Es begann alles mit dem Song Rivolta, den das französische House-Duo POLO & PAN 2013 veröffentlichte. Mit Perkussions, Loops und Tropical House-Beats, sowie schrägen Sound-Schnipseln traten Paul Armand-Delille und Alexandre Grynszpan als POLO & PAN in Erscheinung und begeisterte ab dem ersten Song mit einer neuen und frischen Art des Songaufbaus. Von da an sollten die Streamingzahlen bin in kürzester Zeit regelrecht explodieren. Schafft es ihre Debütsingle Rivolta bis heute auf mehr als 18 Millionn Streams bei Spotify, ging es mit der nächsten Single Plage isolée (soleil levant) bereits auf 29 Mio. Stream hoch. Doch bereits mit den nächsten beiden Songs Canopée und Nanã sollte es auf 142 und 124 Mio. Streams gehen. Bis heute schaffen es alle veröffentlichten Singles mehr als eine Million Streams und häufig über 10 Mio. Streams zu erreichen.

Auch den neuen Songs aus dem dritten Studioalbum 22:23 gelingt dieses Kunststück und zeugt nicht nur von einer riesigen Fangemeinde, sondern auch für ein extrem gutes Gespür für Kompositionen und Melodien. Auf dem aktuellen Album fällt dabei auf, dass POLO & PAN hier auf deutlich mehr Kollaborationen setzen und Songs mit Metronomy, Kids Return, PawPaw Rod oder Arthur Teboul aufgenommen haben. Die letzte Single Petite Etoile hat sogar die Gossip-Frontsängerin Beth Ditto mit im Boot und begeistert mit einer Atmosphäre, die an dunkle Krimifilme aus dem Genre Film Noir erinnern. Hier kommen verträumte Synthesizer, pulsierende Beats und helle Töne zum Zuge, die auf Dittos markante Stimme angepasst, wie eine Symphonie einer etwas schrägen und düsteren Geschichte klingen. POLO & PAN sind damit seit mehr als 12 Jahren ein Garant für Songs, die experimentell und melodisch sind, aber immer auch für einen Ohrwurm sorgen. Auch auf dem dritten Studioalbum, das Ende März erschien, gibt es diese futuristische Soundlandschaft, die sich nostalgisch, opulent und damit auf jeden Fall immer auch tanzbar anhört.