Seeb & Zak Abel - Sad In Scandinavia

Seeb & Zak Abel – Das melancholische Tanzen

Es war ein sogenannter Game-Changer, der das Norwegische Produzenten-Duo Seeb 2015 plötzlich durch die Decke gehen ließ. Ein Paradigmenwechsel für die Osloer DJs und für den US-Amerikanischen Singer/Songwriter und Rapper Mike Posner. Denn gleich mit ihrem ersten Remix des Mike Posner Songs I Took a Pill in Ibiza gelang den Norwegern der Eintritt in die Top-10 in 27 Ländern. Gleichzeitig wurde der Song durch den Remix zum – bis dato – erfolgreichsten Mike Posner Song seiner Karriere. Mit über 6,5 Millionen verkauften Einheiten zählt I Took a Pill in Ibiza zu den erfolgreichsten Songs des Jahres 2015. In Folge des großartigen Erfolges kamen Bands, wie Coldplay, Bastille, Highasakite oder Acts, wie Shawn Mendes, Taylor Swift und Dagny auf die Jungs zu, um Songs geremixt zu bekommen. Aber auch eigene Songs finden immer größeren Anklang. So wurde mit Breathe (2016) einer ihrer ersten eigenen Tracks zum vollen Erfolg und verkaufte sich in Deutschland mehr als 200.000 Mal. Nun sind Seeb mit Sad in Scandinavia zurück und kündigen damit ihr gleichnamiges Debütalbum an, welches noch dieses Jahr erscheinen wird. Auf Sad in Scandinavia eint Seeb – die hier mit Zak Abel zusammenarbeiteten – der tiefe melancholische Elektrosound, den bereits Acts, wie Robyn, Sigrid, Highasakite, Skott oder Ingrid Witt so wunderschön präsentieren. Mit den großen Gegensätzen, im Winter tagelang fast keine Sonne zu sehen und den ebenso endlos langen und hellen Sommertagen, speist sich diese Melancholie aus der Nacht und diesen euphorisch langen Tagen des Sommers. Dabei haben Seeb aber auch eine weitere emotionale Ebene im Song verarbeitet. In Sad in Scandinavia dreht sich das Gefühl um eine beendete Beziehung, bei der man um die Welt reist und hofft, darüber hinwegzukommen, doch feststellt, dass man so weit weg reisen kann, wie man möchte – das Gefühl reist immer mit. Mit Zak Abels wunderbar sanftem Gesang und den großen, ins Stadion passenden, Höhepunkten des Songs, entwickelt sich so eine ganz neue Stimmung, die zum in sich kehren einlädt und gleichzeitig zum ausflippen anregt. Sad in Scandinavia ist der perfekte Sommersong, der an verregnet, warmen Sommertagen genauso funktioniert, wie an heißen Open Air Abenden.

Blanks - Don't Stop

Blanks – Große Fußstapfen einfach wegpusten

Mit 22 Jahren gilt Simon de Wit schon nicht mehr als Youtube-Youngster. Doch unter seinem Künstlernamen Blanks hat der Niederländer es geschafft, innerhalb der letzten  sechs Jahre eine Fangemeinde von 500.000 Followern aufzubauen. Seit 2013 vloggend – veröffentlicht Blanks seit 2016 auch eigene Songs. Dabei handelte es sich Anfangs noch zumeist um Coverversionen bekannter Hits wie von Taylor Swift, Imagine Dragons, Ed Sheeran oder Harry Styles, die Blanks in ein 80er Jahre Gewand steckte. Nun hat er mit Don’t Stop einen fantastischen Indiesong produziert, der zu 100 Prozent von ihm stammt. Hierbei bedient sich Blanks an eingängigen Gitarrenriffs und einer ordentlichen Synthesizer-Portion und lässt Don’t Stop damit zu einem perfekten Teenagersoundtrack werden, der einen an unbeschwerte Momente und bekloppte Aktionen mit seinen Freunden denken lässt.

Ryan Adams – Der Träumer unter den Rockstars

Der amerikanische Singer/Songwriter und Rockmusiker Ryan Adams begleitet uns schon eine ganze Zeit. Hat er doch mit seiner Version von Oasis‘ ‚Wonderwall‘ einen der besten Coversongs geschaffen, den es geben kann. Nun kommt Adams erneut mit einem Cover zurück, doch wäre diese Aussage allein vollkommen untertrieben. Hat er doch gleich ein ganzes Album gecovert. Hierbei geht es um kein geringeres Album als ‚1989‘ von Taylor Swift. ‚1989‘ hat mittlerweile mehr als 6,5 Millionen Platten verkauft und fünf Singles hervorgebracht.
Adams covert diese Popsongs in einer gewohnt melancholischen Art. Gerade auf Songs wie ‚Bad Blood‘ wirkt sich diese Interpretation so stark aus, dass man meinen könnte, Adams Version sei das Original und Swift habe seinen Song gecovert. So ist Adams immer wieder für eine Überraschung gut und liefert nie unter dem Standard der hörenswerten Musik ab, sondern überzeugt durch handfestes Material.

Ryan Adams - Bad Blood

Ryan Adams – Bad Blood

Ed Sheeran – Mr. Ed ist zurück

Was haben wir nicht alles von Ed Sheeran in den letzten Jahren gehört. Angefangen mit seiner Debütsingle „A-Team“, das die Sehnsucht, einer obdachlosen Situationprostituierten,  nach der sogennanten oberen Schicht thematisiert, ging es weiter zu seiner Paradedisziplin des Grimes – einem Musikstil irgendwo zwischen Hip-Hop, 2Step und Dubstep. Und plötzlich war Ed Sheeran nicht nur in Europa gefragt sondern auch in Amerika, wo er sogar, nach zwei gewonnenen BRIT Awards für einen Grammy nominiert wurde. In Amerika musikalisch angekommen war er natürlich ein gefundenes Fressen für die hiesigen Boulevardmagazine, so wurde man plötzlich immer öfter besser über seine, zu Ende gehende, Beziehung mit Ellie Goulding und seiner neuen Liebschaft Taylor Swift informiert als über seine Musik. Nun kommt Ed Sheeran aber, nachdem Track „I See Fire“ zum Blockbuster ‚Der Hobbit – Smaugs Einöde‘, mit frische neuer Musik angerauscht und angerauscht kann man hier wörtlich nehmen. Denn „Sing“ ist eine catchy up-tempo Nummer die so auch von Pharell Williams selbst stammen könnte.