Cosby – Bekannter Song in neuem Gewand

Cosby sind gern gesehene Gäste auf SOML. Hier konnten Ihr bereits im Herbst 2014 von einer ihrer ersten Songs Boon & Bane lesen. Natürlich habe ich Cosby auch in den Folgejahren mit Songs, wie Yeah und Get Up immer wieder mit dabei gehabt. Dabei stellte Get Up die Weichen für Album Nummer zwei, welches als Milestone vor nunmehr einem Jahr veröffentlicht wurde. Die gleichnamige Single begeisterte dann auch mit einem warmen und wichtigen Musikvideo. Dass das Potential des Albums und der Single allerdings noch lange nicht ausgeschöpft waren, zeigt die nun veröffentlichte Remix-Version des Kölner DJs und Produzenten Michael Müller – alias Charming Horses. Denn dieser hat sich die Single Milestone noch einmal vorgenommen und einen Deep-House Track daraus gebastelt, der in einer Reihe mit Robin Schulz und Felix Jaehn ugenannt werden kann. Denn hier klingt Milestone nochmal eine ganze Spur größer und schafft den ohnehin angesagten Indiesound der Band noch einmal zu steigern. Milestone im Charming Horses Remix ist damit ein strahlender Stern am aktuellen Elektro- und Indiehimmel

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The Blaze – Gewaltiges Glück, gewaltiger Schmerz

Die Bildsprache, der Sound, die Geschichten – das alles im Zusammenspiel präsentieren die beiden Cousins Jonathan und Guillaume Alric mit ihrer Band The Blaze. Dabei lassen sie Eindrücke und Gefühle entstehen, die von Wärme, Zuneigung, Trauer, Herzlichkeit, Aggression und Liebe handeln. Ihre kräftige Bildsprache erzählt kleine Kurzgeschichten, wie die in Territory. Hier geht es um einen Migranten, der aus Frankreich in seine Heimat – Algerien – zurückkehrt. Bei Virile erzählen die beiden Pariser die Geschichte einer männlichen Freundschaft, die durch Gemeinsamkeiten und Lebensfreude mehr als nur zwei Freunde darstellt. Auf Queen wiederum, dreht sich alles um die innige Freundschaft unter zwei jungen Frauen, die in einem Trailerpark leben und mit einer stets aggressiven Grundstimmung ihre Freundschaft bemessen. Das Gefühl – mit der besten Freundin – die Welt zu erobern, stärker als der Rest Dieser zu sein oder sich auch ganz einfach beweisen zu müssen, ist für den Ein oder Anderen sicherlich nicht unbekannt. Auf Queen wird jedoch die Zerbrechlichkeit dieser Beziehung deutlich und die Bedeutung derer in eindrucksvolle Bilder gepackt. Dabei klingt die Musik von The Blaze emotional, nostalgisch, ist aber immer auch tanzbar – und damit das Ziel der Band erreicht. Mit tiefem, gepitchten Gesang, treibenden French-House-Beats und einer Popanleihe verknüpfen The Blaze verschiedene Elemente zu einem hypnotisierenden Dancesound und erreichen uns damit auf verschiedenen Ebenen. Ihr Debütalbum Dancehall ist bereits im September erschienen und wird im kommenden März mit Konzerten in München (05. März 2019) und Berlin (18. März 2019) auch live zu erleben sein.

Kytes – Indiehit erster Klasse

Wenn schon die Briten aktuell keinen Indie mehr hervorbringen, tut sich in den letzten Jahren so einiges in Deutschland. Mit Razz, den Giant Rooks und Kytes auf der Überholspur, werden auch ihre Songs immer öfter von den Radiostationen gespielt. Dabei kommt letztere Band aus München und stellt nun mit Remedy die neueste Single der im Januar erscheinenden EP Frisbee vor. Hierauf klingen Kytes so unfassbar locker und haben mit dem zugehörigen Musikvideo eine amüsante Indoor-Sommeratmosphäre geschaffen. Mit digitalem Pool, Bildeinstellungen irgendwo zwischen – von amerikanischen Hip-Hop Videos inspirierten – Nahaufnahmen Eis essender Badenixen und weiteren weirden Aktionen begeistern Kytes nicht nur durch das Video, sondern natürlich auch mit einem satten Indieohrwurm. Mit groovigen Gitarrenriffs und einer eingängigen Beatfolge ist Remedy ein absoluter Hit und lässt Michael Spieler, Timothy Lush, Kerim Öke und Thomas Sedlacek – alias Kytes – ins Rampenlicht der deutschen Indieszene treten. Die nächste Indiedisco-Nacht kann also kommen!

LCAW feat. Sophie Ellis-Bextor – Als wäre es das Jahr 2000

Dies könnte der ganz große Coup sein, den sich der Münchner Produzent LCAW hier geangelt hat. Denn nach seinem ersten Charterfolg mit Painted Sky vor anderthalb Jahren verleiht nun keine geringere als die unglaublich charmante Discokönigin Sophie Ellis-Bextor LCAWs neuer Single Hummingbird das gewisse Etwas. Hier fühlt man sich an das Jahr 2000 erinnert, in dem Ellis-Bextor mit Groovejet (If This Ain’t Love) von Spiller ihren Durchbruch feierte. Mit dem funkigen Sound von Hummingbird tänzelt LCAWs Produktion förmlich um Ellis-Bextors Stimme herum und lässt sie regelrecht aufblühen. Mit einer ordentlichen Portion Dancebeats klingt Hummingbird nach einem Moment der vollen Ekstase, um nur kurz darauf mit dem Sound im Refrain zu brechen. Hier fügen sich zwei Songs zu einem Hybriden aus Pop, Disco und House zusammen und lassen fantastische und sehr tanzbaren 2:50 Minuten zurück. Hummingbird ist dabei die Leadsingle aus LCAWs Debüt-EP Meet In The Middle, die am 23. März erscheint.

Cosby – bleiben dem Indie-Pop treu

Cosby – Get Up

Fulminant gestartet waren die Münchner von Cosby bereits 2014/15, als sie mit Singles wie Boone & Bane und Yeah! mit frischem Indiesound die Radios beschallten. Kam 2015 das Debütalbum des Quartetts raus, konnte man sie anschließend zwei Jahre lang live von Flensburg bis München sehen. Nun hat die Band um Frontsängerin Marie Kobylka mit Get Up eine neue Single und den Vorboten für ihr zweites Album veröffentlicht. Hierbei bestimmen klare Synthie-Beats und Fanfaren das Bild und klingt Kobylka fast schon hysterisch euphorisch. Mit voller Energie und noch mehr Spaß geht Get Up direkt nach vorne und animiert nicht nur zu tanzen, sondern lässt gar nichts anderes zu. Darum heißt es auch auf Cosby’s Facebookseite „.. also get up everyone und feiert mit uns…“ – dem schließen wir uns gerne an!

Claire – Kehren schwer zurück

Claire - End Up Here

Claire – End Up Here

Hört man die ersten Sekunden des neuen Songs der Münchener Band Clair, mag man glauben, dass Sarah McLachlan oder gar Sinead O’Connor gefeatured wurden. Klingt doch Josie-Claire Bürkles Stimme so stark und gleichzeitig kühl, wie die der genannten Sängerinnen. Was allerdings an der schwere des Songs liegen mag. Mit End Up Here, ihrer neuen Single und dem ersten Vorboten des zweiten Albums Tides legen Claire einen deutlich dunkleren Sound an den Tag. Waren sie auf ihrem Debütalbum The Great Escape noch im Indie zu Hause, klingen sie nun deutlich erwachsener. Hier wird mit schweren Beats und einem dichten Soundteppich ein Art Klangwolke gebildet, in der sich Bürkle mal mit sehr klarer, mal mit warmer Stimme ihren Weg bahnt. End Up Here ist ein reifer Song, der Referenzen an die ganz großen Stimmen liefert und dennoch alternative bleibt.

LCAW – München eröffnet die Deep House-Saison

LCAW - Painted Sky

LCAW – Painted Sky

LCAW würde man eher mit dem Namen einer Broadcasting Station in einer beliebigen amerikanischen Kleinstadt verbinden. Doch wenn diese Abkürzung aus Deutschland kommt und darüber hinaus mit diversen Remixen durch die Decke geht, dann ist das schon recht ungewöhnlich. LCAW – dahinter verbirgt sich der Münchener Musiker Leon Weber, der gerade einmal 21 Jahre alt ist und bereits seit drei Jahren mit seinen Remixen im Netz für Furore sorgt. So hat er auf seiner Soundcloud Seite mehr als 60 Millionen Klicks und remixt Größen wie London Grammar, Rüfüs, ZHU oder Fritz Kalkbrenner. Nun arbeitet LCAW, der vorher Orchestermusiker war und seit er ein Kleinkind ist, Klavier und Cello spielt, an seinem ersten Album. Hier verbindet er moderne Deep-House Beats mit klassischen Instrumenten. Auf seiner aktuellen Single Painted Sky zeigt er, wie organisch sich dieser Mix anhört. Für den Gesang, hat er sich den in Berlin lebenden Sänger Martin Kelly mit ins Boot geholt. LCAW reiht sich mit Painted Sky in die Riege der erfolgreichen Produzenten, wie Robin Schulz und Felix Jaehn, ein und sorgt mit seinen Songs für unaufdringlich, entspannte Momente.

Kytes – Deutscher Indie auf höchstem Niveau

Kytes - I Got Something

Kytes – I Got Something

Die Kytes haben in den letzten Monaten für so einige Aufmerksamkeit gesorgt. Hatten sie doch mit ‚On The Run‘ einen so großartigen Song veröffentlicht, der es sogar als Hintergrundsong in eine Mobilfunkwerbung schaffte. Nun sind die Münchnern um Sänger Timothy Lush mit der neuen Single ‚I Got Something‘ zurück und beweisen, dass sie nicht nur von dem einen Hit aus der Werbung profitieren möchten. ‚I Got Something‘ ist wieder kratziger als ‚On The Run‘ und klingt nach größerem Rock als zuletzt. So singt Lush exzentrischer auf einem eingängigen Beat. Und so kommen Kytes dem Ziel, eine der besten Indie-Bands der Stunde aus Deutschland zu sein, ziemlich nah. Mit einem Auftritt auf dem SXSW-Festival im Gepäck kamen sie vor kurzem zurück nach Deutschland und arbeiten fleissig an der Vervollständigung ihres Debütalbums.
‚I Got Something‘ ist der perfekte Opener hierfür und hält die Lust ganz weit oben, was es heißt, sich auf das Album zu freuen.

Cosby – München ist musikalisch wieder international unterwegs

Bereits mit ihrem Song Boon & Bane hatte die Münchener Band Cosby 2014 einen ungewöhnlich internationalen Sound präsentiert. Mit ihrer aktuellen Single Yeah haben die Allrounder, die nicht nur ihrer Musik selbst produzieren, sondern auch für das Artwork der CD’s und ihrer Musikvideos verantwortlich sind, einen Song veröffentlicht, der die Latte noch einmal etwas höher ansetzt. So haben Künstler wie Chvrches und MS MR unglaublichen Erfolg mit gerade diesem Elektropop. Hierbei klingt die Band um Sängerin Marie frisch und hat eine gewisse Aufbruchstimmung als Grundton. Nach einer ersten EP 2014 folgt nun das Debütalbum As Fast As We Can und steigert die Lust Cosby auch einmal live zu sehen. Und wer so bald nicht in den Genuss eines Konzertes kommen kann, dem sei das Album As Fast As We Can nahe gelegt, mit Yeah kann man sich zumindest schon mal darauf einstimmen.

Cosby – Ein bisschen Claire, ein bisschen Cvrches

Sie kommen nicht aus England oder Frankreich. Nein, sie kommen aus der bayrischen Landeshauptstadt München. Nutzen Cosby doch epische Elemente, wie die der ebenfalls aus München kommenden Band Claire zu gleichen Teilen wie den Stil des Singens einer Lauren Mayberry von Chvrches – nur weniger hoch in den Tönen. Und so ist eine freundliche kleine Indiepop-Band daraus entstanden, die von der Website bis zum produzieren ihrer Songs alles in Eigenregie durchzieht. Dabei klingt der Song Boon & Bane so, als wäre er ausschließlich für die letzten warmen Sonnenstrahlen des Jahres konzipiert. Entfaltet der Song doch das Gefühl von Tatendrang und einem entspannten Abhängen gleichermaßen, ist er so schnell nicht mehr aus dem Kopf zu bekommen.