Glass Animals - Creatures In Heaven

Glass Animals – Schaffen sie den Sprung?

2010 in Oxford in Großbritannien gegründet, lief die Band Glass Animals viele Jahre nur im Indie-Kosmos ab. Oft in Indie-Clubs gespielt, auf Alternative-Playlists enthalten und generell als Lieblinge des Feuilletons gefeiert, hatten es die Glass Animals in den abgelaufenen 12 Jahren – seit Bandbestehen – eher überschaubar gehalten. Doch dann kam Heat Waves – die vierte Singleauskopplung aus dem dritten Studioalbum Dreamland – das im Sommer 2020 veröffentlicht wurde. Anfangs nur ein moderater Hit, kletterte der Song Platz für Platz die Charts hinauf. Durch einen Push bei TikTok 2021 explodierte schließlich die Nachfrage nach dem Song und führte zu Höchstplatzierungen, die wie Dominosteine fielen. 2021 noch in den Top-20 der meisten Länder platziert, dauerte es nochmals fast ein ganzes Jahr, ehe Heat Waves 2022 schließlich die Charts vieler Länder von der Spitze grüßte. So erreichte der Song in 12 Ländern Platz 1 und in weiteren 23 Ländern die Top-10. Allein in Deutschland setzte der Song über eine Million Einheiten ab und wurde der zweiterfolgreichste Song des Jahres 2022.

Glass Animals Pic: Lillie Eiger
Glass Animals Pic: Lillie Eiger

Was bleibt nach so einem immensen Erfolg? Der Druck, gleich noch so einen Hit zu landen – im Falle der Glass Animals wohl eher nicht. Denn dafür ist die Band zu eigen. Ihr Mix aus Indie Rock, Elektro, Dance und Alternative Pop ist dann doch zu speziell, als würde sich ein zweiter Hit dieser Art kurzfristig erreichen zu lassen. Nun haben die Glass Animals vier Jahre nach Dreamland für den 19. Juli 2024 ihr neues, viertes Studioalbum I Love You So F***ing Much angekündigt und mit Creatures In Heaven die erste Single daraus präsentiert. Mit einer satten Synthiewand zeigt sich Creatures In Heaven hierbei träge und opulent. Tatsächlich schaffen es die Glass Animals um Frontsänger Dave Bayley einen zweiten Heat Waves-Moment zu erzeugen. Denn mit einer trägen Schwere und dem intensiven Gesang Bayleys ergibt sich abermals das Gefühl, in einem wabernden Traum zu sein – einer Blase, die jeden Moment zerplatzen könnte und uns zurück in die Wirklichkeit holt. Mit I Love You So F***ing Much dürften im Sommer alle Augen auf die Glass Animals gerichtet sein und hält das Album bis dahin sicherlich noch die ein oder andere Überraschung für uns bereit.

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