Jonathan Stephen Simons - Man Before

Jonathan Stephen Simons – Welche Definition findest du für dich

Aktuell macht der 1996 in Johannesburg geborene Jonathan Stephen Simons mit seiner gleichnamigen Band als Trio von sich hören. Denn mit einem markanten Folk-Sound und seiner prägnanten Stimme sorgt Simons gemeinsam mit seinen Bandkollegen Ray Adam Morgan am Schlagzeug und Stephen de Souza am Bass für starke Songs voller Wärme und Geborgenheit. 2023 gegründet ist Simons der Mittelpunkt der Band, um den sich nicht nur der Gesang dreht, sondern der auch die Songs schreibt und damit seinen künstlerischen Weg formt. Nach den bereits veröffentlichten Songs Wayward Water und I’ll Wait For It haben Jonathan Stephen Simons nun mit Man Before die dritte Single aus ihrem kommenden Album Time Flows Like Water herausgebracht – das am 14. November erscheinen wird – und behandeln darauf das Fehlen eines positiven männlichen Vorbildes. Gerade heute 2025 scheint es wieder in Mode zu kommen, dass Männer hart, toxisch männlich und oftmals auch hasserfüllt sind. Hat man hier als heranwachsender Mensch keinen Anker, der einem Menschlichkeit, Mitgefühl und Wärme vermittelt, ist es oft schwer, diese fernab der chaotischen Welt da draußen für sich zu definieren. Definiert diese Welt den Begriff Männlichkeit mit all seinen Attributen fast schon täglich neu, ist es heute oftmals die Milde und gefühlvolle Seite, die einem Mann wieder abgesprochen wird.

Jonathan Stephen Simons Pic: instagram.com/jonathanstephensimons
Jonathan Stephen Simons Pic: instagram.com/jonathanstephensimons

Mit Man Before begleiten uns Jonathan Stephen Simons dabei ruhig und besonnen. Beginnt es mit einem langsamen Gitarrenspiel, setzt kurze Zeit später Simons hohe Stimme ein, die sich in den folgenden Worten in eine Tiefe verliert, nur, um abermals stimmlich ganz oben anzusetzen. Im Hintergrund erklingt dabei neben der Gitarre ein sonorer männlicher Chor, der dem Song eine Schwere und erneute Tiefe verleiht und zwischen Klage und Wunsch wandelt. Jonathan Stephen Simons machen Folk, der im Sunshine Country Südafrika fast schon gegensätzlicher nicht klingen könnte. Hier stellt man sich doch all zu oft noch die nordischen Länder mit satten Wäldern, imposanten Buchten und herbstlichen Farben vor. Jonathan Stephen Simons sind der Beweis, für all diejenigen, die Folk in diese Szenerie verorten, dass guter, einfühlsamer Folk nicht von landschaftlicher Prägung abhängen muss, sondern vielmehr aus dem Herzen der Musiker kommt.

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