Im vergangenen Jahr erschien mit Racing The Storm – einem Kollaborationsalbum mit The Colorist Orchestra – der erste Longplayer seit mit Tookah letztmalig 2013 ein Platte der Isländerin erschienen ist. Nun hat Torrini eine neue Platte angekündigt und ist erstmals seit 2013 mit Miss Flower im Sommer mit ihrem siebten Soloalbum zurück. Gleich mit der ersten Singlerveröffentlichung daraus wird klar, dass es Torrini auch auf Miss Flower wieder zum Storytelling getrieben hat. Denn das Konzept des neuen Albums entstand durch die Inspiration einer ganz besonderen Person. Es war die Mutter von Torrinis langjähriger Freundin Zoe, welche die Musikerin zu ihrem neuen Album inspiriert hatte. Zoe ist dabei auch die Frau von Torrinis Produzenten Simon Byrt, der neben Tookah auch Songs von Elderbrook und Kylie Minogue produziert hat. Dabei spielt die Vergangenheit Zoes Mutter eine übergeordnete Rolle und veranlasste Torrini dazu, Song über das Leben dieser Frau zu schreiben. Was sich im Zuge der Recherchen rausstellte – man weiß oftmals viel zu wenig über das Leben seiner Eltern. Mit sagenumwobenen Geschichten von Löwenbabys ausführen und massenhaft Männerangeboten wurde Zoes Mutter – Geraldine Flower – zu einer Ikone für die beiden Frauen. Mit Let‘s Keep Dancing bringt Torrini nun die erste Vertonung dieser Geschichten raus und lässt dabei die Welt der Geraldine Flower zum Leben erwecken. Dieses bunte, ereignisreiche Leben, das sich aus unglaublichen Geschichten und Erlebnissen zusammensetzt, klingt auf Let‘s Keep Dancing verspielt und frech.

Torrini, die schon immer mit Songarrangements und ihrer, mal hauchenden, mal klar und prägnanten, Stimme spielte – um ihren Songs eine gewisse Lebendigkeit zu geben – schafft es auf Let‘s Keep Dancing eine Leichtigkeit zu erzeugen, die uns eine Person nahe bringt, die weiß, was sie will, dies aber vor allem mit Spaß erreichen möchte. Mit sanften, tropischen Synthies, pulsierenden Bässen und wilden Perkussions wird Let‘s Keep Dancing zu einer sommerlich frechen Popnummer, die nicht zu albern ist, um dadurch kitschig zu sein und locker genug, um uns mit Leichtigkeit zu faszinieren. Mit Torrinis erstem Soloalbum in elf Jahren dürfte damit auch der ein oder andere weitere Ohrwurm garantiert sein.