Faithless feat. Suli Breaks & Nathan Ball - This Feeling

Faithless feat. Suli Breaks & Nathan Ball – Ein Sommer, wie 2004

Sie gelten als Pioniere der elektronischen Szene Großbritanniens. Mit ihrem Mix aus Dance, House und Trip-Hop beherrschten Faithless die Clubs der 1990er und frühen 2000er. Neben ihren größten Erfolgen mit Insomnia (1995) und God Is A DJ (1998) waren es in den 2000ern vor allem die sommerlichen Sounds, wie One Step To Far (zusammen mit Dido), Mass Destruction und I Want More, die jeweils auf dem Thron aller Playlisten saßen. 2011 setzte die Band schließlich eine Pause ein und konzentrierte sich darauf, privaten Plänen nachzugehen. Während Sister Bliss und Maxi Jazz vereinzelt auf Kollaborationen zu hören waren, gab es für Rolle Armstrong – dem älteren Bruder von Sängerin Dido – unterdessen einiges zu tun. So hat sich der Produzent von Faithless unter anderem um die Produktionen der zwei letzten Alben von Dido gekümmert und unter dem Alias R+ 2019 sogar mit seiner Schwester zusammen ein komplettes Album rausgebracht. Nun sind Faithless, nachdem sie Anfang Juni – nur für wenige Stunden – einen neuen Track mit dem Namen Let The Music Decide veröffentlichten, mit einer weiteren neuen Single zurück und beenden damit ihre zehnjährige Schaffenspause.

This Feeling (Musikvideo)

This Feeling (Musikvideo)

Dabei haben sich die drei Musiker mit Nathan Ball und Suli Breaks zwei äußerst interessante und vielversprechende Künstler mit ins Boot geholt und begeistern mit einem enormen Sommersong, der wie gemacht, für die aktuelle Hitzewelle ist. Über die Zusammenarbeit mit Nathan Ball freue ich mich persönlich am meisten, begleitet SOML den Südengländer doch bereits von Beginn seiner Karriere an und interviewte den Singer/Songwriter noch in seiner Anfangszeit. Suli Breaks wiederum ist ein Spoken Words Poet, der bereits erste Erfahrungen im Musikbusiness gesammelt hat. Zusammen haben sie nun mit This Feeling einen Song veröffentlicht, der durch tropische Beats, eingängige Basslines und der leichten, markanten Stimme Nathan Balls begeistert. Faithless beschreiben den Song schließlich mit den Worten: Es ist ein Song, der in unseren Augen textlich und musikalisch die Erinnerungen an die großartigen, hinter uns liegenden Sommer transportiert. Mit den beiden ersten neuen Songs, innerhalb von zehn Jahren haben Faithless genau das Gefühl eingefangen, das wir alle diesen Sommer so sehr vermisst haben – mit Freunden an schweisstreibenden Tagen zum See zu fahren oder die tropischen Nächte der Großstadt unsicher zu machen. Die Hoffnungen, auf ein baldiges, neues Album dürften mit der neuesten Veröffentlichung gar nicht mehr so unrealistisch sein – wird doch in der britischen Presse bereits mit einer Veröffentlichung, noch in diesem Jahr gerechnet. This Feeling ist ein Song für den Moment und klingt dabei so zeitlos, dass wir ihn auch noch in den kommenden Sommern auflegen werden.

The Best Of 2020 Vol. 01

The Best Of 2020 Vol.: 01

01. The Blaze feat. Octavian – Somewhere (zum Artikel)

02. Alanis Morissette – Reason I Drink (zum Artikel)

03. AnnenMayKantereit & Parcels – Can’t Get You Out Of My Head

04. Ásgeir – Youth (zum Artikel)

05. Bear’s Den – Only Son Of The Falling Snow (zum Artikel)

06. Bonaparte – Was Mir Passiert (zum Artikel)

07. Barbatuques – Bajaná (Pablo Fierro Eidt)

08. Christian Löffler – Versailles (Hold) (zum Artikel)

09. Declan J Donovan – Homesick (zum Artikel)

10. Digitalism – Panavision (zum Artikel)

11. Foals – The Runner (Rüfüs Du Sol Remix) (zum Artikel)

12. Icarus feat. Nathan Ball – Meet Me There (zum Artikel)

13. Shallou With Daya – Older (zum Artikel)

14. Noah Gundersen – Lose You (zum Artikel)

15. SYML – Flags (zum Artikel)

16. The Coronas – Haunted (zum Artikel)

17. The Naked And Famous – Bury Us (zum Artikel)

18. Yeah But No – Run Run Run (zum Artikel)
Icarus feat. Nathan Ball - Meet Me There

Icarus – Mit großer Ankündigung ins neue Jahr

Jetzt scheint es Schlag auf Schlag bei den britischen Brüder Ian und Tom Griffiths – alias Icarus – zu gehen. Hatten sie vor ein paar Wochen bereits mit Rae Morris die Single Dreams Of You veröffentlicht, folgt nun mit Meet Me There die nächste großartige House-Nummer. Dieses Mal als Sänger dabei ist der mittlerweile zum Wahllondoner gewordene Sänger Nathan Ball, den SOML seit einigen Jahren begleitet und bereits zum Interview hatte. Herausgekommen ist ein weiterer treibender House-Track, der mit Balls sehnsuchtsvollem Gesang perfekt die Mischung der Brüder verkörpert. Mit langen Bridges und deutlich größerem Gesangsanteil läuten Icarus eine Zeit ein, die vom Aufbruch und Beenden erzählt. Denn in den letzten Jahren haben die Brüder vieles erlebt und durchlebt, haben Bekanntschaften geschlossen und andere beendet, die ihre Persönlichkeit maßgeblich prägten. Diese Songs, aufgenommen mit ausgewählten Künstlern, zeugen von dieser Phase und lassen die Jungs gerade enorm wachsen. Bereits jetzt steht fest, dass Icarus im kommenden Jahr auf Clubtour gehen und mit UNFOLD ein Projekt veröffentlichen wird, welches noch viele weitere spannende Künstler parat halten wird.

 

The Best Of 2019 Vol.: 02

01. Jack Savoretti – Candlelight

02. Kele Okereke – The Sea Between Us

03. Nathan Ball – Call It Love

04. Max Jury – Sweet Lie

05. Billie Eilish – When The Party’s Over

06. Apparat – Dawan

07. Florence + The Machine – Moderation

08. Vampire Weekend – Harmony Hall

09. HÆLOS – Kyoto

10. Sofi Tukker & ZHU – Mi Rumba

11. Jax Jones feat. Years & Years – Play

12. Krezip – Lost Withou You

13. Bear’s Den – Fuel On The Fire

14. Benjamin Francis Leftwich – Look Ma!

15. Ricky Razu – Without U

16. Satin Jackets & Panama – Automatic

17. Flecks – Samurai

18. Palace – No Other

19. Fisher – Losing It

20. Escort – Slide

Nathan Ball – Mit Call It Love auf dem Weg zum Debütalbum?

Mittlerweile hat Nathan Ball bereits einige Songs veröffentlicht, die Ihr auch hier auf SOML finden könnt. Neben Echo und Right Place kommen noch die EP’s – wie Beispielsweise die Acoustic EP – eine Zusammenstellung aus vier Songs, die Ball in einem Akustik-Set eingespielt hat – hinzu. Auch konnte man Ball letztes Jahr auf der Flux FM Bühne zur Fête de la Musique in Neukölln live sehen. Doch fehlt immer noch ein Album mit all seinen Songs. Einem kleinen Stück näher kommt er diesem mit der neuen Single Call It Love, die er vor zwei Tagen veröffentlichte. Dabei klingt Ball gewohnt tief und dunkel, hat allerdings auch einen größeren Sound für die neue Single gewählt. Überlässt Ball seinen Fans gerne die Interpretation seiner Songs, gab er zum Entstehungsprozess bisher nur an, dass er den Song zusammen mit seinem Gitarristen und Produzenten Max in seinem Schlafzimmer geschrieben und aufgenommen habe. Er sei seinen Fans langsam allerdings ein Album schuldig fügt er nun gerne hinzu. Ball klingt auf Call It Love größer, ohne einen großen Sound zu kreieren. Mit sanften Gitarren und Balls schwebender Stimme ist Call It Love erneut ein imposantes Zeichen für Balls konsequenten Weg, das Tempo seiner Musik zu bestimmen.

🎉 Jubiläum – 1.000er Beitrag 🎉

Wow! Heute habe ich mit Klangkarussell feat. Mando Dio – Jericho meinen 1.000er Beitrag auf Soundtrack-of-my-life.com veröffentlicht. In den letzten dreieinhalb Jahren gab es viele spannende Momente, seien es die fantastischen Konzerte und Festivals gewesen, über die Ihr lesen konntet. Oder die aufregenden Interviews mit Newcomern, wie Dead Sea, Sapphire Road, Nathan Ball, Fickle Friends oder Walking On Cars.

Ich bin gespannt, was mich mit den kommenden 1.000 Beiträge alles erwartet und würde mich freuen, wenn Ihr mir auch weiterhin zahlreich folgt und mir sagt, was Euch interessiert!

Bis bald, Euer Marten.

The Best Of 2016 Vol.: 09

The Best Of 2016 Vol.: 09

The Best Of 2016 Vol.: 09

01. Empire Of The Sun – High And Low

02. Norah Jones – Carry On

03. White Lies – Take It Out On Me

04. Sophie Ellis-Bextor – Come With Us

05. Malky – Lampedusa

06. Wallis Bird – Change

07. MUNA – Loudspeaker

08. Thomston – Float

09. NAO – Girlfriend

10. Nathan Ball – Right Place (Oak Sessions)

11. TIEKS feat. Dan Harkna – Sunshine

12. Declan McKenna – Isombard

13. SG Lewis feat. Gallant – Holding Back

14. Rag’n’Bone Man – Human

15. Sportfreunde Stiller – Raus In Den Rausch

16. Nimmo – My Only Friend

17. SOHN – Signal

18. The Magician – Shy (Michael Calfan Remix)

19. Silbermond – Das Leichteste Der Welt

20. No Wyld – Let Me Know

21. Rooney feat. Soko – Why

Nathan Ball – Ein neuer Star wächst heran

Nathan Ball - Right Place

Nathan Ball – Right Place

Bereits vor anderthalb Jahren konntet Ihr hier über Nathan Ball und seinen Song Echo lesen, worauf ein Interview mit Nathan Ball folgte. Nun hat der in London lebende Sänger mit Right Place einen Song veröffentlicht, der Emotionen vereint und an Sänger wie Ben Howard erinnert. Nur mit einer Gitarre begleitet, singt Ball ruhig und ergreifend. Nachdem Ball die letzten Jahre zielstrebig auf einen Plattenvertrag hingearbeitet hat und mit so einigen Größen wie Alt-J tourte, hat er nun eine Heimat bei dem Plattenlabel Cold Water Records gefunden und veröffentlicht Right Place diesen Freitag. Inspiriert zu Right Place wurde Ball durch seine Alpen-Tour in Frankreich – einem Ort, an dem man sich wohlfühlt und Inspiration erhält. So setzte er sich, zurück in London, an die Gitarre und schrieb den Song. Right Place ist so stark, dass man Ball hiermit den Durchbruch wünscht.

Nathan Ball – Interview (DE)

Vor einigen Tagen hatte ich Euch eine Premiere angekündigt. Nun ist es soweit, mein erstes Interview mit einem britischen Newcomer ist fertig.
Nathan Ball habe ich Euch bereits vor einigen Wochen mit seiner Alternative-/Folkballade ‚Echo‘ vorgestellt. Nun ist es zu einem Interview gekommen, das ich natürlich hier auf meinem Blog posten möchte. Habt also viel Spaß beim lesen und entdecken eines neuen fantastischen Künstlers.

Soundtrack-Of-My-Life: Hi Nathan, erst einmal vielen Dank für das Teilen meines Blogeintrages über Deinen Song ‚Echo‘ auf Deiner Facebook-Seite.

Nathan: Sehr gerne, es freut mich wenn Dir der Song gefällt!

 

SOML: Du scheinst der Blogszene sehr offen gegenüberzustehen und gibst gerne auch kleineren Blogseiten, wie der französischen Bloggerin Lydie’s Crush On TV oder mir, ein Interview. Wie siehst Du die unterschiedlichen Wirkungsgrade von Interviews eines Blogs und die der großen Magazine?

N: Oh ja! Ich selber lese immer wieder gerne, auf kleineren Blogs, Interviews über Künstler die ich mag oder gehe gezielt auf die Suche nach neuen Künstlern. Verliere mich so also auch mal in so manchem Blog. Natürlich haben große Magazine viel mehr Leser, doch mag ich solche kleine Blogs wie Deinen, da sie uns viel früher entdecken als die großen Magazine.

 

SOML: Du wurdest in Buckinghamshire, nordlich von London, geboren. Pendelst jetzt aber immer zwischen London und Cornwell. Ist Cornwell für Dich der Weg raus aus der Schnelligkeit rein in ein Umfeld der Inspiration?

N: Natürlich. In London kann man unheimlich produktiv sein. Die Stadt macht einen aber auch krank und kann Dich total einnehmen. Es ist also wichtig diesem Umfeld auch mal zu entfliehen. In Cornwell leben meine Freundin Nina und eine Menge Freunde. Es ist also immer wieder wunderbar zurückzukehren. Dazu kommt, dass Cornwell, mit all den Klippen, der Menschen und der See auch ein sehr inspirierender Platz ist. Diese Weite und die viele Zeit, die man auf dem Land hat, geben mir daher viel Platz zum Schreiben von Songs.

 

SOML: Du kennst dein Bandmitglied Will bereits seit mehr als zehn Jahren, hast Kitty über Facebook gefunden. Wie kam Nina in die Band und ist sie die Stimme auf ‚Echo‘?

N: Jepp, das ist Nina auf dem Track. Sie hat so eine Hammerstimme und singt im Haus immer Paul Simon Lieder. So sind wir auf die Idee mit den zwei Stimmen auf ‚Echo‘ gekommen. Und ich liebe es!

 

SOML: Eure Musik klingt sehr groß aber auch melancholisch. Wie kommt es dazu und woher beziehst Du die Inspiration für die Texte und den Sound?

N: Ich schreibe alle meine Lieder schon von jeher akustisch mit der Absicht sie dann größer und epischer klingen zu lassen. Nur habe ich das lange Zeit nicht hinbekommen, was mich frustrierte. Doch mit der Band ist dies alles nun möglich. Ich liebe es Songtexte zu schreiben und bin immer wieder überrascht wie sie nur so aus mir heraussprudeln. In meinem Telefon sind hunderte kleiner Notizen und Textschnipsel gespeichert, die mir in den Sinn kamen, als ich in Cornwell auf die See schaute und die Klippen auf mich wirken lies. Man bekommt dort einfach den Kopf frei zum Schreiben, und so landet alles immer erst einmal in meinem Telefon.

 

SOML: Was für einen Einfluss üben da Deine Bandfavoriten wie Bon Iver oder Junip auf Dich aus?

N: Bon Iver’s Lieder sind wahnsinnig gut darin Dich immer wieder zu diesem einen Punkt zu bringen. Seine Stimme ist einfach verrückt und die kineastische Instrumentierung so groß ohne wirklich überladen zu klingen. Eine gute Freundin war mal auf einem Konzert von Bon Iver und berichtete von weinenden Fans, die durch seine Musik zu Tränen gerührt waren und ihren Emotionen freien Lauf ließen. Das hatte mich damals so sehr beeindruckt. Denn das ist doch der eigentliche Sinn von Musik – Emotionen rauszulassen, die man vorher nicht spürte und auch eben mal nicht diesem ganzen materiellem Müll zu folgen. Ich bin auch ein großer Fan von José [José González, Junip-Mitbegründer] und seinem Musikprojekt Junip. Die Texte sind so gut und Lieder wie ‚Rope‘ oder ‚Summit‘ einfach nur irre.

 

SOML: Apropros andere Bands. Wie kam es zu dem Cover ‚Set The Fire To The Third Bar‘ von Snow Patrol? Konntet Ihr ihn Euch aussuchen und wenn ja, warum dieser Song?

N: Wir hatten die Ehre für Daisy Digital und das CoppaFeel’s Christmas Album neben Künstlern wie Newton Faulkner, Rae Morris und Lucy Rose einen Song aufnehmen zu dürfen. Wir hatten uns für den Song von Snow Patrol entschieden da er ein absoluter Juwel ist und einer meiner Lieblingssongs darüberhinaus. Kitty und ich hatten damals den Song eingesungen, was wunderbar funktionierte. Dann fügten wir noch kleine Verzögerungen ein und Max’s Gitarrenspiel und fertig war die nach-einem-‚Nathan Ball Song‘-klingende-Coverversion.

 

SOML: Welche Songs anderer Bands hört Ihr im Tourbus oder um mal eine Pause während der Aufnahmen einzulegen?

N: Was immer geht sind die Alben von The War On Drugs, Foals, Daughter and Matthew and the Atlas. Natürlich darf auch Van Morrisson nicht fehlen. Letztens fand ich eine alte Vinyl von Simon & Garfunkel auf der ‚The Boxer‘ drauf ist. Die läuft gerade bei mir in einer Endlosschleife.

 

SOML: Am 24. November habt Ihr die EP ‚Echo‘ veröffentlicht die drei Songs enthält. Wie kam es zu dem Song ‚Echo‘, dem Sound und der Idee des Frauenparts?

N: Es scheint, als würde sie ganz gut angenommen werden. Die Musikseite The Line of Best Fit wählte ‚Echo‘ zum Song des Tages, was wirklich total krass für uns war. Will produzierte den Song und wir arbeiteten einige Tage an ‚Echo‘ in seinem Studio. Es war also wunderbar zu sehen, dass die Leute endlich etwas von uns zurückbekamen, sind sie doch stets so gut zu uns. Hoffentlich gefällt ihnen der Song!

SOML: Nathan, Du postest viele Bilder von der Küste, von Klippen und vom Wasser – der rauen See. Ich selber fahre, wenn ich nach Irland fliege, immer wieder auf die Insel Achille Island an den Strand Keem Bay und steige auf die Berge und Klippen die dort 200 bis 650 Meter hoch sind. Dieser Blick löst einen völlig von der heutigen Welt. Wie wirkt sich die See und das raue Land auf Dich aus?

N: Du hast es auf den Punkt gebracht. Es ist das Fliehen aus der hektischen Welt, die Dich völlig ohne Grund verrückt macht. Das Gefühl der totalen Überwältigung wenn man in der Natur und auf den Klippen steht und auf die stürmische See blickt. Das ist es was ich liebe. Dieses Gefühl, dass man dort bekommt, kann man nicht steuern, es überkommt einen einfach und das ist wahnsinnig inspirierend. Es ist so einfach in London von unwichtigen Dingen abgelenkt zu werden aber wenn Du an das Meer fährst, spürst Du mit jedem Meter wie eine Last von Dir abfällt. Ich fliege bald nach Frankreich um für unsere nächste EP ein Video mit einem guten Freund, Chris Nemes, aufzunehmen. Wir haben vor die raue See in dem Video festzuhalten und wollen versuchen unseren Fans das Gefühl zu übermitteln, das als Inspiration für unsere Lieder dient.

 

SOML: Ihr seid 2014 auf unzähligen Festivals aufgetreten und habt mindestens ebenso viele Konzerte gegeben. Das ‚Barn On The Farm Festival‘ hatte neben Euch 2014 auch Acts wie Hozier, Luke Sital-Singh, Dan Croll, James Bay und Catfish & The Bottleman im Line-Up. All diese Bands und Künstler haben in den letzten Monaten ihren Durchbruch geschafft. Wie sieht bei Euch die Zukunft aus?

N: Barn on the Farm ist ein so grandioses Festival, der Veranstalter Josh Sanger ist eine absolute Legende. Barn on the Farm hat in den letzten Jahren ein so fabelhaftes Line-Up gehabt, da ist es eine Ehre mit Acts wie Hozier, und James Bay auf einem Plakat zu stehen. Wir stehen noch ganz am Anfang und finden uns gerade was unsere Livequalitäten angeht. Wir fiebern also schon sehnsüchtig der Festivalsaison 2015 entgegen, wo wir unseren Sound präsentieren können. Wie bereits erwähnt sind Will und ich gerade wieder im Studio um an unserer nächsten EP zu arbeiten, welche im April erscheinen soll. Wir spielen in ein paar Tagen (am 17. Februar) auch noch eine Show im Ronnie Scott und am 8. April im Sebright Arms die beide in London sind und dann geht es auch noch auf eine Alpentour. Du siehst, es wird in den nächsten Wochen also einige Termine geben und wir werden viel Spaß haben.

 

SOML: Wie kam es dazu, dass Ihr als Support-Act von Alt-J und Gabrielle Aplin auftreten durftet?

N: An der Uni in Exeter, auf die ich ging, organisiert eine gute Freundin immer Musiknächste. Eine der Bands waren Alt-J, kurz bevor sie mit dem Song ‚Tesselate‘ durch die Decke gingen. So fragte mich meine Freundin damals, ob ich Lust hätte als Supportact von Alt-J zu spielen. Das war so surreal, da standen die Jungs und spielten vor 180 Leuten und kurz danach entdeckte sie ganz Großbritannien und sie veröffentlichten ihr fantastisches Album. Bei Gabrielle Aplin war es so, dass mich die Modemarke Jack Wills für einen Auftritt gebucht hatte auf dem auch Gabrielle sowie Emily and the Woods und Frank Hamilton auftraten. Das war ein Spaß!

 

SOML: Ich habe in einem Studentenmagazin gelesen, dass Du deutschen Techno magst. Wenn das wahr ist, kannst Du uns ein paar DJ’s und Namen Deiner Favoriten sagen?

N: Oh ja! Ich liebe deutschen Techno. Speziell die Acts vom Plattenlabel Innervisions wie die Berliner DJ‘s Âme, Dixon oder Henrik Schwarz sind einfach fantastisch. Ihre Sets sind so ausgeklügelt und schwanken immer zwischen melancholischen und euphorischen Momenten. Ich versuche mir daraus Inspiration für meine eigene Arbeit zu ziehen.

 

SOML: Weißt Du um Deinen musizierenden Zwilling Nathan Ball aus Wookey Hole und wie oft hörst Du von Leuten, dass sie auf der Homepage des anderen Nathan gelandet sind?

N: Pah! Klar, das ist aber auch ganz schön nervig. Wir haben das erst vor kurzem mitbekommen und auch, dass Fans wohl oft irritiert sind, wenn sie auf der falschen Homepage landen. Ich habe allerdings auch schon das ein oder andere Mal, bei einem Interview, vom Reporter Fragen gestellt bekommen, die gar nichts mit mir zu tun hatten, da der Reporter sich vorab Informationen von der Homepage des falschen Nathan Balls geholt hat. Das ist dann immer sehr amüsant. Aber hey, er scheint ein netter Kerl zu sein. Doch ich hoffe, dass es nicht für all zu viele Probleme sorgen wird.

 

SOML: Sind 2015 Shows in Europa und Deutschland geplant?

N: Natürlich! Wie schon erwähnt werden wir Ende März unsere Alpentour in Morzine starten. Es gibt auch schon Gespräche mit Veranstaltern in Deutschland und Paris. Hier würden wir natürlich sehr gerne live spielen. Also drückt uns die Daumen, wenn es klappt sehen wir uns vielleicht schon im April.

 

SOML: Gibt es schon konkrete Pläne für ein Album und wenn ja, wann wollt ihr es veröffentlichen?

N: Natürlich gibt es Pläne für ein Album, doch arbeiten wir aktuell nicht konkret daran. Wir gehen das langsam an und schreiben gerade Songs ohne uns selbst unter Druck zu setzen. Das genieße ich gerade und momentan sieht es wohl danach aus, dass wir erst einmal ein paar EP’s veröffentlichen werden bevor es soweit ist an einem Album zu arbeiten.

Nathan Balls EP ‚Echo‘ ist hier zu finden

iTunes: Nathan Ball – Echo EP
Amazon: Nathan Ball – Echo EP
http://nathanballmusic.com/

Nathan Ball – Interview (EN)

A couple of days ago I announced a premiere. Now you can see what did happen. I did an interview with British newcomer Nathan Ball.
In early January I posted the alternative/folk song Echo of Nathan Ball. Now I got an interview with him and I’m proud to screen that on my blog. So have fun and enjoy the interview of a fantastic new artist.

 

 

Soundtrack-Of-My-Life: First of all cheers for sharing my blog post about Echo on www.soundtrack-of-my-life.com on your Facebook page.

Nathan: Hey! No worries at all! I’m glad you’re enjoying the tracks!

 

 

SOML: You are very relaxed about giving interviews for smaller blog sites like the french Blogger Lydie’s Crush On TV or my blog. What do you think is the efficiency about smaller interviews for  blogs and large ones for well-known magazines?

N: Yeh! I always enjoy reading interviews of my favourite artists on smaller blogs and discover some amazing new artists from them, so I find them really enjoyable to do. Obviously the bigger magazines have big followings, but I like the idea that the smaller blogs such as yourself have discovered us before them!

 

 

SOML: Your are born in Buckinghamshire, north of London but shuttling between London and Cornwall now. Is Cornwall the way out of the rush of London into a surrounding of inspiration for you?

N: Yeh for sure! London is amazingly productive but it’s manic as hell and can really get to you, so it’s definitely important to escape. My girlfriend Nina and a lot of best mates live in Cornwall so it’s always amazing to get down there. It’s also the most inspiring place ever; the sea, the cliffs, the people, it’s got everything. You’ve always got time and space down there to write songs.

 

 

SOML: You’ve known Will and Max for years, and Kitty came about after a Facebook post. How about Nina and is she singing the female part of ‚Echo‘?

N: Yeh that’s Nina on the track! She is always singing Paul Simon songs around the house and has got a killer voice on her, so we thought it would be fun to have 2 seperate verses and her singing on the second one. I think it works pretty nicely so hopefully it’s worked out!

 

 

SOML: Your music is very epic and melancholic. How does this happen and how do you relate the inspiration for the lyrics and the sound?

N: I’ve always written the songs acoustically with the mind to making them much bigger and more epic, but have been frustrated that I wasn’t getting the big sound I was after and that I felt the songs deserved, so the band have been amazing with that. I love writing the lyrics, I always find that so interesting, and it’s amazing where they’ll suddenly spring up from. I’ve got hundreds of notes on my phone from where I’ll just be standing looking at the sea and feel in the right headspace to write the lyrics, so I just write them on my phone.

 

 

SOML: How do the bands you like such as Bon Iver and Junip influence you?

N: I find Bon Iver’s tracks incredible, in that they can transport you to the same place every time you listen. Justin’s voice is insane, and the cinematic instrumentation is massive but not too overpowering. A great friend of mine went to see them in Leeds and she said loads of people were in tears because it was so emotional and beautiful, and I got a kick from that, because it’s stripping back the music to what it’s really about, the pure emotion and being in that place at that time, and not worrying about the corporate rubbish. I’ve always been a fan of José, so the Junip side project was mega, his vocals are awesome, and the band on tracks like Rope & Summit are rad.

 

 

SOML: How did the cover of Snow Patrols ‚Set Fire To The Third Bar come about?‘ And if you could choose the song why this?

N: We were honoured to be asked to play a song for Daisy Digital and CoppaFeel’s Christmas album alongside some amazing artists like Lucy Rose, Rae Morris and Newton Faulkner, so we decided to play a cover as I never really play covers. That track is an absolute gem and is an old favourite of mine, and the duet with the female vocals works really nicely with Kitty, so we decided to play that and make it a bit more ‚Nathan Ball sounding‘, so we had a play with the delay pedals and Max’s guitar riffs and got to the sound we were after.

 

 

SOML: What other bands are you listening to as a break during the recording process?

N: The War On Drugs album is timeless, it’s unreal! Also Foals, Daughter, Matthew and the Atlas, always Van Morrisson and I found an old Simon & Garfunkel vinyl with ‚The Boxer‘ on so that’s on repeat!

 

 

SOML: On November 24th, 2014 you released your debut EP ‚Echo‘ How was the response to the release of your EP?

N: Yeh it’s seems to have gone down really well. The Line of Best Fit premiered it as track of the day, so that was pretty nuts for our first release! Will produced the whole thing and we spent a lot of days together in his studio honing in the sound, so it was awesome to finally get something out there that people could listen to, especially as all the fans have been so amazing to us. Hopefully they’re all enjoying it!

 

 

SOML: Nathan you’re posting lots of pictures about the Coast, cliffs and the sea – the rough sea. I’m always venturing over to Ireland, especially to a place called Achille Island. There is a small deserted beach called Keem Bay. There I walk up the mountains and cliffs which are 200 –  650 meters high. The view and feelings I get there pulling me totally apart from the world today. What does the rough sea and landscape give you?

N: That’s exactly it, it’s the escape from all the hectic things going on that get you pretty wired up for no reason. I love the feeling of being completely overwhelmed by nature, by massive cliffs and stormy seas, that raw emotion is something we have no control over and it’s amazing to experience that and is hugely inspiring. It’s easy when I’m back in London to get rattled by stupid things, but when you get down to the sea you feel a weight off your shoulders. I’m heading over to France to make a video for the next EP with an amazing friend of mine called Chris Nemes from Zen Filmworks and we’re hoping to catch that raw emotion for the video and put across to people where that inspiration for the songs comes from.

 

 

SOML: In 2014 you guys played countless festivals and many concerts. You played at the ‚Barn On The Farm Festival‘ among Hozier, Luke Sital-Singh, Dan Croll, James Bay and Catfish & The Bottleman. All these bands and artists have made their breakthrough in recent months. What are your next steps?

N: Barn on the Farm is the most amazing festival, Josh Sanger who runs it is an absolute legend. The line ups are always so impressive and it was amazing to be on the same bill as people like Hozier and James Bay. It’s still pretty early days for us, and we’re just honing in the live sound at the moment, so we’re really excited to take that on the road this festival season. I’m back in the studio with Will as we speak and we’re getting the next EP ready for release in April. We’re playing a show at Ronnie Scott’s on 17th February and The Sebright Arms on 8th April, as well as an Alps tour, so a lot of fun on the way.

 

 

SOML: How did you end up supporting Alt-J and Gabrielle Aplin?

N: A great friend of mine, Becca was running a live music night in Exeter where I was at Uni and she booked Alt-J just as Tesselate was lurking around, and she asked me to support them. They were unreal and played to a crowd of about 180 people. Shortly after they blew up and their debut album was unreal! Gabrielle Aplin I was actually playing a show for a brand called Jack Wills and they booked me with her, Emily and the Woods and Frank Hamilton, so that was a lot of fun and an awesome line up to be a part of.

 

 

SOML: I read on a student magazine that you Nathan like German techno music? Is that true and could you give me some of your favourite DJ’s or artists?

N: Yeh man I love it! Anything that Innervisions releases really! Dixon, Âme and Henrik Schwarz are amazing. Their sets are always amazingly well thought out, and often pretty melancholic combined with euphoric moments, so that’s what I try to take from them and adapt to my own style of music. I saw Ame with Max a few years back in Bristol and we were blown away.

 

 

SOML: Do you know about the music-playing twin with the name Nathan Ball from Wookey Hole and how often can you hear the people saying that they entered the website of the wrong Nathan?

N: Ha! Yeh that’s pretty annoying. We only discovered it fairly recently and it seems to be causing a bit of confusion with websites etc. I do occasionally get asked the odd question in interviews where the interviewer has obviously looked for background stuff on me on his website so that’s pretty funny. But yeh he seems like a nice guy so hopefully it won’t cause too many problems!

 

 

SOML: Are you planning to come over to mainland Europe and Germany for some gigs in 2015?

N: We are! Finally! We’re heading on an Alps tour in Morzine at the end of March and have also been in talks with some people in Germany and Paris to hopefully do a few shows out there in April, so fingers crossed for a Europe Tour.

 

 

SOML: And are there any plans for an album and a timeline for a release?

N: There certainly are plans for an album at some point, but we’re in no real rush at the moment. We’re just taking our time and writing the songs without any pressure which I’m really enjoying at the moment. I think we’ll release a few more EP’s and then release the album when the time feels right!

 

Nathan Balls EP ‚Echo‘ you can buy via:

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