Sticky Fingers - Kick On

Sticky Fingers – Die, die den Schweiß auflecken

Wenn sich eine Band mit den Worten wenn The Clash, Pink Floyd und die Arctic Monkey drei Schweißperlen sind, die deinen Rücken hinablaufen, so sind es die Sticky Fingers, die sie auflecken vorstellt, kreiert das erst einmal ein recht schräges Bild von einer Band. Bei den aus Sydney kommenden Jungs von Sticky Fingers ist das zwar passend, allerdings nur ein Teil der Wahrheit. Denn mit ihrem Indie-Rock voller Energie schaffen die Sticky Fingers einen kleinen Kosmos um sich herum. Die aktuelle Single Sunsick Moon ist dabei das beste Beispiel. Hier zeigen sich die Jungs um Frontsänger Dylan Frost verträumt aber trotzdem laut. Damit haben sie einen Song produziert, der wunderbar in das Konzept ihres aktuellen Albums Yours To Keep passt, welches an einen 2016 verstorbenen Produzenten ihrer Alben erinnern soll. Erinnerung ist dabei ein ganz zentrales Thema, da die Australier sich auf ihrem aktuellen Album reflektieren und sowohl in Erinnerungen schwelgen – was unter anderem im Song Sunsick Moon stark zu hören ist – als auch eine Art Aufbruchstimmung transportieren. Waren die Sticky Fingers erst am vergangenen Wochenende in Berlin und konnte sie der ein oder andere nicht live sehen, können wir uns auf dem Album Yours To Keep von diesem wunderbaren Indiesound überzeugen lassen.

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Hayden James – Dunkler House mit heller Stimme

Es wird Zeit – mittlerweile gibt es im Netz über ein dutzend Songs des australischen Produzenten und Sängers Hayden James zu hören. Doch ein Album lässt nach wie vor auf sich warten. Nun wurde für Mitte 2019 endlich sein Debütalbum angekündigt und damit auch die neue Single Better Together. Diesen Song hat der in Sydney lebende James zusammen mit dem ebenfalls aus Australien kommenden Produzenten Running Touch aufgenommen. Mit seinem melodischen House und seiner prägnanten Stimme, sowie markanten Kollaborationen hatte James bereits mit den Songs Something About You und der Zusammenarbeit mit Boy Matthews auf Just Friends alle Aufmerksamkeit auf sich gezogen. So konnte er Something About You sogar in die deutschen Charts bringen und wurde für Dieser und Just A Lover sogar jeweils für einen ARIA Music Award als Best Dance Release nominiert. Auf Better Together klingt James dunkler und scheint die Atmosphäre der Nacht für sich entdeckt zu haben. Als Symbiose aus zwei Menschen, die sich so viel geben, dass sie fast unschlagbar stark erscheinen, versteht James Better Together und hat damit den Soundtrack es Winters abgeliefert.

Panama – Mit The Highs ins Wochenende

Vor zwei Jahren präsentierte ich Euch hier die Single Jungle, des Australiers Jarrah McCleary alias Panama. Wiederum zwei Jahre zuvor, veröffentlichte Panama – damals noch als Duo – die Single Always. So ist es nur konsequent, abermals zwei Jahre später – und damit bereits im Sommer 2017 – wieder neues Material zu veröffentlichen. War die Vorfreude auf ein nahendes Album mit der Veröffentlichung von Jungle 2015 groß, wissen wir heute, dass ein Debütalbum immer noch auf sich warten lässt. So hat Panama nun mit Hope For Something seine dritte EP gleich in zweifacher Ausführung veröffentlicht – einmal die Originale und einmal als Alternate Versions. Darauf enthalten ist die nun ausgekoppelte Single The Highs, auf der Panama erst mit einem ruhigen Klavier beginnt, ehe sich sein hallender Gesang mit einem elektronischen Beat zu einer ekstatischen Hymne aufbaut. Panama ist für seine treibenden Klänge bekannt und zeigt uns mit The Highs, dass es irgendwann auch mal mit einem Album klappen muss. Doch bis dahin sind wir froh über jede Veröffentlichung des Australiers.

Dean Lewis – Fernab der australischen Sommer-Sonne

Als junger Singer/Songwriter nutzt man eigentlich jede Chance seine Musik zu spielen. Der Australier Dean Lewis hat sich für seinen Traum einen etwas komplizierteren Weg gesucht. So zog er von der australischen Sommer-Sonne Sydneys ins trübe Wettergemisch nördlich von London, um an Songs für sein Debütalbum zu schreiben. Inspiration fand er hier auch genügend – fühlte er sich doch in Australien zu weit ab vom Popgeschehen der Welt. Dass es nun ganz anders kam, zeigt der Erfolg seiner Debütsingle Waves, mit der er es in die Top-15 der australischen Singlecharts schaffte und in drei amerikanischen Serien gespielt wurde. Mit seiner aktuellen Single Lose My Mind wiederholt er jetzt diesen Erfolg. Hier trifft wunderbar, euphorischer Singer/Songwriter-Sound auf ruhige, intime Momente. Doch die Euphorie und die Intimität finden sich nicht etwa im selben Song – Lewis hat Lose My Mind einmal in großer Popmanier aufgenommen, sowie auch als Akustikversion veröffentlicht. Dass beide Versionen absolute Hits sind, kann man sich nach den ersten Sekunden vorstellen. Deshalb findet Ihr hier beide Versionen. Ich bin gespannt welche Euch besser gefällt. Dean Lewis ist zumindest auf dem besten Weg – nach Australien – auch Europa zu erobern.

BUOY – Die Stimme als Instrument

BUOY - Clouds & Rain

BUOY – Clouds & Rain

Seit einem Jahr stellt BUOY, alias Charmian Kingston aus Sydney – Australien, ihre Musik auf der Plattform Soundcloud zur Verfügung. Mit der aktuellen Single ‚Clouds & Rain‘, ihrer kommenden EP ‚Break‘ beweist sie ein unheimliches Gespür für zurückhaltende Beats und einem süchtig machenden Takt. Hinzu kommt ihre, fast schon als Instrument verwendete, Stimme. Singt sie doch taktähnlich und klingt hier und da so verletzlich abgehackt, dass man sich kurz umschauen mag, um zu sehen ob alles in Ordnung ist.
Für ihre, vor knapp einem Jahr erschienene EP ‚Immersion‘ hatte sie bereits für Begeisterungsstürme gesorgt. Nun macht sie nahtlos weiter und ist mit ‚Clouds & Rain‘ auf dem besten Weg einen Hit zu landen und gilt schon jetzt als interessantester, neuer Elektroact Australien.

Hayden James – Eng miteinander verschmolzen

Wer denkt mittlerweile noch daran, dass ein Singer/Songwriter nicht auch elektronische Musik produzieren kann?! Nach Chet Faker und James Blake ist diese Kombination mehr als nur für tauglich befunden worden. Hayden James aus Australien ist nun ein weiteres Beispiel für diese Kombination der verschiedenen Stile. Ist er bei dem selben Label unter Vertrag wie Chet Faker und Flume macht der in Sydney lebende James zur Zeit wohl alles richtig. So zeigen seine, auf Soundcloud veröffentlichten, Songs fast durchgehend mehr als 250.000 Plays an. Einige von seinen Song haben sogar schon die Millionengrenze überschritten und ‚Something About You‘ liegt aktuell bei 3,2 Millionen Plays. Mehr als eine Million Plays sind bei Soundcloud für neue Künstler immer ein Indikator dafür, dass in den kommenden Wochen wohl der Durchbruch blüht. Und so steht Hayden James nun, nach der kommerziellen Veröffentlichung des Songs ‚Something About You‘ im Rampenlicht und hat es sogar in die Charts von Australien, Deutschland, Italien und Frankreich geschafft. Für einen, bis dato, gänzlich unbekannten Künstler aus Down Under schon eine bemerkenswerte Entwicklung.
‚Something About You‘ ist ein wunderbar entspannter Housetrack der so cool rüberkommt, dass man sich ihm nicht entziehen kann. Hierbei ist der Gesang James‘ so frech wie die Instrumente rund um die Orgel und Synthesizer ungewöhnlich klingen. Damit hat James einen Song geschaffen der auffällt und so viel Potential zum Hit vorweist.