Sylvan Esso – Konzertkritik

Sylvan Esso

Eine Umgebung, so ungewöhnlich wie das Duo selbst. Letzten Freitag fand das langerwartete Konzert der Elektropop-Band Sylvan Esso aus South Carolina im ehemaligen Schwimmbad des Aufbau Hauses – des heutigen Clubs Prince Charles – statt. hierauf konnte sich auch Amelia Meath, Sängerin des Duos, die Bemerkung, dass es für sie eine Premiere sei in einem Schwimmbad zu singen, nicht verkneifen. Doch alles der Reihe nach. Bereits im Vorfeld war es rund um die Bühne voll geworden. Waren Sylvan Esso doch für 21 Uhr angekündigt, ließen sie die Fans eine knappe Stunde ausharren, bis sie dann aber unter frenetischem Jubel auf die Bühne kamen um umgehend mit ihrem ersten Song ‚Could I Be‘ zu beginnen. Dies war der perfekte Opener um die Fans in Bewegung zu setzen. Der schnelle Beat, der lockere Gesang Meath’s und ihre verspielten Bewegungen führten dazu, dass selbst Neu-Fans sie unweigerlich ins Herz schließen mussten. Dies setzte sich auch bei ‚Dreamy Bruises‘ und ‚Dress‘ fort. So bewegte sich abwechselnd das Publikum mit Meath zu den schweren, sphärisch, clublastigen Songs. Als nächstes folgte ihr wohl bekanntester Song ‚Coffee‘ der auf einem massiven Bassbeat, mit verspielten Xylophonklängen bestücktem Sound basiert und Meath’s Stimme hier deutlich ruhiger präsentiert. Doch diese vermeintliche Ruhe sollte mit ‚Wolf‘, einem Song, wie gemacht zum mitsingen des A–whoo Parts, gebrochen werden. Denn hier blieb wirklich keine Stimme aus dem Publikum stumm.

Sylvan Esso

Fehler steigern die Sympathie

Nach mehrmaligem kurzen Bedanken und anmerken, dass es die beiden wirklich freut wie warm sie vom Berliner Publikum aufgenommen werden, ging es mit den Song ‚Uncatena‘ weiter. Der allerdings bereits nach wenigen Sekunden von Nick Sanborn abgebrochen wurde, da er seinen Einsatz nicht perfekt erwischt hatte. Dies schien für einen Moment die Aufregung Sanborn’s zu steigern, um dann mit einem mal wie weggefegt zu werden. Denn bei Anlauf Nummer zwei stimmte dann auch sein Einsatz, was bei den Fans für frenetische Jubelschreie sorgte.
Schließlich läuteten sie mit ‚Hey Mami‘, ‚H.S.K.T.‘ und dem ältesten Song ihrer Bandgeschichte ‚Play It Right‘ das Ende des Konzertes ein. So beschlossen sie diesen Abend vorerst mit dem etwas schüchternen Hinweis, dass doch hoffentlich alle wissen, dass sie erst ein Album veröffentlicht haben und nunmehr so gut wie alle Songs gespielt hätten.
Doch auch hier sollte noch eine kleine Zugabe in Form eines Covers der New Yorker Band Porches und ihrem Song ‚The Cosmos‘, sowie der fast schon a-capella gesungenden Folkballade ‚Come Down‘ folgen.
So war dieser Abend für die Einen wohl fast schon ein Glücksgriff diese Band einmal live gesehen zu haben und für die Anderen eine sehr angenehme Überraschung und Neuentdeckung.

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