of Drugs, der auf dem kommenden dritten Album mit Fender an vielen Songs zusammengearbeitet hat. Hat es Me & The Dog letztendlich aber nicht auf das Album geschafft, wurde er nun als B-Seite der aktuellen Single veröffentlicht. Als dazugehöriges Musikvideo zeigt Fender den Entstehungsprozess des Albums People Watching aus den vergangenen drei Jahren, um den Fans einen Einblick zu geben. Angekündigt ist das Album für den 21. Februar 2025 und obwohl bereits drei Songs aus der Entstehungsphase des neuen Albums erschienen sind, macht Fender gleichzeitig in seinem Newsletter Hoffnungen, auf eine weitere Single, bevor in sechs Wochen schließlich People Watching rauskommen wird. Die Fans sind sich allerdings schon jetzt einig, dass das dritte Album ein weiterer Meilenstein des Briten darstellen wird.

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