TRÄNEN - Ich bin nicht berühmt

TRÄNEN – Versprich mir Zukunft irgendwie

Ein Stück rotziger Punkrock aus Deutschland kehrt zurück. Er kommt aus Chemnitz und hat mit dem Duo TRÄNEN ein äußerst versiertes Duo um Sängerin Gwen Dolyn und Gitarristen Steffen Israel vorzuweisen. Bei Steffen Israel dürften bei Vielen die Glocken läuten – ist er doch als Gitarrist von Kraftklub ein Teil der erfolgreichsten Indie-Band Deutschlands. Dabei ist das Duo TRÄNEN eher einem Zufall geschuldet, als geplant entstanden. Hatte Sängerin Dolyn für eine Coverversion des Punk-Klassikers Duelle der Letzten von der Stuttgarter Band Chaos Z noch einen Gitarristen gesucht, trafen hier Dolyn und Israel aufeinander. Dabei entlud sich soviel Energie und Kreativität, dass sich das Punk-Indie-Duo unter dem Namen TRÄNEN gründete – das war Anfang 2023. Bereits Ende des selben Jahres folgte mit Haare eines Hundes das Debütalbum, dass auf Anhieb auf Platz 20 der deutschen Albumcharts einstieg.

TRÄNEN Pic: instagram.com/dynaniek
TRÄNEN Pic: instagram.com/dynaniek

Nun kamen Ende 2024 die beiden Songs Komm und küss mich und Ich bin nicht berühmt raus, die sich so sehr nach den Anfangsjahren von MIA. anhören. Dabei ist die Stimme von Sängerin Dolyn erstaunlich nahe an der von Mieze Katz‚ dran, die damit oftmals glasklar, hell und prägnant klingt. Auf Ich bin nicht berühmt kommt zum Punk, der 80er Jahre, mit hallendem Gesang, eingängigen Riffs und schnellen Drums eine großartige Portion Synthesizer dazu, die mit hellen Orgeltönen ein wunderbares Brett liefert. Dabei klingen TRÄNEN so frisch, wie nostalgisch zugleich und befeuern den neu entfachten Zug der Neuen Neuen Deutschen Welle einmal mehr. Hatte man kurzzeitig die Hoffnung, schon ein Jahr nach dem Debüt ein neues Album angekündigt zu bekommen, geht es aktuell leider in die andere Richtung. Denn bevor TRÄNEN im Dezember noch einige Konzerte spielten, teilten sie zur Veröffentlichung von Ich bin nicht berühmt mit, dass es 2025 weder Auftritte noch neue Musik geben wird. Vielleicht schreiben die beiden in diesem Jahr an neuen Songs, die wir dann Anfang 2026 feiern können – die Hoffnung stirbt halt immer zuletzt.

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