Arcade Fire – Popschelte oder innovative Veränderung?

Arcade Fire – Everything Now

Schwerfällig startet Everything Now und ist dennoch Disco. Denn in dieses Genre verwandelt sich die Vorabsingle des gleichnamigen, fünften Studioalbums der kanadischen Band Arcade Fire nach 45 Sekunden. Dass Everything Now zusammen mit Thomas Bangalter – einem Teil des französischen Duos Daft Punk – und Steve Mackey – Gitarrist von Pulp – produziert wurde, lässt auf einen bewusst abgezielten Discosound vermuten. So kann man den Song auch in die siebziger Jahre, direkt neben Anita Ward, Chic und Sylvester platzieren. Hinzu kommt ein Sample des Panflötenabschnittes aus Francis Bebeys The Coffee Cola Song, der Everything Now durch die knapp fünf Minuten begleitet. All das zusammen, lässt Arcade Fires erste Single aus dem kommenden Album wunderbar tanzbar klingen und brüskiert damit gleichzeitig eine Menge Fans. So liesst man auf den Social Media Kanälen von Ausverkauf und einer unpassenden Produzentenwahl. Dies wird das Künstlerkollektiv Arcade Fire allerdings kaum beeindrucken, zählt für sie doch seit jeher der künstlerische Anspruch mehr, als es den Fans recht zu machen. Und so steht unterm Strich eine unglaublich tanzbare Discohymne, die kaum besser hätte gewählt werden können.

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