Kytes – Indiehit erster Klasse

Wenn schon die Briten aktuell keinen Indie mehr hervorbringen, tut sich in den letzten Jahren so einiges in Deutschland. Mit Razz, den Giant Rooks und Kytes auf der Überholspur, werden auch ihre Songs immer öfter von den Radiostationen gespielt. Dabei kommt letztere Band aus München und stellt nun mit Remedy die neueste Single der im Januar erscheinenden EP Frisbee vor. Hierauf klingen Kytes so unfassbar locker und haben mit dem zugehörigen Musikvideo eine amüsante Indoor-Sommeratmosphäre geschaffen. Mit digitalem Pool, Bildeinstellungen irgendwo zwischen – von amerikanischen Hip-Hop Videos inspirierten – Nahaufnahmen Eis essender Badenixen und weiteren weirden Aktionen begeistern Kytes nicht nur durch das Video, sondern natürlich auch mit einem satten Indieohrwurm. Mit groovigen Gitarrenriffs und einer eingängigen Beatfolge ist Remedy ein absoluter Hit und lässt Michael Spieler, Timothy Lush, Kerim Öke und Thomas Sedlacek – alias Kytes – ins Rampenlicht der deutschen Indieszene treten. Die nächste Indiedisco-Nacht kann also kommen!

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Bloodhype – Großer Gitarrensound mit Referenz

Sie wohnen in Berlin und haben nach Jahren des Roadielebens und anderen freigeistigen Tätigkeiten nun zusammengefunden, um Musik zu machen. Als die Berliner Indierockband Bloodhype vor einigen Monaten mit dem Song Wolves an die Oberfläche trat, wurden viele hellhörig. Denn ihr Mix aus Rock, Alternative und Indie holt in Zeiten mangelnder Präsenz dieser Genres viele Musikliebhaber des Gitarrensounds ab. Dabei kommt der Sound dem, der Bands wie AFI und Thirty Seconds To Mars sehr nahe und begeistern mit großen Hymnen und intensivem Gesang. Die aktuelle Single Romeos setzt dabei aktuell die Messlatte des eigenen Anspruches nochmals höher. Beginnend mit einer Synthiewolke von Sound, welches an die Titelmelodie von Stranger Things erinnert, wird Romeo mit Schlagzeug, Gitarren und Elmar Weylands intensiver Stimme zu einem wahren Brett und erinnert nicht nur an die oben genannten Bands, sondern lehnt sich mit einem epischen Gefühl auch an die White Lies oder Editors an. Bloodhype setzen damit den neuen deutschen Rocksound fort, der auch schon Giant Rooks und Razz haben erfolgreich werden lassen. Dabei ist Bloodhype, trotz der erst kurzen Lebensdauer, keine Band, die sich hinter den großen internationalen Bands verstecken muss und sollte. Und mit Romeos haben sie allemal das Zeug auch auf das internationale Parkett zu treten.

The Best Of 2017 Vol.: 10

01. Ofenbach vs. Nick Warehouse – Katchi

02. All The Luck In The World – Golden October

03. Daniel Docherty – Hold Me

04. Zoe Durrant – Bridge

05. Kakkmaddafakka – All I Want To Hear

06. My Indigo – My Indigo

07. dePresno – Mr. Big

08. Wankelmut & Björn Dixgård – I Keep Calling

09. RAZZ feat. Giant Rooks – Another Heart/Another Mind

10. I’m Not A Band – Swimming

11. Dean Lewis – Lose My Mind

12. Franz Ferdinand – Always Ascending

13. Ex Makina – Breath

14. Gengahr – Mallory

15. Wulf – Mind Made Up

16. The Wombats – Lemon To A Knife Fight

17. Wanda – 0043

18. Lane 8 feat. Poliça – No Captain

19. Tash Sultana – Mystik

20. Eliza And The Bear – Hell

21. Calvin Harris feat. Kehlani & Lil Yachty – Faking It

22. Alex The Astronaut – Not Worth Hiding

Razz feat. Giant Rooks – Deutcher Rock schlägt internationale Konkurenz

Wenn sich zwei der spannendsten Newcomer der letzten beiden Jahre für einen Song zusammenfinden, kann wahrlich nicht viel schief gehen. Haben die aus dem niedersächsischen Emsland kommenden Jungs von Razz 2017 bereits ihr zweites Album Nocturnal veröffentlicht, gelten sie nach wie vor als eines der heißesten Eisen im europäischen Rockzirkus. Dieses Jahr haben sich schließlich auch die, aus dem Nordrhein-Westfälischen Hamm kommenden, Giant Rooks hinzugesellt, die mit ihrer New Estate EP für absolute Begeisterungsstürme gesorgt haben. Klingen die Giant Rooks doch so gar nicht nach deutschem Indie, sondern orientieren sich ganz klar an britischen Vorbildern. zusammen haben diese beiden Bands nun den Song Another Heart / Another Heart veröffentlicht und heben damit die Qualität ihres Sounds nochmal auf ein ganz anderes Level. Wird Another Heart / Another Mind von Razz dominiert, ist gerade der zweite Teil des Songs klanglich eine Reminiszenz an die späten 90er Jahre und hat, durch Europop getragenen Gitarrenriffs, einen ganz besonders nostalgischen Charme. Hierbei klingt Another Heart / Another Mind jedoch nicht altbacken und bietet eine unglaubliche Tiefe. Nach wie vor sind, sowohl Razz, als auch die Giant Rooks ganz oben auf der Liste der Künstler, auf die man in den kommenden Monaten ein Auge werfen sollte, bevor sie den ganz großen Durchbruch haben. Denn dieser ist garantiert.

Giant Rooks – Im Herzen Briten

Giant Rooks - New Estate

Giant Rooks – New Estate

Lange hat es nicht gedauert, bis auch das Jahr 2017 eine dieser Bands bereit hält, die nach einer waschechten britischen Indieband klingen, allerdings aus Deutschland kommen. Womit sich die deutsche Musikindustrie fernab von Bands und Künstlern wie Philipp Poisel, Mark Forster oder Silbermond auch international einen Namen macht. Galten in den letzten Jahren Dance-Acts wie Robin Schulz und Felix Jaehn als absolute Hitgaranten auf dem internationalen Parkett, lassen nun auch immer mehr Underground und Indie-Acts wie Lea Porcelain, Razz und Giant Rooks die Ohren weltweit spitzen. Letztere Band hatte mit der The Times Are Bursting the Lines EP 2015 bereits ein erstes Zeichen gesetzt. Nun sind sie mit ihrer zweiten EP New Estate zurück und fegen mit der gleichnamigen Single alle weg. Klingt New Estate doch nach einem nostalgischen The Kooks Song, der mit schnellen Gitarren jede Sohle in der Indiedisko zum tanzen bringt. Ausrasten ist mit New Estate angesagt. So hört sich der Frontsänger Frederik Rabe, der aus Hamm kommenden Band, doch so international an und versprüht mit seiner Stimme einen Hauch von Ferne. New Estate ist der absolute Frühlingssong, auch wenn dieser noch lange nicht vor der Tür steht. Die Giant Rooks sind zumindest bereit!

Kytes – Die Indie-Sensation

 

Kytes – On The Run

Noch vor einigen Jahren belächelte man Bands, die einem als Indie-Sensation aus Deutschland vorgestellt wurden nur, war es doch fast schon unmöglich, dass guter Indiesound aus Deutschland kommen kann. Mittlerweile hat sich hier das Blatt stark gewendet. Sind doch Bands wie Kraftklub, RAZZ oder die Österreicher von Wanda ein Paradebeispiel für den neuen Indiesound fernab der britischen Insel – war es doch gerade Großbritannien, das diesen Sound in den 2000ern geprägt hatte. Nun also München, denn da kommen Kytes her und machen Indie, der nur so vor Spielwut strotzt. ‚On The Run‘ heißt ihre aktuelle Single und ist mit einem eingängigen Refrain, satten Gitarren und der Stimme von Michael Spieler unüberhörbar auf das Ausrasten ausgelegt. Sie selbst beschreiben ihre Musik in Farben und zeigen dies gerade wunderbar in ihrem, in Brighton gedrehten, Musikvideo zu ‚On The Run‘. Sollte dies alles so durchdacht und geplant sein, wie es im Netz zu lesen ist, dann sollte diese Band noch sehr viel mehr planen, denn scheinbar können sie dies unglaublich gut – nimmt man ‚On The Run‘ als Beispiel.

Lollapalooza Berlin 2015 – Das große Unbekannte – Tag 1

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Lollapalooza Berlin 2015

Viel wurde in den Wochen vor der ersten europäischen Variante des Lollapalooza Festivals in Berlin berichtet. Von einer Abkehr der amerikanischen Originalversion die, vor allen Dingen, viele Alternativ- und Rock-Künstlern eine Bühne bot, bis zu der Ankündigung eines Kidzapalooza-Areals, wurde viel geschrieben. Letztes Wochenende war es dann endlich soweit und die erste Ausgabe startete. Wunderten sich einige, dass die ersten Bands bereits um 12 Uhr spielten, war dies dem Fakt geschuldet, dass das Lollapalooza auf dem Gelände des ehemaligen Berliner Flughafens Tempelhof stattfand und somit mitten in der Stadt lag. Hier mussten dann auch Lärmschutzauflagen eingehalten werden, was ein Bespielen der Bühnen nach 23 Uhr unmöglich machte.

Gleich zu Beginn des Samstags viel auf, dass das Bändchen tauschen, im Gegensatz zu anderen Festivals, relativ reibungslos verlief. Gab es zwar unendlich lange Schlangen vor den Tauschzelten, wanderten diese aber stetig Richtung Einlass und ließen so keinen Moment lang Stillstand entstehen. Einmal das Ticket gegen das Festivalbändchen eingetauscht musste man nur noch den Securitycheck durchqueren und befand sich schon auf dem Festivalgelände.
Wem das Gelände bereits vom Berlin Festival früherer Tage bekannt war, wird die großzügige Erweiterung des Areals aufgefallen sein. Schließlich wurden knapp 45.000 Besucher erwartet. weiterlesen

The Best Of 2015 Vol.: 06

Schlag auf Schlag, kommen hier die Playlisten 5 und 6

The Best of 2015 Vol. 06

The Best of 2015 Vol. 06

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