Sault - Let Me Go

Sault – Das Mysterium um eine Band

Es ist diese große soulige Stimme, welche die Band Sault gerade hypen lässt. Doch wer sich hinter diesem Pseudonym versteckt, ist bisher nicht ganz klar. Einige Seiten vermuten, dass der britische Produzent und Songwriter Dean Josiah, der auch unter dem Namen Inflo Remixe macht, ein Teil der Band Sault ist. Dieser hat vor allem Songs für Michael Kiwanuka, The Kooks und Jungle produziert und mit Little Simz, The S.L.P. und Tom Odell zusammengearbeitet. Hinter der Stimme wird die Rapperin Melisa Young – alias Kid Sister – vermutet, die vor allem durch ihre Kollaborationen mit Kanye West bekannt wurde. Doch wäre solch soulig, funkige Musik, wie auf der aktuellen Single Let Me Go eine dermaßen große musikalische Veränderung zu dem bisherigen Sound der aus Chicago kommenden Musikerin, dass man dies fast nicht glauben kann. Für Josiah wiederum klingt das ganze dem des Sounds der britischen Band Jungle schon sehr ähnlich und lässt die Vermutung daher recht plausibel erscheinen. Mit dem Debüt 5 ist bereits im Mai dieses Jahres ein ambitioniertes Album erschienen, welches durch Afrobeats, Soul, Funk und Elektro klingt, wie aus einer Parallelwelt. Sault sind so, gerade auch durch Let Me Go, zu einem regelrechten Phänomen gewachsen, welches es weiterhin gilt, zu entdecken.

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The Best Of 2019 Vol. 09

The Best Of 2019 Vol.: 09

01. Bonobo – Linked

02. JEREMIAS – Sommer

03. Møme – Club Sandwich

04. Otha – I’m On Top

05. The Asteroids Galaxy Tour – Dynamite

06. Michael Kiwanuka & Tom Misch – Money

07. Editors – Frankenstein

08. Heather Nova – Just Kids

09. FISHER – You Little Beauty

10. Dominic Fike – 3 Nights

11. Blanks – Let’s Get Lost

12. Iris Gold – A Lot To Give

13. Eau Rouge – Fear

14. Caravan Palace – Plume

15. SYML – Break Free

16. Boulevard Dea Airs feat. Vianney – Allez Reste

17. James Arthur – Falling Like The Stars

18. Billie Marten – She Dances

19. Amber Run – Affection

20. DJ Tomcraft – Loneliness (Happiness)

21. KUMMER – 9010
Michael Kiwanuka & Tom Misch - Money

Michael Kiwanuka & Tom Misch – Plötzlich groovy

Michael Kiwanuka ist bisher eher durch seine soulige Stimme bekannt, die sich mal falsettartig hoch, mal dunkel und tief zeigt. Dabei nutzt Kiwanuka die Schreibweise des Indie und Folks und hat auf seinen beiden bisher veröffentlichten Alben stets abgeliefert. Nun hat sich Kiwanuka mit Tom Misch allerdings einen zweiten Singer/Songwriter geschnappt und zusammen den Song Money eingespielt. Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen. Denn rausgekommen ist ein Sound, der – geprägt von den 70er und 80er Jahren, in dem Disco eines der populärsten Genres war – Kiwanuka erfrischend selbstironisch zeigt und einen flotten Gute-Laune-Beat besitzt. Misch ist dabei für die Gitarre und den – ebenfalls – falsettartigen Gesang des Refrains zuständig. Beide ergänzen sich hierbei so wunderbar, dass man sich fast schon an dieses Duo gewöhnen könnte. Kam Kiwanukas letztes Album vor fast genau drei Jahren raus, wird mit Money die Gerüchteküche über ein baldiges, neues Album einmal mehr ordentlich angeheizt.

Karen O – die Stimme der 2000er ist zurück

Mit ihrer Band Yeah Yeah Yeahs hatte Karen O die 2000er mit ihrem aggressiven, Indie-Rock geprägt. Neben Gossip, Fall Out Boys und anderen, waren die Yeah Yeah Yeahs die lautesten und zogen eine ganz neue Bewegung – die der Indie-Rocker – hinter sich her. 2013 kam das bisher letzte Album Mosquito der Band raus, ein Jahr später folgte mit Crush Songs O’s Solo-Debüt. Nun kommt O mit einem Song für den Soundtrack eines KENZO Werbekurzfilms zurück und hat sich dafür den Briten Michael Kiwanuka dazugeholt. Dass Soundtracks nicht Neues für sie sind, zeigte O bereits 2009, als sie die Filmmusik des Fantasy-Dramas Where The Wild Things Are machte. Nun hat sie mit Kiwanuka ein romantisches aber auch melodramatisches Stück gemacht, dass – laut O’s eigener Aussage – an asiatische Melodramen erinnern soll. Und tatsächlich, wirkt diese Vorstellung sehr realistisch, betrachtet man den Kampagnenfilm KENZOs. Hier kommt es zu quietschbunten Szenen, bei denen Karen O brachial und laut ist, um nur kurze Momente später in einem lethargischen Traumzustand zu versinken. Yo! My Saint ist diese kunstvolle amerikanische Sängerin, die vor allem durch einen hohen Output an musikalischer Vielfalt stets überzeugt. Dabei klingt Kiwanuka, wie aus einem 70er Jahre Krimifilm, der in den Straßen New Yorks spielt und ganz viel Trenchcoat mit Stehkragen beinhaltet. Karen O lässt mit Yo! My Saint nach längerem wieder etwas von sich hören und wir liegen ihr zu Füßen.

The Best Of 2016 Vol.: 04

The Best Of 2016 Vol. 04

The Best Of 2016 Vol. 04

01. Drangsal – Allan Align

02. Michael Kiwanuka – Black Man In A White World

03. Brett – Claire Drained

04. Daughter – How

05. Hooverphonic – Badaboum

06. Nothing But Thieves – If I Get High

07. Barry Adamson – Claw And Wing

08. Michael Calfan – Breaking The Doors

09. Joy Oladokun – Shelter

10. Edward Sharpe & The Magnetic Zeros – No Love Like Yours

11. Lena – Beat To My Melody (Madizin Mix)

12. Eliza And The Bear – Friends

13. Brolin – Swim Deep

14. HÆLOS – Separate Lives

15. Little Green Cars – The Song They Play Every Night

16. Kaleo – All The Preety Girls

17. FKA twigs – Good To Love

18. Little Hours – It’s Still Love

19. On An On – Drifting

20. DJ Snake feat. Bipolar Sunshine – Middle

21. Tom Odell – Wrong Crowd

Red Hot Chili Peppers – Fünf Jahre der Veränderung

Red Hot Chili Peppers - Dark Necessities

Red Hot Chili Peppers – Dark Necessities

Sie sind eine der letzten großen Rockbands, die es seit mehr als 30 Jahren schaffen im Musikbusiness zu bestehen und stetig abzuliefern. Bereits 1983 gegründet, sollte es acht Jahre dauern, bis zu ihrem internationalen Durchbruch mit der Single ‚Under The Bridge‘. Doch war diese Single nicht nur ein kommerzieller Erfolg, sondern bedeutete aus künstlerischer Sicht der Durchbruch. So konnten sie sich von da an Duettpartner und Produzenten aussuchen. Mit Rick Rubin, gingen sie schließlich eine 20 jährige Zusammenarbeit ein und veröffentlichten ihre größten Alben wie ‚Californication‘, ‚By The Way‘, ‚Stadium Arcadium‘ und ‚I’m With You‘.
Doch nun wurde es Zeit für eine Veränderung. Wie die Band vor wenigen Tagen verkündete, wird im Juni ihr elftes Studioalbum ‚The Getaway‘ veröffentlicht, das nunmehr von Danger Mouse produziert wurde. Der amerikanische Produzent war in der Vergangenheit für Hitalbum von U2, The Black Keys, Michael Kiwanuka, Norah Jones & Beck verantwortlich. Wurde er 18 mal für den Grammy nominiert, konnte er ihn bereits fünf mal mit nach Hause nehmen. So ist Danger Mouse wahrlich eine feste Größe unter den internationalen Produzenten und haucht den Red Hot Chili Peppers neuen Wind ein. Dies kann man bereits jetzt auf der gerade veröffentlichten Single ‚Dark Necessities‘ hören. Beginnt der Song mit einem Solo von Flea setzt erst nach knapp 50 Sekunden Anthony Kiedis ein. ‚Dark Necessities‘ klingt deutlich frischer und sanfter, als zuletzt und bleibt dabei ein typischer Red Hot Chili Peppers Song. Dass die Band 33 Jahre nach ihrer Gründung noch so frisch klingt, ist wohl dem stetigen Drang nach Erneuerung zu verdanken. Auf ‚Dark Necessities‘ zeigen sie dies eindrucksvoll.

Michael Kiwanuka – Wenn Soul mit Pop verschmilzt

Michael Kiwanuka - Black Man In A White World

Michael Kiwanuka – Black Man In A White World

Ist es tatsächliche bereits vier Jahre her, dass uns der Brite Michael Kiwanuka mit seinem Debütalbum und seinem Song ‚Home Again‘ verzauberte? Seine soulig, warme Stimme und das Understatement, dass er damals verkörperte, sprach viele an.
Nun kommt er Ende Mai mit seinem Zweitling ‚Love And Hate‘ zurück und schenkt uns eine erste Singleauskopplung, die nochmal deutlich mehr Soul beinhaltet, als seine vorherigen Songs. Hier wird sowohl textlich als auch von der Produktion ein deutlicher Verweis zum Südstaaten Soul á lá Motown gesetzt. Da kommen Gospel und Rhythm’n’Blues zusammen und lassen Kiwanuka direkter klingen als noch zuletzt. So klingt ‚Black Man In A White World‘ fast schon wie ein Aufschrei eines, in die Einsamkeit verbannten, Ausnahmetalentes. Kiwanuka drängt und singt fast ein wenig aggressiv, doch niemals zurückweisend. ‚Black Man In A White World‘ ist ein perfekter Rundumschlag für all die, die Kiwanuka bereits kennen und schätzen und für all diejenigen, die ihn durch diesen Song erst kennenlernen werden.