Es ist noch gar nicht so lange her, dass das australische Indie-Duo Royel Otis – bestehend aus Royel Maddell und Otis Pavlovic – mit seiner Coverversion Murder On The Dancefloor von Sophie Ellis-Bextor viral und damit förmlich durch die Decke ging. Plötzlich war das aus Sydney kommende Duo in aller Munde – und das zurecht! Denn mit ihrer Version fügten Royel Otis dem Song eine Farbe hinzu, die Murder On The Dancefloor vorher noch nicht hatte. Mit einem unperfekten Gitarrengeschrammel, dem frechen Gesang von Otis Pavlovic und einer Rock-Attitüde, die an die beste Zeit der Indie-Musik in den 90ern und 2000ern erinnerte, katapultierten sich die Australier direkt an die Spitze der Indie-Szene. Mit ihrem Debütalbum Pratts & Pain, das Anfang 2024 erschien, schafften sie es dann schließlich direkt in die Top-10 der australischen Albumcharts und waren ihre Konzerte dadurch weltweit innerhalb von Sekunden ausverkauft.

Nun haben Otis und Royel mit Moody eine erste neue Single veröffentlicht und legen gleich wieder die Latte ein Stückchen höher. Denn mit einem total lässigen Beat erinnern Royel Otis an Songs von Beck, Weezer und Blur – die mit einem melodischen Lo-Fi-Sound, der sich immer etwas leicht unperfekt anhört, große Hymnen hervorgebracht haben. Auch Royel Otis lassen diesen DIY-Sound auf Moody erklingen, sind dabei kantig und kratzig und geben uns das Gefühl, dass man beim Komponieren zusammen mit ihnen in der Garage saß. Auf Moody geben uns Royel Otis gleichzeitig einen Einblick auf die Herausforderungen, die eine Beziehung haben kann. Mit einem stetigen Auf und Ab an Gefühlen und Emotionen versuchen Royel Otis eine Frau zu begeistern. Im Verlaufe dieses Vorhabens kommen jedoch immer wieder markante Gefühlsausbrüche hoch und erschweren so das Vorhaben. Moody ist damit eine nerdige Indie-Hymne, mit ganz großen Sommer-Vibes und einem enormen Ohrwurm-Potential. Dass Royel Otis seit einiger Zeit schon wieder im Studio sind und an neuer Musik arbeiten, lässt darauf schließen, dass wir zeitnahe mit weiterer neuer Musik rechnen können und eventuell ja schon bald ein neues Album in den Händen halten können.