The Blue Van - Some Boys

The Blue Van – 30 Jahre Rock können so frisch klingen

Eine Band mit einer jahrzehntelangen Bandgeschichte bringt wohl so schnell nichts aus dem Konzept. Doch für Fans von authentischer Rock- und Alternativmusik sind die Dänen von The Blue Van nicht nur musikalisch spannend.

Denn wenn man sich im Zuge der Recherche um das Gründungsjahr der Band bemüht, erhält man die diversesten Angaben. Steht auf der deutschen und französischen Wikipedia-Seite, dass die Band um das Jahr 2000 gegründet wurde, geben die englisch- und italienischsprachigen Wikipedia-Seiten 2003 an. Schaut man jedoch in den Pressetext, der von der Plattenfirma herausgegeben wurde, steht dort 1996 als Gründungsdatum.

Was man allerdings getrost sagen kann, ist, dass The Blue Van eine mehrere Jahrzehnte umspannende Bandgeschichte aufweisen können, in deren Verlauf sie bisher insgesamt sieben Studioalben veröffentlicht haben.

The Blue Van Pic: Nordic Music Society
The Blue Van Pic: Nordic Music Society

Nun steht für den 30. Januar 2026 mit Recording Club Of 96 das achte Album in den Startlöchern und gibt einen Hinweis darauf, in welchem Jahr die Band zusammenkam.

Gleichzeitig zeigen der Sänger und Gitarrist Steffen Westmark, Keyboarder Søren V. Christensen, Bassist Allan F. Villadsen und Drummer Per M. Jørgensen, dass sie die gesamte Bandbreite des Indie-Rocks der 2000er-Jahre beherrschen und mal wie die Manic Street Preachers, mal wie The Kooks und sehr häufig wie die Arctic Monkeys klingen.

Doch kann man das überhaupt so sagen? Schließlich waren The Blue Van deutlich vor den Monkeys und den Kooks da und aktiv. Hört man sich die Songs auf ihrem neuen Album an, verflüchtigt sich der Vergleich schnell, und es baut sich ein eigenständiger Rock- und Indie-Sound auf, der mit der jungen Stimme Westmarks fast wie eine Newcomer-Band klingen könnte. Gleichzeitig entfaltet sich im Verlauf des Albums ein Stadionsound, der nach großen Rockhymnen klingt ebenso aber auch in kleinen Indieclubs funktioniert.

Mit ihrer aktuellen Single Some Boys zeigen sie, wie frisch und gleichzeitig zeitlos Indie-Rock klingen kann – ein Genre, das oft totgesagt wird, aber immer noch funktioniert und abholt.

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