Mumford & Sons – Mit If I Say gehört das Stadion ihnen

Und sie schaffen es immer und immer wieder. Mumford & Sons haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Hatte sich ihr unverkennbarer Folk Ende der 00er Jahre zu einem großen Phänomen entwickelt, ging ihr letztes Album Wilder Mind mit elektronischeren Rocksounds in eine deutlich größere Richtung. Nun haben sie nach Guiding Light mit If I Say die zweite Single ihres vierten Studioalbums Delta – das für Mitte November angekündigt ist – veröffentlicht und zeigen, dass sie diesen Weg konsequent fortführen. Hier kommt zum ersten Mal in der Geschichte der Londoner Band ein Stimmverzerrer zum Einsatz und fügt so, im Intro, Marcus Mumfords Gesang eine ganz besondere Note der Verletzbarkeit hinzu. Darauf folgend setzen immer häufiger Streicher ein und geben dem ganzen eine Opulenz, die im letzten Drittel auszubrechen scheint und doch nach tiefen Emotionen klingt. Zum Schluß fügen sich alle Elemente zusammen – und so wird If I Say zu einem Bombastsong, der zeigt, dass Stillstand ein Wort ist, welches die Band nicht zu kennen scheint. Damit begeistern Mumford & Sons abermals mit einem Song, der den epischen Moment – in einem Stadion aufgeführt zu werden – der Gesamtheit beinhaltet und damit so intim wird und jeden anspricht und doch immer auch die große Weite einfängt.

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Linkin Park feat. Kiiara – Trendwende

Linkin Park feat. Kiiara - Heavy

Linkin Park feat. Kiiara – Heavy

Sie waren eine der erfolgreichsten Nu-Metal Bands in den 2000ern. Linkin Park haben mit Songs wie Crawling, In The End, Numb oder What I’ve Done Welthits gelandet und ihre Alben verkauften sich bis zu 30 Millionen mal. Doch auch eine Band ihres Formats muss sich einmal die Frage stellen, wie lange das Schema F noch funktionieren kann. Ganz besonders im Falle des Frontsängers Chester Bennigtons, der 2003, nach vielen Konzerten, Probleme mit seinen Stimmbändern bekam. So wandelte sich die Musikrichtung von Linkin Park in den letzten fünfzehn Jahren immer wieder und hatte zwischen Nu-Metal, Alternative, Hip-Hop und Elektro immer wieder für Überraschungen gesorgt. Nun haben sich Linkin Park für die erste Single ihres siebten Studioalbums One More Light, die amerikanische Sängerin Kiiara mit dazu geholt. Mit ihrem experimentellen Popsong Gold, hatte sie 2015 einen Überraschungserfolg gefeiert und erreichte sogar die amerikanischen Top-20 Singlecharts. Auf der nun veröffentlichten Single Heavy trifft dieser Mix verschiedenster Genres zusammen und zeigt wie wandelbar Linkin Park sind. So ist Heavy ein reiner Elektropop-Song und überrascht mit einer ungewöhnlichen Stimmfarbe Chester Benningtons. Hört sie sich doch weich und warm an und lässt damit wohl einige Linkin Park Fans dran knabbern. Doch genau das hatten Linkin Park auch vor. So gaben sie 2016, in einem Interview an, dass die Songs auf ihrem neuen Album die Fans herausfordern werden, sie sich aber freuen, mit den ihnen diesen Weg zu beschreiten. Heavy ist darüber hinaus als Hymne angelegt, zeigt es doch im Refrain deutliche Emotionsexplosionen und ist der Sound hier auf Größe aus, die man im Stadion perfekt umsetzen kann. Heavy ist die erste Singleauskopplung ihres neuen Albums und wird mit Sicherheit die Charts weltweit stürmen.

Seafret – Mit einer Mischung aus David Gray und Foals

Seafret - Blank You Out

Seafret – Blank You Out

Vor einem Jahr hatte das britische Duo Seafret die Single Wildfire veröffentlicht und damit für Begeisterungsstürme gesorgt. War doch sowohl das Video, als auch der Song von einer ganz besonders intimen Atmosphäre geprägt. Nun ist mit Blank You Out die erste Single des neuen Albums veröffentlicht und lässt an emotionaler Soundgewalt nichts aus. Waren ihre bisherigen Veröffentlichungen eher ruhig kommt mit Blank You Out nun ein Song raus, der eine Größe und Direktheit erreicht, die man sich vorher nicht vorstellen konnte. In bester Stadionrock-Manier singt Jack Sedman einem die Worte regelrecht um die Ohren. Dabei nicht minder präsent ist Gitarrist Harry Draper, der mit einem voluminösen Sound an Bands wie Snow Patrol, Kodaline oder Foals erinnert. War ihr Debütalbum Tell Me It’s Real vielleicht noch zu nett um den Durchbruch zu erzielen, kommt die erste Single des zweiten Albums mit einer gänzlich größeren Präsenz daher. Mit Blank You Out wird es nicht lange dauern um in die Playlisten der Radiosender zu kommen.

Ed Sheeran – je größer, desto besser

Ed Sheeran - Castle On The Hill

Ed Sheeran – Castle On The Hill

Manchmal vergeht die Zeit doch viel zu schnell. Schaut man sich an, dass Ed Sheerans zweites Album X bereits vor drei Jahren erschienen ist, wundert es nicht, dass viele Fans des britischen Sängers mit den Worten ..endlich.., auf seine nun veröffentlichten Songs reagieren. War das Debütalbum + (2011), ein Überraschungserfolg und mauserte sich zu einem internationalen Hitalbum, kam mit dem Album X (2014) der weltweite Aufstieg zu einem der erfolgreichsten Künstler. Nun hat Sheeran die ersten beiden Songs, seines dritten Studioalbums ÷ veröffentlicht und bedient damit gleich zwei Arten von Fans. Shape Of You wird den Fans des ersten Albums mehr gefallen, lebt der Song doch von einem Dancehall und Tropical House beeinflussten Sound und hat damit wieder mehr Vielfalt als noch zuletzt zu hören war. Der zweite Song, den Sheeran veröffentlicht hat, heißt Castle On The Hill und ist in Manier Coldplays und Indie-Rock Bands produziert. So folgt auf einen schnellen Beat, der euphorische Gesang Sheerans, der sich bis zum Ende zu einem Ausbruch aufbaut. Mit einsetzen des Refrains hebt Scheeran dann gänzlich ab und liefert eine astreine Stadionhymne ab. Diese Konstellation aus zwei so grundverschiedenen Songs zeigt, worauf sich die Fans freuen dürfen – nicht weniger als auf ein abwechslungsreiches, großes Album Nummer drei.

Palace – Das neue Jahr kann kommen

Palace - Break The Silence

Palace – Break The Silence

Die Londoner Band Palace hat diesen November ihr Debütalbum So Long Forever veröffentlicht. Ein Album, das in Großbritannien viel Beachtung fand. Liefern Palace doch einen Sound ab, der irgendwo zwischen Genghar und Coldplay liegt. Mit ihrer aktuellen Single Break The Silence zeigen sie, wie treibend Gitarrenmusik sein kann. Hier werden Gitarren und Synthies so harmonisch zusammengeführt, dass Palace daraus eine Stadionhymne entstehen lässt. Dabei handelt nicht nur der Song, sondern auf das komplette Debütalbum von Verlusten – und das, so stark wie es nur möglich ist. Break The Silence zeigt Euch den Weg in das neue Jahr und gibt Energie zum Tanzen und Spaß haben.

Alessia Cara – 12 Monate später ist sie angekommen

Alessia Cara - Scars To Your Beautiful

Alessia Cara – Scars To Your Beautiful

Im Oktober 2015 konntet Ihr hier über die junge Kanadierin Alessia Cara lesen. Damals war sie kurz davor, mit ihrer Debütsingle Here durch die Decke zu gehen. So kletterte sie mit Here bis auf Platz 5 der amerikanischen Singlecharts. Kurze Zeit später kam ihr Debütalbum Know-It-All raus und war ein ebenso erfolgreicher Top-10 Hit. Während sich ihr Album also bestens verkaufte, tourte Cara mit keinem geringeren als den Briten von Coldplay durch die Welt und sorgte so für extra Werbung. Denn bei einer Band dieses Kalibers zu spielen bedeutet, vor durchweg ausverkauften Stadion zu singen, die um die 60.000 Gäste fassen. Mit ihrer dritten Single Scars To Your Beautiful bringt sie nun eine Fortsetzung der ersten beiden Songs ins Rennen. Beschreibt Cara selbst doch diese Trilogie so, dass mit Here gemeint ist, niemanden zu gehören, mit Wild Things endlich jemanden zu finden, zu dem man gehören will, und mit Scars To Your Beautiful daran zu arbeiten, sich selbst zu lieben und nicht auf die Modeideale der Gesellschaft zu achten. Dabei singt die 20 Jährige so sanft jedoch mit einer enormen Stärke in der Stimme. Scars To Your Beautiful ist eine Ballade auf dem Niveau von Christina Arguileras Beautiful oder TLC’s Unpretty. Allerdings klingt Caras Song, um dieses Thema, deutlich aufbauender und motivierender als Arguileras Beautiful und weniger kindisch, als TLC’s Unpretty.