Duke Dumont feat. Zak Abel - The Power

Duke Dumont feat. Zak Abel – Voller Energie auf die Tanzfläche

Duke Dumont ist mittlerweile ein Garant für euphorische Clubsounds. Mit Songs wie Won’t Look Back oder The Giver (Reprise) hat sich der Brite in den letzten Jahren eine sehr ansehnliche Fangemeinde erspielt. Auf seinem neuesten Track The Power hat Dumont den Shootingstar Zak Abel mit dabei. Dieser macht zwar schon seit einigen Jahren Musik, doch so richtig gezündet hat es für den marokkanisch-stämmigen Musiker bisher noch nicht. Und das, obwohl er in den vergangenen Jahren vor allem durch Kollaborationen mit erfolgreichen Acts, wie Avicii, Jonas Blue, Gorgon City und Tom Misch zusammengearbeitet hatte. Nun ist er auf Duke Dumonts Song The Power zu hören und bedienen beide Acts hier ihre Paraderollen. Duke Dumont mit seinem Deep-House Sound, lässt uns auf der Tanzfläche garantiert nicht stehen. Mit euphorischen Synthies und dumpfen Bässen zeigt der DJ und Produzent, wie mit Highs und Lows gespielt werden kann. Abel hingegen setzt mit seinem Gesang auf volle Emotionen. Dabei wird seine Stimme mal hallend, mal vibrierend in Szene gesetzt und bleibt immer präsent. Als ob das nicht schon reichen würde, um einen Hit zu landen, hat sich das Liverpooler Duo CamelPhat des Songs angenommen und ist sowohl für die Produktion, als auch für das Songwriting verantwortlich. Bei dieser Kombination aus Talenten und gestandenen Größen der britischen Houseszene kann am Ende nur ein Hit herauskommen.

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Anna Of The North - Playing Games

Anna Of The North – Norwegischer Elektropop

Mit Someone hatte Anna Of The North vor knapp zwei Jahren eine so wunderschöne 80er-Jahre Powerballade veröffentlicht, dass man sich nur in die Stimme des Nordens verlieben konnte. Damals galt Someone als Leadsingle ihres Debütalbums Lovers (2017). In der Zwischenzeit hat Anna Lotterud viele Musiker begeistert und so Kollaborationen mit Tyler, the Creator, G-Eazy und Honne gehabt. Nun ist die aus Oslo kommende Sängerin mit ihrer bereits vierten neuen Single Playing Games zurück und bleibt uns einer Ankündigung für ein zweites Album weiterhin schuldig. Auf dem Weg dorthin begleitet uns allerdings von nun an die wunderbare Dreampopsingle, die mit der klaren Stimme Lotteruds begeistert und einen verträumten Rundumsound bietet. Gleichzeitig klingt Playing Games mit seinen Handclap-Affekten, schnellen Beats und schwelgerischem Gitarrengezupfe fast schon euphorisch und voller Energie. Anna Of The North changiert in den Genres und lädt dazu ein, sich in ihren Songs zu verlieren. Was könnte es Schöneres geben!

Elderbrook & Rudimental – Tanz dich frei

Beide Acts blicken bereits auf eine ausgiebige Diskografie zurück. Sind Rudimental für ihre Kollaborationen mit Blick auf Diversität, Akzeptanz, Inklusion und Freiheit bekannt und haben in der früheren Vergangenheit mit Acts wie Jess Glynne, Macklemore, Tom Walker und James Arthur zusammengearbeitet, steht das Londoner Kollektiv für tanzbare, elektronische Musik, die auch genreübergreifend funktioniert. Elderbrook – der ebenfalls aus London kommende Singer/Songwriter und Produzent – hat in den vergangenen Jahren vor allem durch seine Zusammenarbeit mit CamelPhat auf Cola von sich hören lassen. Nun haben sich beide Acts für Something About You zusammengetan und einen Song veröffentlicht, der sich sanft aber gleichzeitig euphorisierend anhört. Genau diese Mischung transportiert die Intention hinter dem Song – zeigt das Video doch eine Selbsthilfegruppe von Männern, die sich öffnet und dem vergifteten Maskulinismus – der sich jeder Verletzbarkeit bei Männern verwehrt – zu entziehen versucht. Dabei braust Something About You zwischenzeitlich mit Trompeten auf und bedeutet damit das emotionale Freitanzen der Protagonisten. Einmal mehr haben Elderbrook, sowie Rudimental einen Song veröffentlicht, der radiotauglichen Elektro, clubtaugliche Beats und gesellschaftskritische Themen so wunderbar miteinander verbindet, dass man fast spielerisch an schwere Themen herangeführt wird.

Hayden James & NAATIONS - Nowhere To Go

Hayden James & NAATIONS – Sommersong par excellence

Hayden James hatte sich in den vergangenen zwei Jahren bereits für drei absolute Clubtracks verantwortlich gezeichnet. So wurden die Songs Something About YouJust Friends und Better Together zu absoluten Überfliegern und beherrschten die Clubs weltweit monatelang. Nun hat der Australier endlich mit Between Us sein Debütalbum für den kommenden Freitag angekündigt. Darauf enthalten sind neben den drei Clubhits auch Kollaborationen mit Elderbrook und Panama. Die nun veröffentlichte Single Nowhere To Go hat mit dem Duo NAATIONS die Singer/Songwriterin Nat Dunn, sowie den Produzenten Nicky Routledge dabei und sorgt dafür, dass Nowhere To Go ein weiteres Mal James‘ perfektes Gespür für sommerliche Beats und große elektronische Hooks beweist. Nowhere To Go ist eine satte Sommernummer, die sich im Ohr festsetzt und – wenn überhaupt – erst wieder Ende September aus dem Kopf machen wird.

Ellie Goulding – Eine Stimme, ein Gefühl

Ihr drittes Studioalbum Delirium liegt mittlerweile dreieinhalb Jahre zurück, doch weg von der Bildfläche war die britische Sängerin Ellie Goulding nie wirklich. War Goulding doch mit der Veröffentlichung von Still Falling For You – dem Titeltrack des Soundtracks zu Bridget Jones – und durch Kollaborationen mit Kygo und Clean Bandit kontinuierlich im Radio und den Charts vertreten. Nachdem Goulding bereits im Oktober 2018 mit Close To Me einen Vorboten ihres für Frühjahr 2019 angekündigten vierten Albums veröffentlichte, hat sie nun mit Flux eine Stripped-Down-Ballade herausgebracht, die Gouldings Stärken und einzigartige Stimme herausragend präsentiert und nur durch ein Klavier und sanfte Violineneinsätze begleitet wird. Gouldings Intention hinter Flux war die schwierige Situation zu beschreiben, die sie selbst erfahren hat, als eine Beziehung zu Ende ging, doch ihr Gefühl, die Zuneigung und das Verlangen nach dieser Person nicht abschalten konnte. Mit den Worten And I’m still in love with the idea of loving you. It’s a state of flux, but it’s not enough. And I’m still in love with the idea of loving you. It’s a state of flux, I just keep holding on trifft sie genau dieses Gefühl der Zerrissenheit und dem Verlangen nach etwas, was unwiderruflich der Vergangenheit angehört. Das kommende Album soll laut Goulding deutlich mehr von ihren persönlichen Erfahrungen und Gefühlen geprägt sein, als es die vorherigen waren. Mit Flux beweist sie bereits jetzt eindrucksvoll, wie das klingen kann.

Hazey Eyes feat. Panama – EDM = Emotional Dance Music

Auch mit gerade einmal 22 Jahren kann man schon auf eine bewegte Vergangenheit zurückblicken. Im Falle des US-amerikanischen Künstlers Thomas Michel – alias Hazey Eyes – zeigt sich, wie sich ein Fokus ändern kann. Hat er zu College-Zeiten in einer Metalband gespielt, änderte sich kurz darauf sein musikalisches Genre immer mehr zu EDM. Doch auch hier waren es nicht die großen Sounds von Avicii, Swedish House Mafia oder David Guetta, die Hazey Eyes inspirierten, sondern folgte er seinem inneren Verlangen und produziert seitdem Emotional Dance Music. Mit seiner nun veröffentlichten Single Emotion, die zu der gestern veröffentlichten EP Love Lost gehört, hat Hazey Eyes sich nach Some Reason abermals einen australischen Künstler für die Gesangsparts gesucht und in Panamas weicher Stimme gefunden. Panama ist hierbei einmal mehr so umtriebig, wo schon lange nicht mehr. Hatte er doch in der näheren Vergangenheit mit Petit Biscuit und Satin Jackets bereits zwei erfolgreiche Kollaborationen veröffentlicht. Emotion ist dabei eine warme, verträumte und treibende Housenummer, die der in Philadelphia lebende Produzent mit seiner Genrebeschreibung nicht besser treffen konnte. Emotion ist der Übergang von Winter in den Frühling und passt zu den letzten kalten Tagen genauso gut, wie zu den ersten wärmenden Sonnenstrahlen.

Robyn – Die Königin der Tanzfläche ist zurück

Unendliche Nächte haben wir alle zu Robyns großen Hits, wie Show Me LoveKeep This Fire BurningBe MineDancing On My Own oder Call Your Girlfriend getanzt. Unendliche Nächte haben wir zu With Every Heartbeat eine Träne vergossen oder bis zur Besinnungslosigkeit und introvertiert für uns alleine in der Küche getanzt. Und unendlich viele Nächte haben wir nichts mehr von der schwedischen Sängerin gehört. Genauer gesagt, ist es sage und schreibe 8 Jahre her, dass Robyn ihre Body-Talk-Reihe veröffentlichte. Danach gab es zwar noch drei Ausflüge und EP-Veröffentlichungen, diese waren allerdings allesamt Kollaboration mit Künstlern wie Röyksopp. Nun hat Robyn endlich ein Lebenszeichen von sich gegeben und veröffentlicht in einem Kurzfilm ihre neue Single Missing U. Diese besticht – wie man es von Robyn kennt – durch verspielte Synthies, wummernde Bässe und ihrer sanften, fast schon hauchenden Stimme und großen Momente im Refrain. Robyn ist die Frau für die Nacht, für Hymnen und einem Gefühl der absoluten Aufgabe – nur, um den Moment zu leben. Selten schafft es eine Künstlerin, so konsequent emotionale Momente, mit Bass, Beats und Euphorie zu verbinden. Und selten haben wir uns so sehr gefreut, neues Material einer Künstlerin zu hören.

Gorgon City – Sie sind unermüdlich am produzieren von gutem House

Was haben Gorgon City nicht 2014 alles erreicht?! Da waren die Kollaborationen mit MNEK, Laura Welsh oder Clean Bandit, die Gorgon City in ganz Europa hohe Chartplatzierungen einbrachten. Ebenso gut aber eher unbeachtet geblieben war die Zusammenarbeit mit musikalischen Perlen wie Zak Abel und Yasmin, die hierzulande wohl nur einem kleinen Publikum bekannt sein dürften. Nun folgt, mit dem Song Go All Night die nächste Auskopplung aus dem Album Sirens und wartet mit einer Stimme auf, die von keiner geringeren als der amerikanischen Oscar-Preisträgerin Jennifer Hudson kommt. Ist Hudson dem großen Publikum wohl eher als Schauspielerin des Musicalfilmes Dreamgirl bekannt, macht sie nebenbei auch noch Musik und kann bereits auf drei erfolgreiche Alben zurückblicken. Ihre direkte und klare Stimme lässt Go All Night zu einem Discoklassiker avancieren, der an Gloria Gaynor erinnert und wäre der Beat nicht so ungemein modern, hätte dieser Song wohl auch schon vor 40 Jahren für volle Tanzflächen gesorgt.