Sault - Let Me Go

Sault – Das Mysterium um eine Band

Es ist diese große soulige Stimme, welche die Band Sault gerade hypen lässt. Doch wer sich hinter diesem Pseudonym versteckt, ist bisher nicht ganz klar. Einige Seiten vermuten, dass der britische Produzent und Songwriter Dean Josiah, der auch unter dem Namen Inflo Remixe macht, ein Teil der Band Sault ist. Dieser hat vor allem Songs für Michael Kiwanuka, The Kooks und Jungle produziert und mit Little Simz, The S.L.P. und Tom Odell zusammengearbeitet. Hinter der Stimme wird die Rapperin Melisa Young – alias Kid Sister – vermutet, die vor allem durch ihre Kollaborationen mit Kanye West bekannt wurde. Doch wäre solch soulig, funkige Musik, wie auf der aktuellen Single Let Me Go eine dermaßen große musikalische Veränderung zu dem bisherigen Sound der aus Chicago kommenden Musikerin, dass man dies fast nicht glauben kann. Für Josiah wiederum klingt das ganze dem des Sounds der britischen Band Jungle schon sehr ähnlich und lässt die Vermutung daher recht plausibel erscheinen. Mit dem Debüt 5 ist bereits im Mai dieses Jahres ein ambitioniertes Album erschienen, welches durch Afrobeats, Soul, Funk und Elektro klingt, wie aus einer Parallelwelt. Sault sind so, gerade auch durch Let Me Go, zu einem regelrechten Phänomen gewachsen, welches es weiterhin gilt, zu entdecken.

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Bad - Sweat

Bad – Sie lassen dich schwitzen

Zwei Freunde, welche die gleiche Liebe zur Musik teilen, machen seit acht Jahren zusammen Musik und entscheiden sich doch erst vor knapp einem Jahr dafür, daraus auch eine Band zu formen. Dass sich die beiden so wunderbar ergänzen, zeigt ihr aktueller Song Sweat, der Funk, mit zuckersüßem Pop und Soul verbindet und einen satten Ohrwurm auf uns los lassen. Mit einem kopfverdrehenden Trompetensound und flirrend blubbernden Funkbeats ist Sweat soulig sowie er Elemente des Swings mit bedient. Mit ihrer, im März veröffentlichten, EP Good haben Julia Brex und Jackson Hoffman eine großartige Variante des Big Sounds und der 70er-Jahre-Disco produziert, die mit Humor und einer gewissen Sexyness auch gut einen Abend als Alleinunterhalter und Cabarettshow laufen könnte. Bei dem New Yorker Duo Bad realisiert man erst wieder wie unbeschwert, klebrig süße Popmusik klingen kann und man sich um nichts anderes mehr Gedanken machen muss.

Iris Gold - A Lot To Give

Iris Gold – Wenn Funk nicht ausreicht

Ist soviel Energie händelbar?! Liesst man sich nur einen kleinen Teil des Lebenslaufes der Dänischen Sängerin Iris Gold durch, wird klar, dass hier eine normale Laufbahn gar nicht möglich sein konnte. Aber was ist schon normal?! Geboren in London, nach Kopenhagen gezogen, dort gewohnt ohne festen Wohnsitz und ein Kind indisch-jamaikanischer Wurzeln – das alles vereint die 27-Jährige in einer Person und macht darüber hinaus noch Musik, die nicht einfach als Pop bezeichnet werden kann. Denn allein ihr aktueller Song A Lot To Give strahlt so viel Power aus, dass wir uns musikalisch auf gar kein Genre einigen können. Mal ist es Soul, mal Funk, dann kommt R&B und natürlich eine gehörige Portion Pop dazu. Dabei erinnert Iris Gold im Gesangspart an Sängerinnen, wie Caro Emerald oder Aura Dione, auch wenn die Stile sich deutlich unterscheiden. Wenn sie jedoch im letzten Drittel anfängt zu Rappen, kommt sie dem US-Amerikanischen Shootingstar Lizzo erstaunlich nah. Iris Gold begeistert mit ihrer Power und dem frischen, verrückten Sound, den sie auf A Lot To Give zeigt und bringt zeitgleich am morgigen Freitag ihr Debütalbum Planet Cool raus. Stillstand ist für Iris Gold kein Thema, denn wenn Funk alleine nicht ausreicht, nimmt sich die Sängerin einfach die besten Stücke aus den anderen Genres und kreiert ihren ganz eigenen Sound.

Shura - religion (u can lay your arms on me)

Shura – Sanfte Tabubrüche

Wenn Billboard.com den neuen Song einer (nicht aus den USA kommenden) Musikerin ankündigt, darf man schon behaupten, man hat einen gewaltigen Schritt gemacht. Denn eigentlich ist die britische Sängerin Shura – die seit einiger Zeit in New York lebt – immer noch ein echter Geheimtipp. Den Umzug in die US-Amerikanische Metropole verarbeitete Shura schließlich auf dem – Mitte März veröffentlichten – Song BKLYNLDN. Nun geht sie noch einen Schritt weiter zurück und thematisiert auf Religion (U Can Lay Your Hands On Me) die Zeit, in der sie sich befand, als sie sich in die Person verliebte und aus einer Verliebtheit, etwas Ernstes wurde. Dabei treffen hier tropische Popelemente auf Soul, den Shura grundsätzlich in Bezug auf ihr neues Album Forevher, welches am 16. August erscheinen wird, so beschreibt: Es ist ein Album voller Soul, von einer Sängerin gesungen, die klassisch gesehen, gar keine Soulstimme besitzt. Und genau diesen Gegensatz genieße ich gerade sehr. Im Video hat Shura diese Beziehung der Hürden mit einem aufeinandertreffen zweier Nonnen dargestellt, die sich langsam näher kommen. Shura schafft es, sommerlich, leichte Musik zu produzieren, die sich nach Wohlfühlmomenten anfühlt und lässt sich dabei nicht anmerken, dass mittlerweile die ganze Welt auf sie schaut.

Izzy Bizu - Lights On

Izzy Bizu -Nach dem weissen Tiger geht ein Licht auf

Mit White Tiger hatte Izzy Bizu 2015 für einen der größten Ohrwürmer gesorgt, welche das Jahr uns bringen konnte. Nur ein Jahr später folgte bei der Zusammenarbeit auf dem Debütalbum der britischen Band HONNE die Single Someone That Loves You, die ebenfalls ein großer Radiohit wurde. Seitdem ist es ruhiger um die britische Sängerin geworden. Bis jetzt – denn mit Lights On hat Bizu vor fünf Tagen die erste neue Single seit vier Jahren veröffentlicht , die gleichzeitig auf ihreer neuen EP Glita zu finden ist. Darauf zu hören ist wunderbarer Pop, gemischt mit R&B und einer großen Portion 80er Jahre Soul. Dabei klingt Lights On in seiner Art und mit Bizus hohem Gesang irgendwie vertraut und nach einem alten Bekannten. Bizu selbst hat die EP damit angekündigt, eine neue Richtung in Sachen Sound auszuprobieren. Dies ist ihr mit Lights On und au Glita eindrucksvoll gelungen.

The Bad Tones - Over Me

The Bad Tones – Musik, die alles vereint

Gleich vorneweg, die aktuelle Single Over Me von dem lettischen Quartett The Bad Tones ist eine Reise in die vergangenen 40 Jahre Musik. Dabei orientiert sich Over Me nicht direkt an einem Genre, sondern greift auf die Einflüsse aus Rock, Soul, Alternative, Blues und Singer/Songwriting zurück und vermischt das ganze zu einem Sound, der sich zwischen in Erinnerung an die ganz großen Songs schwelgen und modernem Rock und Blues befindet. The Bad Tones haben dabei schon eine lebendige Bandgeschichte vorzuweisen. Bereits unter dem Bandnamen The Pink Elephant hatten sie mit Mellowing (2015) und Cassette Concert (2016) Alben veröffentlicht. Nun als The Bad Tones unterwegs, gab es 2018 mit der EP Bad Tunes einen ersten Vorgeschmack. Jedoch soll für die Band aus Riga das Jahr 2019 als Wendepunkt fungieren. Denn am 5. Juli wird mit Is It Good Enough? ihr Debütalbum erscheinen, bei dem sie gleich vorneweg die Erfahrungen verarbeiten, die sie mit The Pink Elephant und The Bad Tones bisher gemacht haben. Over Me ist dabei eine clever arrangierte Soundkulisse, die auf verschiedenen Ebenen arbeitet. Kommen hier tiefe sowie klare Gitarrenriffs zum Einsatz, geht Sänger Edvards Broders so entspannt mit den Lyrics um, um diese schließlich in Synthiearrangements und Saxophonwolken einzubetten. Dadurch erinnern The Bad Tones an so viele Bands in nur einem Song. Hier kommen Assoziationen zu Bombay Bicycle Club, Tame Impala oder Fleet Foxes auf. Mit Over Me haben The Bad Tones den perfekten Song veröffentlicht, um sich als Band bei uns vorzustellen.

Lizzo - Juice

Lizzo – Der Discobanger 2019

Die amerikanische Hip-Hopperin und Sängerin Melissa Viviane Jefferson – alias Lizzo – zählt zweifellos zu den Anwärtern, auf den ganz großen Durchbruch in 2019. Doch, steht sie nicht einfach nur für eine Musikerin, die gerade am Aufblühen ist, sondern prescht Lizzo mit ihrer Musik und allem was sie ausmacht in die erste Reihe. Dabei ist die aus Houston, USA, kommende Sängerin gar keine Newcomerin mehr. Ist ihr, am vergangenen Freitag, veröffentlichtes Album Cuz I Love You doch bereits ihr drittes Studioalbum und verbindet sie hierauf Genres, wie Hip-Hop, Soul, R&B und Funk so gekonnt miteinander, dass man einfach nur weggeblasen wird. Thematisch behandelt die Sängerin auf dem Album alles rund ums Bodyshaming – oder vielmehr – Bodyloving. Mit Songs über die Körperfülle, Sexualität und die Farbe ihrer Haut hat Lizzo ein Album produziert, welches in 2019 bisher seines Gleichen sucht. Auf der aktuellen Single Juice hat sie dabei den Funk von Pharrell Williams übernommen und ihn tatsächlich noch verfeinert, so, dass sie Williams mit diesem Song schon fast alt aussehen lässt und hat eine ähnlich einzigartige Stimmlage wie Bruno Mars. Mit einem Mix aus Authentizität, Sexiness, nostalgischen Hauch, Ästhetik und einer ordentlichen Menge Augenzwinkern ist Juice ein absoluter Überhit, der keinen still stehen lässt. Wer Lizzo bisher noch nicht auf dem Radar hatte, sollte dies schleunigst nachholen, denn wenn nicht, wird Lizzo ihn überrollen und mit in ihren Bann ziehen.

The Slow Show @Silent Green Berlin. www.soundtrack-of-my-life.com

The Slow Show – Konzertkritik

Der Rahmen versprach Großartiges. Hatte sich die britische Band The Slow Show drei Jahre lang aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, kündigten die Manchester um Frontsänger Rob Goodwin mit Sharp Scratch den ersten Vorboten des kommenden Albums an. Dabei war es in der Vergangenheit beunruhigend ruhig um die Band gewesen. Hatten sie mit ihren 2015er und 2016er Alben White Water und Dream Darling doch in kürzester Zeit zwei Alben vorgelegt, die vor allem durch die Baritonstimme des Frontsängers Goodwin, zu absoluten Glückstreffern der britischen Musikszene avancierten. Dabei galt das Glück nicht etwa der Band, dadurch bekannt zu werden, sondern vielmehr uns Hörern, diese Atmosphäre erleben zu dürfen.

Lou Stone @Silent Green Berlin.    www.soundtrack-of-my-life.com

Als Ort für die Vorstellung der neuen Songs wurde die einzigartige Eventlocation Silent Green in Berlin ausgewählt. Hierbei handelt es sich um ein ehemaliges Krematorium, welches vor 110 Jahren im Stadtteil Wedding erbaut wurde und noch bis 2001 als solches genutzt wurde. In der ehemaligen Feierhalle – in der einst die Urnen der Verstorbenen aufgestellt wurden – befindet sich heute das Herzstück des gesamten Areals und finden in der 17 Mieter hohen, achteckigen Halle heute Veranstaltungen, wie Lesungen und Konzerte statt. Dabei steht die, mit einem deckenhohen Bühnenvorhang dekorierte, Erhöhung als Bühne zur Verfügung.

In diesem besonderen Umfeld eröffnete der Londoner Singer/Songwriter Lou Stone den Abend mit einer passenden Mischung aus Folk, Pop und Soul und überzeugte sogleich mit seiner warmen, einfühlsamen Stimme, welche die Aufmerksamkeit des Publikums schnell auf sich zog. Legt die Feierhalle jedes noch so kleine Geräusch an den Tag, war es das Berliner Publikum welches seinen Ruf alle Ehre machte und so still war, dass man die Saiten der Gitarre schwingen hören konnte. Mit seiner EP Fictions und so wunderbar romantischen Stücken wie Don’t UnderstandCarry Me HomeSally oder dem Titelstück Fictions war er der perfekte Opener für The Slow Show und stimmte das Publikum auf einen herzerwärmenden Abend ein.

Schließlich kamen um Punkt 20 Uhr Sänger Rob Goodwin, Keyboarder Frederik ‚t Kindt, Bassist Joel Byrne-McCullough und Schlagzeuger Chris Hough auf die Bühne und starteten in einen Abend, der versprach einmalig zu werden. Mit Songs aus den ersten beiden Alben und einigen Stücken aus dem kommenden – für später in 2019 angekündigtem – dritten Album führte Goodwin das Publikum mit warmen Worten durch den Abend und ließ dabei nur äußerst selten seine Augen von der Menge. Immer wieder streifte der Blick des britischen Sängers durch die Menge, suchte ganz bewusst den Blickkontakt mit Einzelnen und verschaffte seiner Musik damit eine weitaus eindringlichere Wirkung.

Mit Songs wie Dresden, Ordinary LivesFlowers To Burn oder dem alles überragenden Bloodline beflügelte die Band das Publikum immer wieder mit dem Gefühl des kollektiven Schwelgens. Bei Bloodline welches die Band auf eine 7-minütige Version ausdehnte, in der das Publikum einen Teil des Refrains selbst sang und damit in der Halle eine Atmosphäre entstand, die ein überborderndes Wir-Gefühl ausstrahlte, wuchs die Dankbarkeit in Goodwin sichtlich ins unermessliche. Dass die Band glücklich ist, dieses Leben, leben zu dürfen und mit so vielen Menschen Emotionen teilen zu können, zeigt sich in der fast schon schmerzhaft dankbaren Haltung des Sängers. Dabei wirkte er zu keinem Zeitpunkt unauthentisch und zeigte eher bei jedem Song eine fast schon gebrochen, mitfühlende Haltung – als fühle er die Emotionen, die ihm beim Schreiben der Songtexte antrieben, nochmals nach.

Gleichwohl kamen mit – unter anderem – Sharp ScratchSt. Louis und Places You Go auch einige neue Songs vor, die sich wunderbar in die heimelige Stimmung einfügten. Mit ihrem Hang zu ruhig beginnenden Songs, die in einer opulent instrumentierten Version aufgehen, haben The Slow Show den perfekten Soundtrack für die Untermalung von Emotionen geschaffen. Immer wieder kam man sich an diesem Abend vor, als wäre man in einem Spielfilm, bei dem tiefe, emotionale Momente musikalisch untermalt würden, nur, um anschließend in einer ergreifenden Auflösung zu enden.

Zum Ende hin überraschte Goodwin schließlich noch mit einer Rede auf Deutsch, in der er sich für die Geduld des Publikums bedankte und dafür, dass man die Band nicht vergessen habe. Gleichwohl kündigte er für später im Jahr weitere neue Musik an und war dankbar über einen Abend in so einer Location, mit solch einem Publikum und der Tatsache, dass das Publikum der Band die Nervosität, neue Songs zu spielen, mit solche einer Wärme genommen hatte und ihnen so zeigte, die richtige Richtung gegangen zu sein.

The Slow Show @Silent Green Berlin. www.soundtrack-of-my-life.com

The Slow Show kann man nicht vergessen. Nicht die Stimme, nicht den Sound, nicht die Emotionen, die diese Band verkörpert. Und so zeigte sich am Ende auch das Publikum dankbar und war glücklich, diesen Abend miterlebt zu haben.

JNR Williams – Wenn eine Seele singt…

…steht die Welt still. Es überkommt einen, wie ein Schauer der Betroffenheit, wenn das erste Mal die unglaublich warme, sanfte und soulige Stimme des jungen Londoner Soulsängers JNR Williams (gesprochen Junior Williams) ertönt. Sie greift dich förmlich und lässt dich nicht mehr los. Dabei hat der Musiker gerade einmal zwei Songs veröffentlicht. War sein Debütsong im Dezember 2018 noch eine Neuinterpretation des über 80 Jahre alten Klassikers What A Difference, hat Williams nun mit A Prayer einen so unglaublich schöne Song veröffentlicht, dass man mit Sicherheit sagen kann, JNR Williams wird die Soulstimme 2019 werden! Er selbst ist eher introvertiert, auffällig ruhig und hat in seinem Heranwachsen als farbiger Mann immer gepredigt bekommen, auf keinen Fall Emotionen zu zeigen. Mit dem Musikvideo zu A Prayer stellt Williams nun visuell dar, wie es aussieht, wenn Vater und Sohn diese Gefühlsblockade nach und nach aufbrechen, um sich nicht voneinander zu entfernen. Williams‘ Stimme ist dabei vergleichbar mit Sampha und Rationale und sieht er sich selbst inspiriert von Künstlern, wie dem US-Amerikanischen Singer/Songwriters Moses Sumney oder dem Briten James Blake. Diese Einflüsse arbeitet er nun mit A Prayer auf und bereitet damit die Veröffentlichung seiner Debüt-EP Where We Start vor. Diese erscheint diesen Freitag und so heißt es nun nur noch ein paar Tage abzuwarten, bis sich der große JNR Williams-Siegeszug in Bewegung setzen wird.

J.S. Ondara – Eine Stimme als wahrhaftiges Seelenstreicheln

Passt eine Lebensgeschichte auf die Startseite eines Musikers? Bei J.S. Ondara ist dies so. Zugegeben sind es satte 149 Zeilen, in die der heute 26-Jährige sein bisheriges Leben packt. Vom Aufwachsen in Nairobi und seiner damit verbundenen Armut – seine Mutter und seine Geschwister hatten in Ondaras Kindheit nur das Nötigste und musten immer hart arbeiten um überhaupt etwas zu essen zu haben – über die gesellschaftlichen Regeln – gehörst du nicht zur Mittel- oder Oberschicht, wirst Du auch nicht dorthin aufschließen können – bis hin zu seiner Emigration in die USA und dem wahr werden seines Traumes, Musiker zu werden. All das finden wir in den 149 Zeilen des Musikers und bekommen ein umfassendes Bild des Musikers und Lebenskünstlers. Nun ist mit Tales Of America sein Debütalbum erschienen und präsentiert einen Longplayer mit so viel Soul, Geschichten, Emotionen und Erlebnissen, dass man sich als Hörer kaum verwehren kann sich in der Musik zu verlieren. Ondaras Stimme ist dabei die größte Gabe, die der Sänger haben kann. So klar, so direkt und präsent singt er über Liebe, Sehnsucht und Trauer und wird immer nur von einfachen Instrumenten begleitet, die wahlweise als Gitarre, mal als Cello oder einem ruhigen Schlagzeug auftreten. J.S. Ondara ist diese Art Künstler, der uns inspiriert weiter zu denken, uns zu öffnen, Gefühle zuzulassen und uns einer Entwicklung auszusetzen, indem er durch seine Musik spricht. Ondara ist zeitlos, modern und wichtig – Musik, die Freude in uns auslöst.