Mumford & Sons - Blind Leading The Blind

Mumford & Sons – Lang gehegtes Geheimnis gelüftet

Mit Delta veröffentlichten Mumford & Sons 2018 ihr viertes Studioalbum und entfernten sich immer mehr vom Folksound der Anfangszeit. Nun haben die Londoner Jungs mit Blind Leading The Blind einen neuen Song veröffentlicht, den der Ein oder Andere auch schon auf den letzten Konzerten der Band gehört haben könnte. Denn Blind Leading The Blind schlummert bereits seit vier Jahren in der Schublade der Band. Einst für Delta geschrieben, reichte es letztlich nicht, um auf die Platte zu kommen. Doch verworfen haben ihn Marcus Mumford und der Rest der Band nie. So arbeiteten sie in den vergangenen Jahren immer wieder mal an dem Song und sind nun glücklich, ihn fertig zu haben und zu veröffentlichen. Auf Blind Leading The Blind erhält nun auch das Banjo wieder eine größere Bedeutung und zieht sich prominent durch den gesamten Song. Dabei kommen aber auch die neuen Sounds, die den Stadionsound auf Delta und dem 2015er Wilder Minds prägten, vor und sorgen für einen Energie, die für Mumford & Sons so typisch ist. Blind Leading The Blind ist das perfekte Bindeglied zwischen den von Folk geprägten Alben Sigh No More und Babel und dem Alternative- und Elektro-Rock Alben Wilder Mind und Delta und füllt eine Lücke, bei der wir vorher nicht wussten, dass es sie gibt, sie aber nun unsere Mumford & Sons Diskografie vervollständigt.

Coldplay – Dem Mainstream bewusst den Rücken gekehrt?!

Wenn man dies bei einer Popband wie Coldplay überhaupt behaupten kann, dann nach dem aktuellen Album Ghost Stories. Sind es doch weniger die großen Hymnen als vielmehr zurückhaltende teilweise experimentelle Songs, die das Album bestimmen. Und so war der geneigte Pop-Radio-Fan auch verdutzt, als die Vorabsingle Midnight veröffentlicht wurde. Besaß diese Single doch so gar keinen Stadionsound. Doch so ganz wollten die Jungs es dann wohl doch nicht sein lassen. Haben sie doch mit A Sky Full Of Stars einen, von Avicii produzierten, Song abgeliefert, der zumindest noch versöhnlich die Hörer streichelt, die solche opulenten Songs gewohnt sind. Die restlichen Songs allerdings, sind eher an den ersten beiden Alben Parachutes und A Rush Of Blood To The Head orientiert. Sie sind ruhig, klein und strahlen Sensibilität aus. Und genau diese Sensibilität weist die nunmehr vierte Singleauskopplung True Love auf, die mit Chris Martins sanfter und zugleich gewohnt hoher Stimme das Gefühl vermittelt, ein guter Freund erzähle eine Geschichte.