Fickle Friends – Leben den Moment

Es ist erst ein halbes Jahr her, das die südenglische Band Fickle Friends ihr Debütalbum You Are Someone Else veröffentlichte. SOML begleitet die Fickle Friends bereits seit nunmehr über vier Jahren und hat mit einem Interview im Frühjahr 2015 deren Entstehungsphase festgehalten. Nun haben die Brightoner mit Palmeira Music ihr eigenes Plattenlabel gestartet, auf dem sie ihre neue EP Broken Sleep am 9. November veröffentlichen werden. Darauf enthalten ist die nun veröffentlichte Single The Moment. Diese hält genau das Gefühl fest, welches die Band bei ihrer aufregenden US-Tour erlebt hatte. Mit Konzerten in 9 US-Städten und einem Tag frei in Las Vegas, haben die fünf Briten ein Musikvideo aufgenommen, welches exakt das widerspiegelt, was die Band seit Monaten erlebt – den Moment genießen, und darüber hinaus auch noch darüber schreiben. Damit ist The Moment wieder in typischer Fickle Friends Manier geschrieben und klingt nach klebrig, süßen 80er-Jahre Pop. Fickle Friends zeigen so, einmal mehr, dass sie wissen, wie ein perfekter Pop-Song klingen muss und verbinden dabei ganz nebenbei noch ihre Erlebnisse der letzten Monate.

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The Kooks – Der Sound der ersten Stunde

Lange war er weg, der typische Indiesound der Brightoner Band The Kooks. Hingen die Fans doch an Songs wie Sofa SongNaïveShe Moves In Her Own Way oder Ooh La und tanzten dazu ganze Nächte durch. War die Veränderung des zweiten Albums Konk noch moderat, fielen vor allem die Alben Junk Of The Heart und Listen durch. Nach ihrem 2017er The Best Of… So Far läuteten die Vier nun mit ihrem kommenden, fünften Studioalbum Let’s Go Sunshine eine Wende ein und besinnen sich auf den Sound ihrer ersten Stunden. Bereits auf der Single All The Time konnte man diese Wendung deutlich heraushören. Mit ihrer nun veröffentlichten Single Four Leaf Clover sind sie endgültig zurück und lassen die Tanzschuhe zappeln. Mit schnellem Gesang Luke Pritchards und zitternden Gitarren klingt Four Leaf Clover so frisch, wie einst vor 13 Jahren, als die rotzfrechen Jungs noch mit provozierenden Äußerungen die Indiewelt eroberten. Dass eine Band nach 13 Jahren so frisch und wach klingt, ist keine Selbstverständlichkeit und zeigt, dass sich die Band mit sich selber auseinandergesetzt hat und – im Falle der Kooks – nicht davor zurückschreckt, sich zu wiederholen.

Zukunftsmusik 2017

Es sind nur noch wenige Tage des Jahres 2016 übrig. Viele veröffentlichen jetzt ihre Jahresrückblicke. Doch was ist mit einer Vorschau?

Sie sind in den letzten Monaten immer wieder mit Veröffentlichungen aufgefallen, haben allerdings den ganz großen Sprung noch nicht geschafft. Hier findet Ihr die heißesten Anwärter, denen 2017 der ganz große Durchbruch gelingen könnte.

Stimme am Ende des Artikels mit ab! Wer ist Dein Favorit 2017?

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Kideko & George Kwali feat. Nadia Rose & Sweetie Irie – Woah!!!

Kideko & George Kwali feat. Nadia Rose & Sweetie Irie - Crank It (Woah!)

Kideko & George Kwali feat. Nadia Rose & Sweetie Irie – Crank It (Woah!)

Was für eine Interpretenriege! Wenn man von vorne beginnt, muss man das Produzentenduo Kideko & George Kwali als erstes vorstellen. Kideko ist ein britischer DJ und Produzent aus Brighton und hat unter anderem einen Remix für den Nummer 1 Hit von Imany Don’t Be So Shy gemacht. George Kwali – ebenfalls aus Brighton hat noch nicht so viel an Material vorzuweisen, dafür aber maßgeblich zu Crank It (Woah!) beigetragen. Beide kommen aktuell noch auf eine recht überschaubare Zahl an Facebook Likes. Für ihren Monsterhit Crank It (Woah!) hat sich das Duo nicht nur die 25 jährige Rapperin Nadia Rose, die in den letzten 12 Monaten mit Songs wie Station und Boom für Furore in der britischen Rapszene gesorgt hat, mit ins Boot geholt, sondern auch Sweetie Irie. Der Reggae-Sänger hat bereits mit den Gorillaz, No Doubt und Ms. Dynamite zusammengearbeitet. Viele Köche verderben den Brei heißt es oftmals. Doch im Falle von Crank It (Woah!) ist es gerade diese Vielzahl von Einflüssen die den Song so interessant machen. Ist er doch vollgepackt mit derben Beats á lá 212 von Azealia Banks und zeigt eine Dynamik, die zum absoluten Ausrasten animiert. Nadia Rose‘ und Sweetie Iries Rap-Parts bringen dem Song nur noch mehr Energie und lassen die Wände beben. Crank It (Woah!) ist ein Song, der das Potential hat über die nächsten Jahre zu einer der meist gewünschten Songs in den Clubs weltweit zu werden.

Folly Rae – Smoother Sound aus Großbritannien

Folly Rae - U

Folly Rae – U

In Hemel Hampstead, nordwestlich von England aufgewachsen, hatte Rachel Virtue alias Folly Rae als professionelle Tänzerin begonnen, ehe sie zur Musik kam. Nachdem bereits 2014 einige ihrer Songs die Aufmerksamkeit von BBC Radio 1-Verantwortlichen geweckt hatten, nahm sie an der BBC-Reihe BBC-Introducing und dem SXSW teil, welches als Showcase Festival für die kommende Festivalsaison dient. Nach verschiedenen Kollaborationen wie mit Koven (London), Ambassadeurs (Brighton) und Tom Swoon (Polen) war Folly Rae bisher hauptsächlich im Elektro unterwegs. Als Featuring-Act von diversen Dance und Drum & Bass Tracks hat sich die Britin nun für einen modernen R&B-Sound entschieden. Mit ihrer aktuellen Single U zeigt Folly Rae mit einem dumpfen Beat, düsteren Klängen und einer männlicher Stimme, die ihr wie ein Schatten durch den Refrein folgt, dass ihre Stimme nicht nur zu elektronischer Musik passt. U ist hypnotisierend, schwer und legt die Messlatte gleich mit einem ihrer ersten Songs sehr hoch an.

Fickle Friends – Der Beat wird zur Marke

Fickle Frinds

Fickle Frinds

Zweieinhalb Jahre ist es jetzt her, dass Fickle Friends die Single ‚Swim‚ veröffentlichten. Damals noch als kleine Band aus Brighton kommend, kaum jemanden bekannt, entwickelte sich ‚Swim‘ auf Soundcloud schnell zu einem Hit. Ein Jahr später folgte die Single ‚Could Be Wrong‚. Nun sind sie wieder ein Jahr später mit ‚Cry Baby‘ zurück und präsentieren sich größer als je zuvor. So haben sie mittlerweile bei Polydor einen Vertrag unterschrieben und arbeiten aktuell an ihrem Debütalbum. Hier könnt Ihr in einem Interview mit Soundtrack-of-my-life.com lesen, wie sie im Frühjahr 2015 über ihre Zukunft dachten. Zurück zur aktuellen Single. Mit ‚Cry Baby‘ zeigen uns die Fickle Friends einmal mehr, dass die 80er keineswegs ausgelutscht sind. Schmeißt die Band doch geradezu mit Collegejacken und Synthiesounds um sich. Dabei ist ‚Cry Baby‘ ein so großer Ohrwurm, dass man sich auch nach den knapp 3 Minuten noch beim singen und tanzen erwischt. So wird das Album hoffentlich nicht mehr lange auf sich warten lassen. Denn 2016 könnte das Jahr der Fickle Friends werden.

Fickle Frinds - Cry Baby

Fickle Frinds – Cry Baby

Kytes – Die Indie-Sensation

 

Kytes – On The Run

Noch vor einigen Jahren belächelte man Bands, die einem als Indie-Sensation aus Deutschland vorgestellt wurden nur, war es doch fast schon unmöglich, dass guter Indiesound aus Deutschland kommen kann. Mittlerweile hat sich hier das Blatt stark gewendet. Sind doch Bands wie Kraftklub, RAZZ oder die Österreicher von Wanda ein Paradebeispiel für den neuen Indiesound fernab der britischen Insel – war es doch gerade Großbritannien, das diesen Sound in den 2000ern geprägt hatte. Nun also München, denn da kommen Kytes her und machen Indie, der nur so vor Spielwut strotzt. ‚On The Run‘ heißt ihre aktuelle Single und ist mit einem eingängigen Refrain, satten Gitarren und der Stimme von Michael Spieler unüberhörbar auf das Ausrasten ausgelegt. Sie selbst beschreiben ihre Musik in Farben und zeigen dies gerade wunderbar in ihrem, in Brighton gedrehten, Musikvideo zu ‚On The Run‘. Sollte dies alles so durchdacht und geplant sein, wie es im Netz zu lesen ist, dann sollte diese Band noch sehr viel mehr planen, denn scheinbar können sie dies unglaublich gut – nimmt man ‚On The Run‘ als Beispiel.

Die Fickle Friends aus Brighton

Diese junge Band aus Brighton/UK steht gerade ganz am Anfang und doch haben sie schon Songs die besser produziert und geschrieben sie nicht sein könnten. Die hohe Stimme von Frontfrau Natassja Shine scheint auch im wahrsten Sinne des Nachnamens und gibt dem Song eine gewisse Leichtigkeit. Im Netzt gibt es zwar noch nicht viel von ihnen zu lesen, doch bin ich mir sicher, dass sie sehr bald auf den großen Tanzflächen gefeiert werden.