The Best Of 2020 Vol.: 09

The Best Of 2020 Vol.: 09

01. PLGRMS – Disappear (zum Artikel)

02. Netta – Cuckoo (zum Artikel)

03. Seeb & Zak Abel – Sad In Scandinavia (zum Artikel)

04. Robin Schulz & Wes – Alane (zum Artikel)

05. Regard & RAYE – Secrets (zum Artikel)

06. SOFI TUKKER & Gorgon City – House Arrest (zum Artikel)

07. Roosevelt – Sign (zum Artikel)

08. Satin Jackets – Little Airplanes (zum Artikel)

09. Armand Van Helden feat. Lorne – Give Me Your Loving (zum Artikel)

10. Daði Freyr – Think About Things (zum Artikel)

11. Dagny – Somebody (zum Artikel)

12. G-Eazy – Free Porn, Cheap Drugs (zum Artikel)

13. SYML – Mr. Sandman

14. Honne – No Song Without You (zum Artikel)

15. Jeremy Loops – Mortal Man (zum Artikel)

16. Jeremias – Keine Liebe (zum Artikel)

17. Sion Hill – Speak Up (zum Artikel)

18. Khruangbin – So We Won’t Forget (zum Artikel)

19. Travis – A Ghost (zum Artikel)

20. Lady Gaga feat. Ariana Grande – Rain On Me (zum Artikel)

21. Otha – Tired And Sick (zum Artikel)

22. Alex The Astronaut – Lost (zum Artikel)
Robin Schulz & Wes - Alane

Robin Schulz & Wes – Ein Sommerhit kehrt zurück

Es war der große Sommerhit 1997 in Frankreich – Wochen später belegte er schließlich auch in Deutschland und in ganz Europa die vordersten Chartränge und war über Monate hinweg der absolute Radiohit. Die Songzeilen Alanné mba yi woma wé. Ho tou sondé. Ho ma yé konnte jeder mitsingen, auch wenn einem die Bedeutung der Worte nicht geläufig war. Der aus Kamerun kommende Musiker Wes Madiko hatte mit seinem Hit Alane dafür gesorgt, dass Weltmusik plötzlich in halb Europa gespielt wurde. Dieses Genre, das sich nur schwer in eine Richtung einordnen lässt und im Falle von Wes mit dem französischen Produzenten Michel Sanchez einen Sound erhielt, der sich deutlicher am europäischen Musikmarkt orientierte, führte zu unzähligen Gold-, Platin- und Diamant-Auszeichnungen und sagenhaften 40 Wochen in den deutschen Singlecharts. Mit Walenga wurde schließlich auch ein Album veröffentlicht, welches allerdings nicht an den Erfolg der Single anknüpfen konnte, sich dennoch aber in Frankreich, Portugal, Österreich und den Niederlanden in den Top-10 platzieren konnte. Alane sollte Madikos einziger Hit bleiben und bedeutete für den Sänger einen Platz unter den One-Hit-Wondern einzunehmen. Was über Jahre hinweg blieb – war das unvergessene Gefühl von Sommer, Ferne und einem unglaublich sympathischen Sänger, der mit einem Musikvideo voller akrobatischer Bewegungen begeisterte – legendär ist hier die Bauchwelle, die auch auf den Bühnen von The Dome oder Top Of The Pops performed wurde. Nun ist Madiko – 23 Jahre nach seinem großen Hit – wieder in einem Musikvideo zu sehen und singt dabei die gleichen Textzeilen, wie einst bei seinem großen Erfolg. Denn heute hat der Osnabrücker DJ Robin Schulz eine Version des Hits Alane veröffentlicht, die sich stark am Original orientiert und das Gefühl vom Sommer 1997 zurückbringt. Dabei kommt gleich in den ersten Momenten ein unglaubliches Gefühl von Freude auf und bringt den Hörer durch den Gesang Madikos sofort wieder zurück in die 90er Jahre – sofern man bereits zum Original getanzt hatte. Mit modernen EDM-Elementen – und einem ebenfalls choreografisch am Original erinnernden Musikvideo – kehrt auch Madiko im Musikvideo zurück in die Öffentlichkeit und lässt uns eine gute Zeit haben. Mit einer gehörigen Portion Airplay und dem prominenten Namen von Robin Schulz könnte es Alane so – satte 23 Jahre später – abermals zum Sommerhit schaffen. Zu gönnen wäre es Madiko mit seinem zeitlosen Song auf jeden Fall.

Y.V.E. 48 feat. PHOTØS – Kryptisch entspannt

Es ist, wie bei einer Schnitzeljagd – man findet einen Song, möchte über diesen etwas schreiben, sucht im Netz nach Informationen und findet… nicht wirklich viel. Bei dem heutigen Act ist es genau so. Herausgefunden habe ich von dem kryptischen Y.V.E. 48 nur, dass es ein Produzenten-Duo aus Deutschland ist und aus zwei Jungs besteht. Dabei haben beide vor gut fünf Jahren das erste Mal als Y.V.E. 48 etwas auf ihrem Soundcloud-Profil hochgeladen und sind bei Spotify mittlerweile bei fast 500.000 Hörern im Monat angekommen. Zumindest zu ihrem Featuring-Act PHOTØS lässt sich sagen, dass dieser in Santa Monica, Kalifornien lebt und seine Musik selbst als Bedroom-Pop beschreibt. Hört man sich nun die Veröffentlichung Without You an, wird klar, dass hierbei gar nicht so viel von den Künstlern zu erfahren sein muss. Spricht doch Without You für sich selbst und reiht sich in die Riege der erfolgreichen EDM-Hits ein, die Anfang der 2010er Jahre vielfach bis an die Spitze der Deutschen Singlecharts gelangten. So teilt Without You die melancholisch, schwere Luft eines Sommerabends, an dem man sich mit Freunden auf dem Dach eines Miethauses in der Großstadt trifft und die laue Nacht begrüßt. Mit den gleichen sommerlichen Vibes, wie wir sie auch schon von Wankelmut, Robin Schulz oder dem Deepend Remix von Matt Simons kennen, steht Without You diesen Songs in nichts nach und könnte als Vorbote der warmen Jahreszeit durchaus zum Hit avancieren.

Cosby – Bekannter Song in neuem Gewand

Cosby sind gern gesehene Gäste auf SOML. Hier konnten Ihr bereits im Herbst 2014 von einer ihrer ersten Songs Boon & Bane lesen. Natürlich habe ich Cosby auch in den Folgejahren mit Songs, wie Yeah und Get Up immer wieder mit dabei gehabt. Dabei stellte Get Up die Weichen für Album Nummer zwei, welches als Milestone vor nunmehr einem Jahr veröffentlicht wurde. Die gleichnamige Single begeisterte dann auch mit einem warmen und wichtigen Musikvideo. Dass das Potential des Albums und der Single allerdings noch lange nicht ausgeschöpft waren, zeigt die nun veröffentlichte Remix-Version des Kölner DJs und Produzenten Michael Müller – alias Charming Horses. Denn dieser hat sich die Single Milestone noch einmal vorgenommen und einen Deep-House Track daraus gebastelt, der in einer Reihe mit Robin Schulz und Felix Jaehn ugenannt werden kann. Denn hier klingt Milestone nochmal eine ganze Spur größer und schafft den ohnehin angesagten Indiesound der Band noch einmal zu steigern. Milestone im Charming Horses Remix ist damit ein strahlender Stern am aktuellen Elektro- und Indiehimmel

Pink – What About Us als melancholische Hymne

Was haben Robin Schulz, Ed Sheeran, Calvin Harris und Pink gemeinsam? Im ersten Moment würde wohl nur das Genre Pop als Gemeinsamkeit passen. Doch all diese Popstars haben Songs produziert bekommen von ein und demselben britischen Künstler – Steve Mac. Dieser ist in den letzten Jahren für so einige Hits verantwortlich gewesen und hat mit der neuen Single What About Us von Pink nochmal ein Ausrufezeichen gesetzt. Dazu überrascht, dass Pink ihr nunmehr siebtes Album Beautiful Trauma nicht mehr durch einen Spaßsong ankündigt, sondern mit What About Us eine große, von Melancholie durchtränkte Pop-Hymne veröffentlicht. Mit einem großen Elektrosound aus Perkussion und Synthies wirft uns Pink förmlich die Frage entgegen, die in so vielen Lebenslagen gestellt wird – What About Us – Was ist mit uns. Diese Frage ist allgegenwärtig – ob in der Kindheit über eine ganz enge Freundschaft zueinander, einem Paar, das vor einer entscheidenden Phase steht oder einem Ende, das einen neuen Anfang bringt – immer wieder kommt die Frage nach dem Was nun, Was ist mit uns – what about us auf. Pink hat es mit dem Song geschafft viele Fragen zu stellen und in offene Herzen zu rennen. Dabei kommt What About Us stark an Katy Perrys Pophymnen heran und beweist, dass Pink auch nach fünf Jahren des langen Wartens auf ein neues Album immer noch am Puls der Zeit ist und ihre Songs ankommen.

Giant Rooks - New Estate

Giant Rooks – Im Herzen Briten

Lange hat es nicht gedauert, bis auch das Jahr 2017 eine dieser Bands bereit hält, die nach einer waschechten britischen Indieband klingen, allerdings aus Deutschland kommen. Womit sich die deutsche Musikindustrie fernab von Bands und Künstlern wie Philipp Poisel, Mark Forster oder Silbermond auch international einen Namen macht. Galten in den letzten Jahren Dance-Acts wie Robin Schulz und Felix Jaehn als absolute Hitgaranten auf dem internationalen Parkett, lassen nun auch immer mehr Underground und Indie-Acts wie Lea Porcelain, Razz und Giant Rooks die Ohren weltweit spitzen. Letztere Band hatte mit der The Times Are Bursting the Lines EP 2015 bereits ein erstes Zeichen gesetzt. Nun sind sie mit ihrer zweiten EP New Estate zurück und fegen mit der gleichnamigen Single alle weg. Klingt New Estate doch nach einem nostalgischen The Kooks Song, der mit schnellen Gitarren jede Sohle in der Indiedisko zum tanzen bringt. Ausrasten ist mit New Estate angesagt. So hört sich der Frontsänger Frederik Rabe, der aus Hamm kommenden Band, doch so international an und versprüht mit seiner Stimme einen Hauch von Ferne. New Estate ist der absolute Frühlingssong, auch wenn dieser noch lange nicht vor der Tür steht. Die Giant Rooks sind zumindest bereit!

LCAW – München eröffnet die Deep House-Saison

LCAW - Painted Sky

LCAW – Painted Sky

LCAW würde man eher mit dem Namen einer Broadcasting Station in einer beliebigen amerikanischen Kleinstadt verbinden. Doch wenn diese Abkürzung aus Deutschland kommt und darüber hinaus mit diversen Remixen durch die Decke geht, dann ist das schon recht ungewöhnlich. LCAW – dahinter verbirgt sich der Münchener Musiker Leon Weber, der gerade einmal 21 Jahre alt ist und bereits seit drei Jahren mit seinen Remixen im Netz für Furore sorgt. So hat er auf seiner Soundcloud Seite mehr als 60 Millionen Klicks und remixt Größen wie London Grammar, Rüfüs, ZHU oder Fritz Kalkbrenner. Nun arbeitet LCAW, der vorher Orchestermusiker war und seit er ein Kleinkind ist, Klavier und Cello spielt, an seinem ersten Album. Hier verbindet er moderne Deep-House Beats mit klassischen Instrumenten. Auf seiner aktuellen Single Painted Sky zeigt er, wie organisch sich dieser Mix anhört. Für den Gesang, hat er sich den in Berlin lebenden Sänger Martin Kelly mit ins Boot geholt. LCAW reiht sich mit Painted Sky in die Riege der erfolgreichen Produzenten, wie Robin Schulz und Felix Jaehn, ein und sorgt mit seinen Songs für unaufdringlich, entspannte Momente.

Lilly Wood and the Prick – kehren mystisch zurück

Lilly Wood and the Prick - Box Of Noise

Lilly Wood and the Prick – Box Of Noise

Nach dem immensen Erfolg des Robin Schulz Remixes des Songs ‚Prayer In C‘ wurde Lilly Wood and the Prick praktisch über Nacht weltweit bekannt. Dieser Remix verhalf dem französischen Duo zu Bekanntheit, die sie sich sonst hätten, über Jahre, hart erarbeiten müssen.
Nun ist im November 2015 ihr drittes Album ‚Shadows‘ veröffentlicht worden – darauf enthalten ist die jetzt ausgekoppelte Single ‚Box Of Noise‘, die eine dunkle und elektronische Seite der, sonst im Folk beheimateten, Band zeigt. Waren früher Gitarren zu hören, wurden diese nun gegen einen sachlichen Beat eingetauscht, der mit verträumten Elementen aufwartet. ‚Box Of Noise‘ ist dabei viel weiter weg von allem, was Lilly Wood and the Prick vorher gemacht haben. Doch immer noch so typisch, dass man Nili Hadida und Benjamin Cotto klar in diesem Song wiederfindet.

Lilly Wood and the Prick - Box Of Noise

Lilly Wood and the Prick – Box Of Noise

Robin Schulz feat. J.U.D.G.E. – Melancholie im Dancemantel

Robin Schulz feat. J.U.D.G.E. - Show Me Love

Robin Schulz feat. J.U.D.G.E. – Show Me Love

Robin Schulz ist derzeit einer der erfolgreichsten deutschen Künstler international. Hat er es doch mit verschiedenen Remixen auf Platz eins der internationalen Charts geschafft. Doch auch seine eigenen Tracks stehen dem Erfolg in nichts nach. Mit drei Nummer eins Singles innerhalb von anderthalb Jahren und zwei erfolgreichen Alben hat er nun den nächsten großen Hit in der Auskopplung. ‚Show Me Love‘ ist zusammen mit dem Londoner Richard Judge alias J.U.D.G.E. entstanden. In diesem Song sind sie eine Symbiose eingegangen, die dem Song eine gewisse Magie verleiht. Durch den tiefen Gitarrenklang, J.U.D.G.E.’s einsetzende Stimme und dem melancholischen Housebeat schafft ‚Show Me Love‘ es, sich ganz fest in das Gehör zu setzen und von da aus Erinnerung hervorzurufen. Wenn das beim Hörer geschieht, hat Robin Schulz wohl alles richtig gemacht. Hierbei ist man doch immer wieder erstaunt über Schulz‘ großartiges Gespür für Hits.

The Best Of 2014 Vol.: 06

The Best Of 2014 Vol.: 06

Disc 1

01. Chasing Grace – Run

02. The Common Linnets – Calm After The Storm

03. Bakermat – Uitzicht

04. PHOX – Slow Motion

05. Fabian Reichelt & Raycoux Jr. – Loslassen (Bring Back The Love )(Tube & Berger Edit)

06. Bear’s Den – Sahara

07. Club Kuru – All The Days

08. Wilkinson feat. Tom Cane – Half Light

09. Luke Sital-Singh – Bottled Up Tight

10. Truls – Out Of Yourself

11. Milky Chance – Flashed Junk Mind

12. MIA. – Queen

13. Kasabian – Eez Eh

14. Sigma – Nobody To Love

15. Secondcity – I Wanna Feel

16. Chopstick & Johnjon – Erase These Images

17. The 1975 – Robbers

18. Beataucue feat. Kenzie May – Slow Down

19. Strange Talk – Young Hearts

20. Strip Steve feat. Puro Instinct – Astral Projection

21. Heidi Happy – Ding Ding

22. Pharell Williams – Marilyn Monroe
 
Disc 2

01. First Aid Kit – My Silver Lining

02. David Gray – Back In The World

03. Angus & Julia Stone – Grizzly Bear

04. Chasing Grace – Free

05. Hudson & Troop – Frameless

06. Andreas Bourani – Auf Uns

07. Klangkarussell – Netzwerk (Falls Like Rain)

08. Racing Glaciers – First Light

09. Lilly Wood & The Prick & Robin Schulz – Prayer In C (Robin Schulz Radio Edit)

10. Cro – Traum

11. Juun feat. Sam Smith – When It’s Alright

12. Beaty Heart – Seafood

13. Kids From Adelaide – Old One

14. Indiana – Solo Dancing

15. Katy Perry – Birthday

16. The Grisworlds – Beware The Dog

17. Tove Lo feat. Hippie Sabotage – Stay High (Habits Remix)

18. Gorgon City feat. Laura Welsh – Here For You

19. Sam Smith – Stay With Me

20. Kraftklub – Hand In Hand

21. Ben Howard & Yael Naïm – Dancing In The Dark

22. Beatsteaks – DNA

23. Sia – Chandelier

24. The Coronas – All The Others