Roberto Surace - Joys

Roberto Surace – Genießt es!

Es ist wieder diese Zeit des Jahres, an der die großen Ibiza-Hymnen ihren Weg aus den Clubs der Sonnen- und Partyinsel in die Clubs nach ganz Europa schaffen. Dies liegt zum einen daran, dass die ganzen Touristen diese Songs mit aus ihrem Urlaub nach Hause nehmen und die Nachfrage daher steigt. Zum anderen aber auch, weil sich Plattenfirmen die besten Tracks greifen und die Künstler für Veröffentlichungen unter Vertrag nehmen. So ist es auch im Falle des italienischen DJs und Produzenten Roberto Surace gewesen, der mit seinem Song Joys zum diesjährigen Sommerhit auf Ibiza geworden ist und von Defected Records unter Vertrag genommen wurde. Mit Rotationen bei den angesagten DJs, wie dem Urgestein Ibizas Marco Carola oder Joey Daniel wurde Joys bin in kürzester Zeit zum absoluten Überhit der Houseszene der Partyinsel. Dabei funktionieren vor allem die vielfachen Drops und das Sample des 1986er Songs The Finest der The S.O.S. Band so wunderbar und machen den Song gerade catchy genug, im auch im Mainstream anzukommen aber dennoch weiterhin ein absoluter Banger im Club zu bleiben. Surace selbst hat, seitdem er 17 Jahre als ist – und damit seit 2008 – kontinuierlich darauf hingearbeitet und sich über die Jahre ein wunderbares Gespür für Beats und Melodien angeeignet. Und so ist Joys verspielt und tanzbar zugleich und bleibt mit seiner Bassline immer auch so stark, dass man ihn im Club einfach nur genießen kann. Dabei ist der Songtitel durchaus amüsant zu Stande gekommen, singen The S.O.S. doch im Refrain If I had to choose und hört sich dies – ohne den Songtext genau anzuhören – wie If I had a joys was damit wiederum auf die Namensgebung des Songs hinweist.

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Joel Corry - Sorry

Joel Corry – Vom Reality-Star zum britischen Sommersong

Während der Sommer 2019 allmählich seine finalen Runden dreht, stellt sich bei uns schon alles auf Herbst ein. Es wird früher dunkel, die Blätter fallen von den Bäumen und die Songs werden ruhiger. Nicht so bei den Briten, denn die haben zwar ein ähnliches Schicksal, was den Sommer angeht, doch haben sie seit Juli einen ganz eigenen Sommerhit. Den liefert Joel Corry, der Sorry bereits Anfang April veröffentlicht hatte, doch erst im Juli dieses Jahres so richtig zündete. Mit energievollem Tropical House und einer hervorragenden Bassline lässt uns Sorry an die vergangenen Monate zurückdenken – bis uns die warme abendliche Sommerluft wieder um die Nase weht. Corry wiederum, hatte die letzten Monate alles andere, als genug Zeit, um den Sommer zu genießen, denn für ihn geht es gerade steil bergauf. Hatte er 2012 in der zweiten und dritten Staffel des britischen Reality-Formates Geordie Shore mitgewirkt, nutzte er die dadurch gewonnene Popularität, um sich der Musik zu widmen und Songs zu veröffentlichen. Seitdem sind zwölf Songs herausgekommen, denen allerdings allesamt eine Platzierung in den Charts verwehrt geblieben ist. Nun hat Corry mit Sorry endlich den verdienten Erfolg und wurde der Song im Sommer für die TV-Kampagne des britischen Reality-Formates Love Island ausgewählt. Dies gab dem 30-jährigen Briten einen enormen Schub und so schaffte es Sorry bisher bis auf Platz 6 der britischen Singlecharts. Mit Sorry kann der Sommer ruhig noch etwas in die Verlängerung gehen und uns zu warmen Sonnenstrahlen die letzten lauen Nächte genießen lassen.

Moon Willis & Etta Bond - I Like The Way

Moon Willis & Etta Bond – Das Wochenende kann kommen!

Für Moon Willis scheint 2019 zu seinem Jahr zu werden. Denn der Londoner Produzent hat in den letzten Monaten mit ein paar wirklich starken Songs spürbare Aufmerksamkeit erhalten. Mit Gone, On Me und Trouble hat sich Moon Willis gerade einen festen Platz in den Clubs weltweit gesichert. So wird er mittlerweile auch von Größen wie Duke Dumont und den Disciples nach einen Remix gefragt. Nun hat sich Moon Willis mit Etta Bond eine der heißesten Newcomer Londons gegriffen und mit ihr zusammen den Song I Like The Way produziert. Mit einem euphorischen Rhythmus, der unwiderstehlichen Stimme Bonds und einem treibenden Bass passt I Like The Way perfekt zur Hitzewoche in Europa und dem Einstieg in das Wochenende. Hinzu kommt, dass das dazugehörige Musikvideo von seiner Machart an All-Time-Favorites wie Sweet Like Chocolate von Shanks & Bigfoot, Starlight von The Superman Lovers oder One More Time von Daft Punk erinnert. Wenn Ihr bis jetzt noch keinen Sommerhit hattet, wäre I Like The Way ein würdiger Anwärter.

Dominic Fike - 3 Nights

Dominic Fike – Langsam aber unaufhaltsam

Der US-Amerikanische Rapper Dominic Fike steht gerade erst am Anfang seiner Karriere, hat aber mit seiner 2018 veröffentlichten Debüt-EP Don’t Forget About Me, Demos ein starkes Ausrufezeichen gesetzt. Darauf enthalten ist ein Song, der sich momentan weltweit zu einem Grower mausert und einfach nicht mehr aus unseren Köpfen gehen will. Dabei ist Fike – wie es sich für einen US-Amerikanischen Rapper gehört – während der Entstehungszeit der EP – im gerichtlichen Hausarrest gewesen und veröffentlichte seine Songs noch eigenständig auf Soundcloud. Doch mit dem Song 3 Nights sollte sich schließlich alles ändern und so unterzeichnete Fike in diesem Zuge einen Plattenvertrag bei Columbia Records. Mit eine Mischung von Genres ist 3 Nights nicht allein als Rap-Song zu verstehen. Hier kommt eine unglaublich entspannte Lagerfeuer-am-Strand Stimmung auf, die an Musik von Jack Johnson erinnert und sich so gelassen gibt, dass man mit seinen Freunden sofort ins Auto – natürlich ein Cabrio – schwingen und an einen See oder ans Meer machen möchte. Während es bei uns Winter war, wurde 3 Nights auf der Südhalbkugel in Australien und Neuseeland zum Hit und verkaufte sich dort mehr als 300.000 Mal. Nun, da der Sommer auch auf der Nordhalbkugel angekommen ist, zieht 3 Nights auch hier seine Kreise und dürfte zu einem satten Sommerhit avancieren.

CamelPhat feat Jake Bugg – Be Someone

CamelPhat feat. Jake Bugg – Mit Vollgas in den Sommer

CamelPhat haben sich in den letzten zwei Jahren vor allem durch Hits wie Cola, Panic Room und Breathe einen festen Platz in der britischen Danceszene erspielt. Dabei greifen sie immer wieder auf prominente Sänger, wie auch Newcomer als Kollaborationspartner zurück. So haben Elderbrook, Au/Ra und Christoph durch ihre Zusammenarbeit mit CamelPhat deutlich an Prominenz dazugewonnen. Nun haben sich CamelPhat für ihren neuesten Song den britischen Indierocker Jake Bugg dazugeholt und seine Stimme zum Tempo des Songs Be Someone gepitscht. Herausgekommen ist eine energiereiche Housenummer, die zu einem satten Sommersong avancieren könnte. Als Zusatzfeature haben sie dann auch noch ein Saxophon eingebaut und erinnern so an die Sommerhits der frühen 2010er Jahre. Be Someone ist der satte Sommer in all seinen Facetten – voller Energie, Freude, Lust und einer Menge Spaß.

Satin Jackets feat. Panama – Irgendwo ist immer Sommer

Treffen sich ein deutscher und ein australischer Musiker unter den warmen Sonnenstrahlen Kaliforniens und entdecken die Macht der Musik, kommt mitunter schier wunderbares zu Tage. Für den heutigen Song haben dies der deutsche Tim Bernhardt – alias Satin Jackets – und der Australier Jarrah McCleary – alias Panama – getan. Beide schätzen ihre Arbeiten gegenseitig und fanden die Songs des jeweils Anderen so gut, dass sie für Automatic zusammengekommen sind und einen wunderbar, smoothen Song produziert haben. Zeichnet sich Panama mit Songs wie Jungle und The Highs sowie mit der Zusammenarbeit mit Petite Biscuits für den Track Waterfall bereits für einige bekannte Songs verantwortlich, steht Satin Jackets diesem in nichts nach. Satin Jacktes selbst beschreibt Automatic mit der Möglichkeit, dass von überall auf der Welt in nur wenigen Flugstunden irgendwo die Nacht beginnt und man auf Open-Air Partys oder an einem einsamen Aussichtspunkt die sommerlichen Momente genießen kann, als Inspiration für seinen Song. Mit einem Einschlag zum French-House und Panamas wunderbar entspannter Stimme klingt Automatic nach dem süßlich-sommerluftigen Track, den man sich nicht entziehen kann. Automatic wird daher mit Sicherheit einer der Tracks des diesjährigen Frühlings und Sommers sein. Wir können daher gespannt sein, was Satin Jackets auf seinem, im April erscheinenden Album Solar Nights noch so für uns parat hält.

Josh. – Der Sommerhit des Herbstes

Es ist diese raue Stimme, der liebenswerte Text und ein sympathischer Name, der seit Monaten schon in Österreich sein Unwesen treibt. Dabei singt der Österreicher Johann Sumpich – der sich für den Song Cordula Grün schlicht Josh. nennt, über eine Frau, die ihm in einer Tanzbar ins Auge fiel und er nicht mehr von ihr lassen konnte. Sie verdrehte ihm den Kopf und so landeten sie in ihrem Bett – ehe er herausfand, dass das doch weit komplizierter war. Mit diesem sympathisch, menschlichen Blick auf solch einen Moment und einem leichtgängigen Text, schafft es Josh. zu erst in Österreich aus dem Nichts bis auf Platz 5 und nimmt nun Anlauf die deutschen Top-10 der Singlecharts zu erklimmen. Dabei ist Sumpich kein Newcomer im eigentlichen Sinne, hatte er bereits 2016 eine eigene EP namens Wie Im Kino veröffentlicht. Cordula Grün ist dabei Zweierlei – ein Glückstreffer und professionell erarbeiteter Erfolg. Denn neben Josh. als Musiker, standen ihm die Produzenten und Musiker wie Martin Kromar und Florian Cojocaru vom Wiener Musikstudio Echopilot zur Seite. Und so ist Cordula Grün der Sommerhit des Jahres 2018, der uns nun den Herbst versüßen wird.

Janet Jackson – Wie einst zu Together Again

Ihre Hochzeiten schienen längst vorbei – Janet Jackson hatte von Mitte der 80er Jahre bis 2001 einen Nummer-1 Hit nach dem anderen. So gehen in dieser Zeit 10 Pole-Positions und weitere 12 Top-5 Hits auf ihr Konto. Doch seit 2002 schaffte es die US-Amerikanische Sängerin kein einziges Mal mehr in die Top-10. Sicherlich auch ein Zeichen ihrer Kehrtwende, hin zu mehr Ambivalenz und dem nachlassen ihrer eigenen Note. Nun allerdings, hat sich die 52 jährige Sängerin mit dem Raggaeton-Superstar Daddy Yankee zusammengetan und mit der Single Made For Now einen Sommerhit veröffentlicht, den man so von Jackson nicht erwartet hätte. Mit sommerlichen Vibes, einer sanft singenden Jackson und dem Gedanken, einen Song über Liebe und Verbundenheit zu schreiben, kamen Jackson und der britische Produzent Harmony Samuels – der bereits für Ariana Grande, Maroon 5 oder Janelle Monáe Songs produzierte – zusammen. Bereits im Produktionsprozess orientierten sich beide an lateinamerikanischer Musik, mit einem Hauch von Afro-Kultur – so beschreiben es Samuels und Jackson. Hört man sich den gesamten Song an, bekommt man diese Absicht in jeder Sekunde zu spüren und lenkt diese ein wenig davon ab, dass Jackson selbst eher wenig Text zu singen hat. Am Ende ist Made For Now allerdings seit Together Again einer von Jacksons stärksten Songs, hebt sich deutlich von dem aktuellen Sound-Einheitsbrei – der in den USA herrscht – ab und ist darüberhinaus eine satter Sommerhit.

MØME – Mit neuem Song im Sommer angekommen

Sommerhits konnte MØME aus Frankreich ja schon immer richtig gut produzieren. Allein die 2016er Single Alive zeigte eindrucksvoll, wie toll der Sommervibe musikalisch funktioniert. Unpassend war allerdings die Zeit der Veröffentlichung, war diese doch Mitte November 2016 gewählt, fiel das warme Gefühl auf der Haut dementsprechend aus. Nun ist Souillart – der Kopf hinter MØME – mit seiner neuen Single When We Ride zurück und hat dieses Mal einen deutlich passenderen Zeitpunkt für die Veröffentlichung gewählt. Wenn dieser Sommer eines ganz sicher kann, dann ist es für unfassbar viele schwitzige Momente sorgen, die in Erinnerung bleiben. Für When We Ride hat sich Souillart dann auch Jo Loewenthal von der Australischen Band Tora dazugeholt. Mischt die Band Indie mit Synthies und produziert einen melancholischen Mix, der irgendwo zwischen treiben lassen und träumen umherwandert, hat MØME dafür einen klebrig, stampfenden R&B-Song produziert, der mit einem wirren Elektrobeat aufwartet.  Dabei verlieren sich Souillart und Loewenthal zur Mitte hin in einer Blase aus einem euphorischen Beat. When We Ride ist ein Sommerhit par excellence und bringt uns dazu, Eiswürfel in die Shirts der anderen zu stecken – nur, um das Gefühl von Freude und Wachsein zu genießen.

Kungs – Der Sommer kann kommen

Mit Tropical House an die Spitze – das galt vor zwei Jahren für den jungen französischen DJ Kungs. Waren doch seine Songs This GirlDon’t You Know und I Feel So Bad Sommerhits par excellence und landeten in ganz Europa auf den vordersten Charträngen. Nun hat sich Kungs in den letzten zwei Jahren an die Arbeit für neue Songs gemacht und präsentiert uns mit Be Right Here seinen neuesten Hit, der in den kommenden Wochen wohl auch in Deutschland einschlagen wird. Gewohnt sommerlich und mit ganz viel frischen Elektrobeats hat sich Kungs mit dem norwegischen Produzentenduo Stargate und dem Sänger GOLDN zusammengetan und den Überhit Be Right Here produziert. Mit Trompeten, Percussions und einer Geschwindigkeit, die für die Tanzfläche gemacht ist, erobert Be Right Here, gerade die Franzosen. Da wird es nicht mehr lange dauern, bis auch wir überall dazu tanzen und uns zur warmen Sommerluft bewegen.