KIAN – Der geborene Musiker

Wer bereits mit zwei Jahren durch die abgelegenen Gebiete der Aborigines reist und mit seinen Eltern dort Musik spielt, kann völlig zu Recht als geborener Musiker gezählt werden. Denn die Musik wurde dem australischen Sänger Kian Maxwell Bytyci Brownfield, kurz KIAN, bereits durch seine Eltern in die Wiege gelegt. Mit sieben Jahren bekam er seine erste Gitarre und mit 12 folgte dan die E-Gitarre, seitdem geht es mit dem 16-jährigen Sänger steil bergauf und traf er durch Musikprojekte wie einem Aborigine Hip-Hop Projekt Künstler wie Baker Boy, mit dem er zusammen die Single Cloud 9 veröffentlichte. Von seinem Song Waiting überzeugt, reichte KIAN den Track beim australischen Talentwettbewerb Triple J Unearthed – der australischen Radiostation Triple J – ein und wartete auf das Feedback. Dieses folgte Wochen später, indem der Radiosender einen Feueralarm an KIANs Schule simulierte und den jungen Sänger so auf dem Spielfeld der Schule damit überraschen konnte, dass er den Wettbewerb gewonnen habe. Damit ist KIAN nicht nur einer der jüngsten Gewinner dieses Wettbewerbs, sondern hat gleichzeitig auch schon in ausverkauften Konzerthallen als Support-Act gespielt – was äußerst selten für einen Triple J Unearthed Gewinner ist. Waiting zeigt dabei, wie Neo-Soul uns berühren kann – im Alter von 14 Jahren geschrieben und gefühlvoll und mit einem modernen Sound versehen, ist Waiting eine liebevolle Ballade über das Gefühl, sich in jemanden zu verlieben und auf ein Zeichen des anderen zu warten, diese Liebe zu erwidern. Damit konnte der Australier einen Plattenvertrag eingeheimst und sein Debütalbum für die erste Jahreshälfte 2019 ankündigen. KIAN ist damit 2019 einer der ganz großen Anwärter, der sich auf einen internationalen Durchbruch einstellen sollte.

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Her – Zurück und gegen den Strom

Her feat. ZéFire – Swim

Habt Ihr schon mal von Her gehört? Stellt man diese Frage wartet der gegenüber darauf, dass nun der Name der Band kommt – doch da war er schon ausgesprochen. Das deutsch-französische Duo Her, bestehend aus Victor Solf aus Düsseldorf und Simon Carpentier lernten sich bereits zu Schulzeiten kennen. 2015 veröffentlichten sie mit Five Minutes einen wahnsinnigen Song, der es bis zur Untermalung eines Apple-Werbespots schaffte. Dabei nutzen Her einen Indie-Sound, der mit Sprechgesang und Funk angereichert ist. Erinnerten Her mit dem Song Five Minutes noch an das Londoner Neo-Soul und Dance-Kollektiv Jungle, haben sie nun mit ihrer neuen Single Swim eine noch deutlich stärker mit Funk-Elementen ausgestattene Single veröffentlicht. Dabei klingt Swim nach Aufbruch und einem Hindernis zugewandt, statt abgewandt. Her beschreiben den Song damit, dass sie in Zeiten von wachsender Gewalt, Hassparolen im Internet oder wachsendem Extremismus ein Zeichen für das Positive und eine Kraft setzen wollten, um sich gegen dieses Hindernis zu stellen und gegen den Strom zu schwimmen. Swim hat mit seinen markanten Synthies und einem Saxofon alles, was ein Funksong benötigt und beweist durch bedachte Lyrics, dass sich all das homogen zusammenfügen kann. Hinzu kommt der kanadische Sänger ZéFire, der Swim mit seinem souligen Gesang untermalt. Und wer sich dem Song einfach nur melodisch hingeben möchte, hat mit Swim aktuell einen der besten Songs gewählt.

NAO – Ganz eigener Soul

NAO - Girlfriend

NAO – Girlfriend

Bereits mit ihrer Single ‚Bad Blood‚ hatte NAO im Herbst 2015 dafür gesorgt auf die Liste der BBC Sound of 2016 gesetzt zu werden. Nun hat die Britin letzte Woche ihr Debütalbum ‚For All We Know‘ veröffentlicht und ist damit auf Platz 17 der britischen Albumcharts eingestiegen. Ihrer aktuellen Single ‚Girlfriend‘ ist eine schwere Soulballade, die durch einen dumpfen Bassbeat angetrieben, vor sich hin schwelgt. Dabei klingt NAO frisch und zugleich alt und erinnert an Songs der amerikanischen Girlgroup TLC. Mit ihrem retro anmutenden Videoclip passt ‚Girlfriend‘ auch in die frühen Neunziger – wenn da nicht der Sound wäre, der vom, ebenfalls aus Großbritannien kommenden, DJ Grades produziert wurde. Steht Grades doch für elektronische Musik, die eine Mischung aus Soul, R&B und Hip-Hop ist, sowie House und 2-Step enthält. So macht ‚Girlfriend‘ mit seinem Neo-Soul diesen ganz besonderen NAO-Sound aus.