Foals - The Runner (Rüfüs Du Sol Remix)

Foals – Neue Genres erobern

Sie verbinden Indie, Alternative, Dance, Rock und Punk und sind in diesem Jahr so umtriebig, wie selten zuvor. Allein in diesem Jahr haben die Briten von Foals satte acht Singles veröffentlicht, die allesamt von ihren beiden – ebenfalls 2019 veröffentlichten – Alben Everything Not Saved Will Be Lost – Part 1 und Everything Not Saved Will Be Lost – Part 2 stammen. Nun – in Anbetracht eines hektischen Jahres, das zu Ende geht – haben Foals sich noch einmal etwas ganz besonders ausgedacht und ihren Song The Runner von der Australischen Band Rüfüs Du Sol remixen lassen. Dabei sind Rüfüs Du Sol, die aus Australien kommen, wahre Meister der elektronischen Musik und haben mit ihrem letzten Album Solace (2018) gerade erst zwei Grammy Nominierungen als Best Dance/Electronic Album und  Best Dance Recording erhalten. Nicht ohne Grund, denn hört man sich den Remix des Foals Songs an, erkennt man sofort die Handschrift des Elektro-Trios. Auf endlos scheinenden neuneinhalb Minuten haben Rüfüs Du Sol The Runner gestreckt und klingen dabei keine einzige Sekunde überflüssig. Mit euphorischen Beats und Drops lassen uns Rüfüs Du Sol in eine Nacht der Ekstase entgleiten und fügen Foals damit ein weiteres Genre des Clubsounds hinzu. Foals und Rüfüs Du Sol beweisen mit The Runner wie großartig Indierock und Alternative Dance fusioniert klingen und bereiten damit dem Sound der Zukunft einen Grundstein.

Crooked Colours - Never Dance Alone

Crooked Colours feat. Ladyhawke – Australiens Antwort auf The XX

Nun ist es draußen – das neue Album Langata von Crooked Colours. Anfang April konntet Ihr hier bereit mit Hold On einen Vorgeschmack hören. Nun haben die Australier mit Never Dance Alone eine weitere Single veröffentlicht, bei der man sich in vielerlei Hinsicht an das britischen Trio The XX erinnert fühlt. Mit einem außergewöhnlichen Elektrobeat, sphärischen Klängen, der unverkennbarer Stimme des Featuring-Acts Ladyhawke und der markanten Tonlage des Crooked Colours Frontsängers Philip Slabbers – die selbst hier an Oliver Sim von The XX erinnert – lässt uns die Band an ihrer Skizze einer durchfeiernden Clubnacht teilhaben. Hier trifft sich der Sound von The XX und Rüfüs Du Sol, doch bleibt die Band darüber hinaus individuell und frisch. Mit Never Dance Alone haben die Crooked Colours nicht nur einen weiteren Anreiz – das Album zu kaufen – veröffentlicht, sondern gleichzeitig auch noch eine Art Modelprojekt ihrer Musik vorgestellt. Nach dem 2017er Debütalbum Vera wurde nun am vergangenen Freitag das zweite Album Langata veröffentlicht und ist angereichert mit dunklen Elektrobeats, melancholischer Stimmung und tanzbaren Songs.

Rüfüs Du Sol – Ein Name für Alle

Acht Jahre haben sie es durchgehalten, doch am Ende hat ein Name alles vereinfacht. Und so wird aus Rüfüs, Rüfüs Du Sol. Wurde der längere Name seit der Gründung 2010 ausschließlich für den US-Amerikanischen Markt verwendet, wird das australische Trio mit seinem dritten Studioalbum nun unter diesem Namen weltweit auftreten. Mit dieser Ankündigung einher, geht die Veröffentlichung des ersten Songs No Place, aus dem kommenden Album. War ihr Sound auf dem 2016er Album Bloom noch von Weite geprägt, klingt No Place nun deutlicher nach Club-Atmosphäre. Dabei greifen Rüfüs Du Sol in den ersten 40 Sekunden die Basis des Welthits Insomnia auf, welcher die britische Band Faithless über Nacht zu weltweiten Stars machte. Mit melodischen Bässen und mehrfachen Breaks geben Rüfüs Du Sol einmal mehr das, was wir von ihnen verlangen – treibende Beats und große, elektronische Emotionen.

The Best Of 2018 Vol.: 05

01. Royal T feat. Roísín Murphy – Crookers

02. Rüfüs Du Sol – No Place

03. CliQ feat. Alika – Wavey

04. Kid Francescoli – Moon

05. Tash Sultana – Salvation

06. Sam Fender – Play God

07. Clueso – Du und Ich

08. Abi Ocia – Running

09. Noga Erez – Bad Habits

10. Jungle – House in L.A.

11. Jain – Alright

12. Lily Allen – Lost My Mind

13. Totally Enormous Extinct Dinosaurs – Leave A Light On

14. Portugal. The Man – Live In the Moment

15. Lo Moon – Tried To Make You my Own

16. Mallrat – Groceries

17. HAEVN – Back In The Water (Mark McCabe Remix)

18. Goldfrapp feat. Dave Gahan – Ocean

19. The Paper Kites – Bloom

Rüfüs – Eine sichere Bank

Rüfüs - Innerbloom

Rüfüs – Innerbloom

In den letzten Jahren haben die Jungs von Rüfüs viel geschafft. Mit ‚Atlas‘ haben sie ein Nummer-1 Debütalbum, und dazugehörige Nominierungen von der Vereinigung für australische Independent Recordlabel und den ARIA Music Awards erhalten, was in einer Auszeichnung als Best Independent Dance Record 2014 mündete.
Mit ‚You Were Right‘ und ‚Like An Animal‘ haben sie bereits zwei Singles aus ihrem, in acht Wochen erscheinenden, zweiten Album ‚Bloom‘ veröffentlicht, doch hat es die dritte Singleauskopplung ‚Innerbloom‘ erst so richtig in sich. Ist ‚Innerbloom‘ doch ein 9 Minuten und 38 Sekunden langer Aufstieg von einer sphärischen Elektrowolke, über einen treibenden tropischen Beat mit hypnotischen Gesang Tyrone Lindqvist’s, hin zu einem satten Mittelteil um dann langsam wieder abzuschwellen und die Geschichte zu beschließen.
Was Rüfüs hier raushauen ist ganz großes Kino und episch, modern sowie dunkel zugleich. So wird ‚Innerbloom‘ wahrlich zum Soundtrack deines Tages.