Metronomy - Lately

Metronomy – Große Synthies zum Tanzen

Mit The Look und The Bay hatten die Briten von Metronomy 2011 zwei große Indiesongs abgeliefert, die selbst heute auf keiner Playlist fehlen dürfen. Dabei klingt die Band, die seit 20 Jahren Musik macht, so sehr nach den 80er Jahren, dass man sich vorkommt, als würde man gerade eine Zeitreise machen. Und so sehen dann auch die Artworks der einzelnen Metronomy-Alben aus. Viel Flower, viel Power zeigen, dass Metronomy in keinem Genre zu Hause ist, sondern vielmehr die einzelnen Elemente aus Pop, Indie, Elektro und Funk einfängt und zu einem typischen Metronomy-Song verarbeiten. Auf Lately geht es gleich zu Beginn mit Gitarren, Schlagzeug und Synthies zur Sache und stößt die markante Stimme des Frontsängers Joseph Patrick Kennith Mount plötzlich dazu. Metronomy stehen für eine durchgetanzte Nacht im Indieclub und zeigen dabei unglaublich tanzbar Lately ist.

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Jata – Zwischen Saudade und Monster

Jata – Monster

Ein wahrer Weltenbummler ist Jata, alias Jacob Vetter, schon immer gewesen. Arbeit seine Frau für die UN und muss viel reisen, hatte Jata bereits früh seine Liebe für das Reisen entdeckt und wohnte so bereits in Washington, Mexiko, Frankreich und der Schweiz. Washington war es dann aber, das als ein großer Einfluss auf Jatas spätere Musik ausschlaggebend sein sollte. Denn klingt seine Musik nach einer Mischung aus Pop und modernem R&B, den er in Washington kennenlernte, legt er einen starken Elektrobeats über seine Songs. Von seinem Aufenthalt in Mexiko hatte er sich die Beschreibung Saudade eingeprägt. Dieses Wort umfasst das Gefühl aus Wehmut, Melancholie, Sehnsucht und Nostalgie. Genau hier setzt Jatas Musik ein – dunkle, schwere Beats mit fast schon klagendem Gesang und einer ordentlichen Ladung Soul sind so zum Markenzeichen für Jata geworden. Seine, im Herbst 2016 veröffentlichte Single Ebony war dabei bereits ein großartiger Vorgeschmack auf das am 1. September erscheinende Album Mexico. Die Single Monster büßt hier kein bisschen ein und ist eher noch stärker im R&B und Soul zu Hause als im Elektropop. Hierbei erinnert der Beat irgendwie an Ginuwines Pony und unterstreicht somit, welchen Einfluss Washingtons R&B-Szene auf ihn hatte. Alles selbst geschrieben, produziert und eingesungen, ließ Jata nur zum Abmischen den Briten Ash Workman an seine Musik – der bereits Christine And The Queen, Tensnake und Metronomy produziert hatte. Herausgekommen ist eine starke Single und ein Album, das die Vorfreude durch Songs wie Ebony und Monster deutlich wachsen lässt.