The Best Of 2020 Vol.: 08

The Best Of 2020 Vol.: 08

01. Pluko & Panama – Higher (zum Artikel)

02. Petit Biscuit feat. Shallou – I Leave Again (zum Artikel)

03. Diplo & SIDEPIECE – On My Mind (zum Artikel)

04. Klangkarussell feat. GIVVEN – Ghostkeeper (zum Artikel)

05. Surf Mesa feat. Emilee – ily (I Love You Baby) (zum Artikel)

06. Howling – Need You Now (zum Artikel)

07. Flight To Moonlight feat. Priz – Midnight (zum Artikel)

08. BRTHR – Speak Loud (When You Speak Love) (zum Artikel)

09. Flecks – Hold On (zum Artikel)

10. Asaf Avidan – Lost Horse (zum Artikel)

11. Bruckner – Für Immer Hier (zum Artikel)

12. Giant Rooks – What I Know Is All Quicksand (zum Artikel)

13. Helgen – Tschüss (zum Artikel)

14. Native – It’s Been A While (zum Artikel)

15. Nick Mulvey – Begin Again (zum Artikel)

16. Pohlmann – Glashaus (zum Artikel)

17. Schiller with Tricia McTeague – Playing With Madness 2020

18. Otha – One Of The Girls (zum Artikel)

19. Frey & Sway Gray feat. Felix Räuber – Wir Sind Nicht Allein (Allein Allein) (zum Artikel)
Giant Rooks - What I Know Is All Quicksand

Giant Rooks – Ein finaler Durchbruch mit Verzögerungen

Alles deutete auf den ganz großen Durchbruch hin. Mit ihren drei EPs The Times Are Bursting the Lines (2015), New Estate (2017) und Wild Stare (2019) hatte die Nordrhein-Westfälische Band Giant Rooks einen äußerst langen Anlauf zu ihrem Debütalbum genommen. Gibt es die Band bereits seit 2014 war ihr Output an neuer Musik bis zuletzt kontinuierlich hoch. Mit ihrer groß angelegten Headlinertour Rookery sollte es im April und Mai durch 15 europäische Länder gehen, darunter Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien. Ebenso groß war die Tour von Milky Chance in den USA für März und April geplant gewesen, bei dem die Jungs von Giant Rooks bei zwölf Konzert als Support mit dabei gewesen wären. Schaut man sich darüber hinaus an, dass die aus Hamm kommende Band es in Berlin geschafft hat, die Columbiahalle auszuverkaufen und sogar ein Zusatzkonzert am Folgetag einplanten, wird klar, die Band steht kurz davor, einen grandiosen Durchbruch zu feiern. Doch dann kam die Pandemie und stellte alles auf Eis. Nun haben die Giant Rooks mit What I Know Is All Quicksand eine neue Single veröffentlicht und beglücken uns dazu mit der Ankündigung ihres Debütalbums Rookery, das sie am 28. August veröffentlichen werden. Es sollte sich richtig anfühlen und einen Sound haben, bei dem wir sagen, jetzt ist es Zeit, für ein Debütalbum – beantwortet die Band die Frage, warum es sechs Jahre dauern musste, ehe wir ein erstes Album in den Händen halten können. Dabei bleibt ein wenig offen, welcher Sound genau der Richtige ist – denn mit ihrer neuesten Single What I Know Is All Quicksand arbeiten sich die fünf Jungs durch den bekannten Indie-Rock und zeigt dennoch, dass der große Stadionrock machbar ist. What I Know Is All Quicksand behält sich zurückhaltende Klaviermomente genauso vor, wie die schnellen Gitarren und einen – zum absoluten ausrasten – animierend frischen Vibe. Nach dem hymnenhaften Watershed gehen Giant Rooks mit What I Know Is All Quicksand den Weg zum Epos und lassen auf ein abwechslungsreiches erstes Album der jungen Indie-Rocker hoffen.

Provinz – Wenn pure Emotionen auf uns niederprasseln

Aktuell gibt es eine Reihe von jungen deutschen Bands, die außergewöhnliche und herausragende Musik machen. Diese trifft sich ob der unterschiedlichen Genres doch immer wieder durch gemeinsame Nenner. So ist es zum einen der Sound, der Bands wie RAZZ, Giant Rooks oder Lea Porcelain so anders und international klingen lassen. Zum Anderen sind es die Lyrics, die Bands wie Jeremias, AnnenMayKantereit und Provinz so deutlich hervorheben. Zählen AnnenMayKantereit hier schon fast zum alten Eisen, stehen Provinz noch komplett am Anfang. Umso erstaunlicher ist, dass die 2017 gegründete Band mit Frontsänger und Songwriter Vincent Waizenegger für Texte steht, die so durchdringend sind, dass man sich immer wieder, bis aufs Fleisch ertappt fühlt, genau diese Gefühle auch schon gehabt zu haben. Gleichzeitig ist es die rauchig, kratzige Stimme Waizeneggers, die ihm eine Reife gibt, die nach einem Mittvierzig-Jährigen klingt, der in einer Nacht im Alkoholrausch erkennt, dass es so nicht weitergehen kann. Dabei steht nicht die Unzulänglichkeit des Alkoholikers im Vordergrund, sondern ist der Wechsel von Resignation in die Motivation das Bemerkenswerte. Hierbei zieht Waizenegger musikalisch blank und stellt die eigene Zerbrechlichkeit hinter die Darstellung eines Gefühls, welches ein Jeder schon einmal gespürt hat. Provinz singen, wie auf Wenn die Party vorbei ist, von Selbstaufgabe, Unvernunft, dem Streben nach Glück und von Tiefpunkten im Leben und treffen damit mitten ins Herz. Auf ihrer nun veröffentlichten Doppelsingle Nur Freunde und Verlier Dich hat sich Waizenegger mit der Situation befasst, die ihm selbst einmal beschäftigte. Wenn aus einer langen – schon im Teenageralter zusammengewachsenen – Freundschaft auf einem Liebe wird, was ist es dann?! Kann man diesen Gefühlen trauen? Sollte man diesen Gefühlen trauen? Wenn ja, was wird dann aus der Freundschaft? Zumindest letztere Frage wird schließlich mit Verlier Dich beantwortet und zeigt, wie sich Waizenegger mit Hilfe seiner Freunde Abhilfe verschafft. Provinz bringen es auf den Punkt und singen – als Band, in der alle Mitglieder um die 20 Jahre alt sind – über Themen, die so nah an der Realität sind, dass wir und am Ende selber fragen müssen, wo wir jetzt mit unserem Gefühlswirrwarr stehen. Alle Songs werden auf ihrem, am 14. August erscheinenden, Debütalbum Wir Bauten Uns Amerika enthalten sein, welche sie uns im Mai und Juni auf Festivals und im September und Oktober bei ihren – bisher noch nicht abgesagten – Liveauftritte präsentieren werden.

Giant Rooks - Watershed

Giant Rooks – Sound im Wandel

Die Giant Rooks haben über die letzten Jahre eine beachtliche Größe erreicht. Ganz aus sich heraus gewachsen, haben die fünf aus Nordrhein-Westfalen kommenden Musiker es geschafft, binnen nur zwei Jahren – seit ihrer Gründung 2014 – zur Vorband von The Temper Trap oder Kraftklub zu werden und verkaufen mittlerweile sogar die Berliner Columbiahalle aus. Dabei war es sicher hilfreich, dass am 1. Dezember 2019 eine Tatort Folge mit gleich drei Songs der Band über 9 Millionen TV-Zuschauer fand und somit bei einer nicht zu unterschätzende Zuschauerzahl Interesse weckte. Doch auch fernab dieser Zuspiele sind die Giant Rooks ein absoluter Garant für großartigen Indie aus Deutschland und spielen sich live in alle Herzen. Denn ihre Aufrichtigkeit und Direktheit kommt an. So wirken sie dem Publikum immer nah, zeigen Spielwut und genießen jedes Konzert sichtlich. Nach den drei EP’s The Times Are Bursting the Lines (2015), New Estate (2017) und Wild Stare (2019) wird es Zeit für ein Debütalbum – und dieser Weg wird gerade geebnet. Denn, dass die Band nicht stehen bleibt, zeigten sie im Herbst 2019 mit der Veröffentlichung des Songs King Thinking – der erstmals einen anderen Ton anschlug. Jetzt sind sie mit Watershed zurück und überzeugen mit einem – schon ziemlich passenden – Stadionsound, der sich deutlich größer anhört, als ihre bisherigen Songs. Mit einem Klavierspiel, treibenden Beats und mehrstimmigen Gesang begeistern Giant Rooks vollends und ist dabei das Kratzige in der Stimme des Frontsängers Frederik Rabe zugunsten einer wärmeren Stimmlage gewichen. Watershed neigt dazu, ein neues Kapitel der Giant Rooks einzuläuten und dürfte gleichzeitig große Hoffnungen auf ein baldiges Debütalbum schüren. Gleichzeitig füllt die kommende Europatour, die im April und Mai 30 Städte anlaufen wird, den Namen Rookery der nicht passender für das Debütalbum sein könnte.

The Best Of 2020 Vol.: 02

The Best Of 2020 Vol.: 02

01. FILV & Edmofo feat. Emma Peters – Clandestina (zum Artikel)

02. Mura Masa feat. Georgia – Live Like We’re Dancing (zum Artikel)

03. Michael Kiwanuka – You Ain’t The Problem (Claptone Remix) (zum Artikel)

04. Lomboy – Like Me (Baillie JNR Remix) (zum Artikel)

05. Boris Brejcha feat. Ginger – Happinezz (zum Artikel)

06. Chela – Delivery (zum Artikel)

07. Giant Rooks – Watershed (zum Artikel)

08. Blossoms – The Keeper (zum Artikel)

09. Duke Dumont – Therapy (zum Artikel)

10. Das Ding Ausm Sumpf – Genau Du (zum Artikel)

11. Eminem – Darkness (zum Artikel)

12. Gengahr – Icarus (zum Artikel)

13. Blaue Blume – Vanilla (zum Artikel)

14. Jeremias – Schon Okay (zum Artikel)

15. Blanks – Sweaters (zum Artikel)

16. Kytes – Go Out (zum Artikel)

17. Lea Porcelain – Sink Into The Night (zum Artikel)

18. Meadows – Empty Windows (zum Artikel)

19. Millie Turner – January (zum Artikel)

20. Mountain Bird – Tears Won’t Get Me Anywhere (zum Artikel)

20. Chicago – Street Player (Dinks House Remix
The Best Of 2019 Vol.: 06

The Best Of 2019 Vol.: 06

01. Seeed – Ticket

02. Audien & Echosmith – Favorite Sound

03. Giant Rooks – 100 mg

04. Mark Ronson feat. Lykke Li – Late Night Feelings

05. Parov Stelar – Gringo

06. Moonlight Breakfast – Summer

07. Tycho – Easy

08. Bodi Bill – What If

09. Jeremias – Alles

10. Sticky Fingers – Sunsick Moon

11. SOMA – Don’t Believe Them

12. Maya Lavelle – Dancing With A Bottle

13. Das Moped – Wenn Du ehrlich bist

14. Juli – Fahrrad

15. Lizzo – Juice

16. HÆLOS – End Of World Party

17. Lupid – Lieb Mich Jetzt

18. Talisco – Closer

19. Badger – You Move

20. Christian Löffler feat. Mohna – Like Water

21. Dope Lemon – Hey You

22. Editors – Barricades (The Blanck Mass Session)
Giant Rooks - 100 mg

Giant Rooks – EP Nummer 3

Die Giant Rooks haben sich in den letzten drei Jahren kontinuierlich nach oben gearbeitet. Mit einer stetigen Veröffentlichung von neuen Songs und Konzerten, die immer mehr europäische Länder umfasste, haben es Frontsänger Frederik Rabe und seine Band geschafft, sich eine Fangemeinde aufzubauen, die mittlerweile eine beachtliche Zahl erreicht hat. So hat ihre – gerade mit einem Musikvideo versehene – neue Single 100 mg binnen drei Tage geschafft, was noch vor zwei Jahren mehrere Monate gedauert hätte – 65.000 Klicks zu erzielen. Dabei ist 100 mg die perfekte Weiterentwicklung des Giant-Rooks-Indiesounds, der sich bereits auf New EstateBright Lies oder Mia & Keira (Days To Come) zeigte und nun durch Wild Stare fortgeführt wird. Hier steht nicht die große Soundveränderung im Vordergrund, sondern viel mehr die Ausarbeitung der Stärken der Band. Diese liegen zweifellos in schnellen Gitarrensounds, aufregenden Schlagzeugen und der einprägsamen Stimme Rabes. Am vergangenen Freitag wurde daher nun mit der Wild Stare EP die dritte Extended Play veröffentlicht und bietet einmal mehr den großartigen Indiesound der Band für zu Hause. Mit 100 mg haben die Giant Rooks eine wunderbar große Nummer geschrieben, die an die Hochzeit Mando Diaos erinnert und den frischen Sound der 2019er grandios mit der Indiehochzeit Mitte der 2000er verknüpft. Wer jetzt aber denkt, dass man das alles schon mal gehört hat, sollte sich die EP anhören und sich der Energie der Band hingeben. Denn nichts steht mehr für Aufbruch, als der Sound des Quintetts aus Hamm in Nordrhein-Westfalen.

The Best Of 2018 Vol.: 10

01. Giant Rooks – Wild Stare

02. The 1975 – It’s Not Living (If It’s Not With You)

03. Wild Youth – Can’t Move On

04. Mark Ronson feat. Miley Cyrus – Nothing Breaks Like A Heart

05. Walking On Cars – Monster

06. Los Unidades & Pharrell Williams feat. Jozzy – E-Lo

07. RY X – YaYaYa

08. No King. No Crown – Smoke Signals

09. Foster The People – Worst Nites

10. Dean Lewis – Be Alright

11. Douwe Bob feat. Jacqueline Govaert – I Do

12. Weiss – Feel My Needs

13. Benny Blanco & Calvin Harris – I Found You

14. Grace Carter – Why Her Not Me

15. Shout Out Louds – Up the Hill

16. Dido – Hurricanes

17. Miya Folick – Thingamajig

18. Pierce Brothers – Back End Roads

19. The Good, The Bad & The Queen – Merrie Land

20. Bastien – Stay With Me

21. Saulius Prūsaitis – 39

Giant Rooks – Groß, Größer, Riesig

Ihr Output an neuer Musik ist atemberaubend. 2014 gegründet, veröffentlichte die Nordrhein-Westfälische Band Giant Rooks bereits ein Jahr später mit The Times Are Bursting the Lines EP die erste Musik. Wiederum nur knapp 13 Monate später folgte mit der New Estate EP der Durchbruch. Songs wie New EstateBright Lies und Mia & Keira (Days To Come) wurden über 2017 bis ins Jahr 2018 zu Publikums- und Kritikerlieblingen. Ist doch der kompromisslose Indie, den die Band um Frontsänger Frederik Rabe präsentiert, ein regelrechter Aufschrei nach guter und international klingender Musik dieses Genres. Stand das ablaufende Jahr 2018 ganz im Zeichen der großen Konzerte, mit einer ausverkauften Headlinertour durch die DACH-Region und Großbritannien, haben es die Jungs nicht ohne neue Musik zu veröffentlichen ausgehalten. Und so kommt kurz vor Torschluss 2018 mit Wild Stare tatsächlich die Überraschung. Ist die Single nicht nur abermals ein großartiges Ausrufezeichen, präsentieren sie uns für 2019 die nächste Tournee mit 22 Konzerten in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Belgien, den Niederlanden und Großbritannien. Steht das Quintett beim Berliner Musiklabel IRRSINN Tonträger – bei dem auch AnnenMayKantereit, Faber und die Leoniden beheimatet sind – unter Vertrag, dürfte es wohl nicht mehr lange dauern, bis wir das Debütalbum angekündigt bekommen. Mit Wild Stare haben Giant Rooks eine große Indie-Nummer produziert, die durch Rabes kratzig, markante Stimme und griffigen Gitarrenriffs so gut funktioniert, dass man sich nach dem nächsten Indie-Club umsehen und sofort auf die Tanzfläche springen möchte.

Kytes – Indiehit erster Klasse

Wenn schon die Briten aktuell keinen Indie mehr hervorbringen, tut sich in den letzten Jahren so einiges in Deutschland. Mit Razz, den Giant Rooks und Kytes auf der Überholspur, werden auch ihre Songs immer öfter von den Radiostationen gespielt. Dabei kommt letztere Band aus München und stellt nun mit Remedy die neueste Single der im Januar erscheinenden EP Frisbee vor. Hierauf klingen Kytes so unfassbar locker und haben mit dem zugehörigen Musikvideo eine amüsante Indoor-Sommeratmosphäre geschaffen. Mit digitalem Pool, Bildeinstellungen irgendwo zwischen – von amerikanischen Hip-Hop Videos inspirierten – Nahaufnahmen Eis essender Badenixen und weiteren weirden Aktionen begeistern Kytes nicht nur durch das Video, sondern natürlich auch mit einem satten Indieohrwurm. Mit groovigen Gitarrenriffs und einer eingängigen Beatfolge ist Remedy ein absoluter Hit und lässt Michael Spieler, Timothy Lush, Kerim Öke und Thomas Sedlacek – alias Kytes – ins Rampenlicht der deutschen Indieszene treten. Die nächste Indiedisco-Nacht kann also kommen!