Es sind Bands wie Scouting For Girls aus London, die als die ewig jungen Indiehelden im Kopf bleiben. Mit Songs wie Elvis Ain’t Dead, She’s So Lovely, Heartbeat oder This Ain’t A Love Song hatten sie großen Erfolg und füllen bis heute jede Indie-Tanzfläche damit. Schaut man sich allerdings an, wie alt diese Songs sind, wird schnell klar, dass diese jungen Indiehelden heute auch schon in ihren 40ern sein müssen. Denn während sich die Band 2005 gründete und die bekanntesten Songs zwischen 2007 und 2010 veröffentlicht wurden, ist dies immerhin schon 16 bis 19 Jahre her.
Frontsänger Roy Stride ist dabei nicht nur als Sänger und Songwriter für Scouting For Girls unterwegs, sondern hat auch Songs für 5 Seconds Of Summer, The Vamps, Seafret oder One Direction geschrieben. Zusammen mit seinen Bandkollegen Greg Churchouse am Bass und Peter Ellard am Schlagzeug hat das Trio seit seiner Gründung nicht nur die beiden erfolgreichen Alben Scouting For Girls (2007) und Everybody Wants To Be On TV (2010) veröffentlicht, sondern mit The Light Between Us (2012), Still Thinking About You (2015), The Trouble With Boys (2019), Easy Cover (2021) und The Place We Used To Meet (2023) auch noch fünf weitere Alben nachgelegt.

Nun haben die Briten mit These Are The Good Days vor zwei Wochen ihr mittlerweile achtes Studioalbum veröffentlicht und damit auch mehr als 20 Jahre nach Bandgründung noch einen Top-20-Hit in den britischen Albumcharts abgeliefert. Hört man sich die daraus veröffentlichten Singles an, wird schnell klar, dass es vor allem die markant frisch klingende Stimme von Stride ist, die auch nach über zwei Dekaden immer noch Zugkraft hat.
Auf ihrer aktuellsten Single Get What You Give geben uns die Briten dann auch den Feel-Good-Vibe, den wir von ihren Anfangswerken gewohnt sind und so sehr lieben. Hier treffen leichte Indie-Pop-Songs auf freche Hooks und eingängige Lyrics. Gleichzeitig haben sie damit einen Indiesound konserviert, der sich auch nach zwei Dekaden noch frisch und lebendig anhört.
Man möchte fast sagen – Scouting For Girls are back! –, würden da nicht die fünf weiteren Alben sein, die sie seit ihrem Durchbruch und Folgealbum kontinuierlich veröffentlicht haben. Dann kann es vielleicht zumindest lauten: Schön, dass sie auch in Deutschland wieder präsent sind. Ihre Musik ist es allemal wert.