2011 war das Jahr des australischen Duos Gypsy And The Cat. Nachdem die aus Melbourne kommenden DJs Xavier Bacash und Lionel Towers 2010 für Songaufnahmen nach London reisten und dort in ein paar Monaten ihr Debütalbum Gilgamesh aufnahmen, schafften es die Songs Time To Wander und Jona Vark innerhalb kürzester Zeit in ganz Europa die Airplaycharts zu erobern. Im deutschsprachigen Raum war es vor allem dem Einsatz ihrer Songs in einem Vodafone-Werbespot (Time To Wander) und VIVA-Trailern (Jona Vark) zu verdanken, dass sie hier so richtig durch die Decke gingen. Dabei konnte Time To Wander Platz 44 der deutschen Singlecharts erreichen und schaffte es Jona Vark sogar bis auf Platz 22. Es folgte eine Support-Tour mit Kylie Minogue und 2012 mit The Late Blue das zweite Album der Band. Doch entgegen des schnellen Hypes mussten die Fans im Anschluß vier Jahre warten, bis 2016 schließlich mit Virtual Islands das dritte und bisher letzte Studioalbum von Gypsy And The Cats erschien. Denn mit der Ankündigung des dritten Albums kam die Information, dass das Duo sich nach der dazugehörigen Tour trennen wird. Wir haben das Gefühl, dass es für uns noch klarer geworden ist, dass wir – auf dem Höhepunkt unserer Karriere – weiterziehen und uns beide auf andere Projekte konzentrieren sollten, an denen wir gerade arbeiten. Lionel wird in die Welt des Film-Soundtracks einsteigen und ich habe ein Solo-Projekt unter einem andere Namen, bei dem bald Musik erscheinen wird – so Xavier Bacash via Facebook.

Sieben Jahre später haben Gypsy And The Cat 2023 ihrer Rückkehr bekanntgegeben und gleichzeitig mit einigen Herausforderungen zu kämpfen. Denn während zwischenzeitlich ihre Internetseite gypsyandthecat.com verkauft wurde und heute für Tier-Geschichten genutzt wird, wurden ihre Accounts in den sozialen Medien gehakt und waren seitdem nicht mehr für die Band zugänglich. So kam die Namensänderung von Gypsy And The Cat zu GATC zustande. Im selben Jahr folgten mit Dust und Future Lies gleich zwei neue Songs, welche die Richtung in einen entspannteren Sound ebnen sollten. Heute haben GATC mit Analogue Love eine weitere Single veröffentlicht und folgen dem entspannt sphärischen Elektrosound, der ersten beiden neuen Songs. Mit rhythmischen Beats, sommerlichen Gitarren und einem zurückhaltenden Gesang wirkt Analogue Love wie ein Fiebertraum der nicht bedrohlich scheint. Vielmehr klingt Analogue Love nach der musikalischen Untermalung eines Südseeurlaubs. Leicht, unaufgeregt und sanft starten GATC in das Jahr 2025 und kündigen mehr von allem an. Mehr Musik, mehr Shows, mehr GATC.