The Best Of 2018 Vol.: 10

01. Giant Rooks – Wild Stare

02. The 1975 – It’s Not Living (If It’s Not With You)

03. Wild Youth – Can’t Move On

04. Mark Ronson feat. Miley Cyrus – Nothing Breaks Like A Heart

05. Walking On Cars – Monster

06. Los Unidades & Pharrell Williams feat. Jozzy – E-Lo

07. RY X – YaYaYa

08. No King. No Crown – Smoke Signals

09. Foster The People – Worst Nites

10. Dean Lewis – Be Alright

11. Douwe Bob feat. Jacqueline Govaert – I Do

12. Weiss – Feel My Needs

13. Benny Blanco & Calvin Harris – I Found You

14. Grace Carter – Why Her Not Me

15. Shout Out Louds – Up the Hill

16. Dido – Hurricanes

17. Miya Folick – Thingamajig

18. Pierce Brothers – Back End Roads

19. The Good, The Bad & The Queen – Merrie Land

20. Bastien – Stay With Me

21. Saulius Prūsaitis – 39
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Foster The People – Mit Ohrwurm in den Winter

Es braucht nicht immer nur einen Hit, um nach ganz oben zu kommen. Foster The People hatten 2010 mit Pumped Up Kicks alles richtig gemacht. War der Song ein so wunderbarer Ohrwurm, sprangen die Radiostationen weltweit schnell auf und sorgten dafür, dass uns die Textzeilen All the other kids with the pumped up kicks. You’d better run, better run, out run my gun. All the other kids with the pumped up kicks- You’d better run, better run, faster than my bullet bis in das Jahr 2011 begleiteten. Nicht zuletzt auch wegen des brisanten Themas der immer wieder aufkeimenden Waffengewalt an Schulen und von Schülern, wurde Pumped Up Kicks zu einem Symbolsong. Ihr dazugehöriges Debütalbum Torches verkaufte sich dann, ob der Präsenz von Pumped Up Kicks, 2011 millionenfach. Mit ihrem Nachfolgealbum Supermodel schafften sie es schließlich, in vielen bedeutenden Musikmärkten, weltweit sogar nich höhere Positionen zu erreichen. Doch ein Hit wie Pumped Up Kicks blieb seitdem aus. Bis heute haben die vier Kalifornier mit den Verkaufszahlen nicht wieder an die der Debütsingle anknüpfen können und dennoch einen Ohrwurm nach dem anderen veröffentlicht. Dass sie sich auf ihrem Ruhm ausruhen, kann man – guckt man sich die aktuelle Veröffentlichungsgeschwindigkeit an – nicht behaupten. Haben sie vor 15 Monaten ihr drittes Album Sacred Hearts Club veröffentlicht, folgt nun mit der Single Worst Night bereits ein Song, der nicht mehr auf dem Album zu finden ist. Ist dies vielleicht ein Indiz auf ein nahendes, viertes Studioalbum oder doch nur eine Möglichkeit, eine limitierte Extended Albumversion zu Weihnachten zu veröffentlichen? Wie auch immer, Worst Night ist ein schmissiger Ohrwurm, ganz in Foster The People Manier, der mit Chorgesang und Mark Fosters markanter Stimme allemal zu einem neuen Radiohit taugt. Nun liegt es an den Stationen, diese Nummer aufzugreifen.

Half•Alive – Indie mit Wow-Video

Josh Taylor kommt uns ungewohnt bekannt vor. Vielleicht liegt es am Gesicht. Oder vielleicht an der Stimme. Aber vielleicht ist er auch einfach in seiner Gesamtheit diese Art von Künstler, den wir uns insgeheim vorstellen – der sympathische junge Mann von nebenan, frisch, tolle Stimme und mit einem Hit im Gepäck. Und das mit dem Hit im doppelten Sinne – denn Josh Taylor ist der Sänger des kalifornischen Elektro-Indie-Trios Half•Alice, welches gerade mit dem Song Still Feel für einen Wow-Moment sorgt. Denn nicht nur der Song ist eingängig und hat das Potential zum Hit, sondern auch das Video hat es in sich. Wurde das Video doch im sogenannten One-Take-Modus gedreht. Was bedeutet, dass der Dreh genauso lange gedauert hat, wie das Musikvideo dauert und kein Schnitt existiert. Einmal angesehen, finden wir dann allerdings doch recht schnell Schnitte – jedoch bleibt die Sprache des Videos die eines One-Take-Videos gleich und überzeugt mit einem regelrechten Augenschmaus. Dabei ist Still Feel auch musikalisch großartig und schlägt in die Kerbe von Foster The People, nur deutlich elektronischer. Half•Alive haben 2017 ihre Debüt-EP 3 veröffentlicht und gehen nun mit der Single Still Feel den nächsten Schritt auf ihrem Weg zum Debütalbum.

Foster The People – Ein Ohrwurm, der seine Zeit braucht

Mit Pumped Up Kicks hatte die amerikanische Band Foster The People 2010 gleich mit ihrer Debütsingle einen Welterfolg landen können. Mit eingängigen Beats und einem Songtext zum mitsingen, gelang es ihnen den Song in 23 Ländern in die Charts zu bringen – 13 Mal davon sogar in die Top-10. Nach ihrem zweiten Album Supermodel (2014) erschien letztes Jahr mit Sacred Heart Club ihr dritter Longplayer. Darauf enthalten ist die Single Sit Next To Me, die offiziell bereits am 13. Juli 2017 veröffentlicht wurde. Da der Song aber irgendwo zwischen Ed Sheerans Shape Of You und Luis Fonsis Despacito unterging, versucht das Trio aus Los Angeles nun erneut einen Anlauf. Ihr positiver Indie-Pop lässt sich auf Sit Next To Me perfekt mit der heutigen Geschwindigkeit der Jugend verknüpfen – was die Jungs wunderbar im dazugehörigen Musikvideo umsetzen. Hier haben sie ihre Fans nach Videobeiträgen für den Song gebeten- herausgekommen ist eine InstaStory, wie wir sie auf dem Social-Network täglich sehen. Schnell, charmant und euphorisch wechseln sich die unterschiedlichsten Posts ab und erwecken Sit Next To Me zum Leben. Allein das Musikvideo wäre schon Grund genug, beim zweiten Veröffentlichungsanlauf endlich Erfolg zu haben. Wir drücken ihnen dafür auf jeden Fall die Daumen.

The Best Of 2018 Vol.: 04

01. Passenger – Hell Or High Water

02. Lenny Kravitz – Low

03. Disclosure feat. Fatoumata Diawara – Ultimatum

04. HONNE – Sometimes

05. Maggie Rogers – Fallingwater

06. Snow Patrol – Life On Earth

07. Dennis Lloyd – Nevermind

08. Christine And The Queen feat. Dâm-Funk – Damn dis-moi

09. Blaudzun – islands_

10. Sonia Stein – Muse

11. Celine Dion – Ashes

12. Parcels – Tieduprightnow

13. Leo Kalyan – Get Your Love

14. Jungle – Happy Man

15. Harrison Brome – Looking At You

16. Gorillaz feat. George Benson – Humility

17. Gavin James – Always

18. Foster The People – Sit Next To Me

19. Florence + The Machine – Hunger

20. Das Paradies – Discoscooter

21. Cesár Samson – Nobody But You

AJR – Wenn alles zusammenkommt

AJR – Weak

Wenn eine Band Simon & Garfunkel, Vampire Weekend, Kanye West und Fun als Einfluss für ihren Sound nennt und als Vorband von Demi Lovato, Fifth Harmony, Lindsey Stirling, Train und American Authors auftritt, sollte man von einem Durchbruch sprechen oder gar die Band kennen. Und wenn man dann noch hinzufügt, dass es die Band bereits seit 12 Jahren gibt, wundert es einen umso mehr, dass man von AJR noch nie etwas gehört hat. Dabei ist die Konstellation der Band gerade das Must-have. Besteht sie doch aus den drei Brüdern Adam, Jack und Ryan Met, welche – wenig überraschend – die Anfangsbuchstaben ihrer Vornamen zum Bandnamen kürten. Jack 19, Ryan 23 und Adam 25 spielen so bereits seit 2005 zusammen Musik und traten zu Beginn noch als Straßenmusiker auf. Nun endlich scheint der Durchbruch zu kommen. Denn mit ihrer Single Weak, die stark an Bands wie Fun oder Foster The People erinnert, schlagen sie genau in die Kerbe von Musik, mit der sich sowohl junge Teenager identifizieren, als auch Erwachsene zum Takt bewegen. Weak hat diesen Sound, den man nebenher hören kann und dabei gar nicht mitbekommt, wie er sich im Kopf festsetzt. Mit Kopfstimme, Ohrwurm-Refrain und stampfenden Pop-Beats bauscht sich Weak zu einem sauberen Hit auf und lässt uns wohl die kommenden Monate nicht mehr los.

BOA – Mische Pop, Synthie und alternative Dance und es macht uns verrückt!

BOA - Pharaoh

BOA – Pharaoh

Es gibt sie immer wieder, diese jungen Indie-Pop Bands, die für einen Sommer auftauchen, grandiose Songs veröffentlichen und dann wieder von der Bildfläche verschwinden. Waren es in den 2000ern Bands mit schnellen Gitarren, wie Ceasers oder The Dandy Warhols, die zwar teilweise noch Musik veröffentlichen, allerdings bei weitem nicht mehr am Erfolg ihrer Hitsingle anknüpfen konnten. In den 2010er Jahren kamen dann vermehrt Bands wie Claire, Chvrches und Foster The People nach ganz oben und konnten sich nur selten auch dort halten. Mit dem Trio BOA, das aus Bristol kommt und eine Mischung aus Synthiesound, Pop und ein wenig Ambient unter seinen Sound mischt, wird der Klang des Sommers bestimmt. Da nun allerdings der Winter vor der Tür steht, lassen BOA – von denen bislang nur die Vornamen Hugh, Joe und James bekannt sind – nochmal die milde Luft durch die Nervenwindungen unseres Gehirns wehen. Ihre aktuelle Single Pharaoh zeigt dann, dass wir auch im Winter noch nach euphorischen, Pop-Hymnen lechzen. Mit einem Pop-affinen Sound, der zu Beginn auch auf einem Ambient-Sampler von Café del Mar sein könnte, lassen BOA das Gefühl des Sommers kaum abklingen und bringen uns zum Träumen.

Walk The Moon – Bereit für ganz großen Pop?!

 

Walk The Moon haben gerade erst ein unglaubliches Jahr abgeschlossen, indem sie mit dem Song Shut Up And Dance ihren weltweiten Durchbruch feiern konnten. Da kommen Sie mit einem Song zurück, der fast noch größer ist als Shut Up And Dance.

Mit We Are The Kids bringen Walk The Moon einen Song raus, der durch seinen eingängigen Beat und Nicholas Petricca’s hohem Gesang zu einer waren 80er-Jahre-Bombe wird. Hier und da klingt der Song nach einer neuen Single von Foster The People. Doch stand auch diese Band für perfekte, eingängige Pophymnen. Haben Walk The Moon bisher drei Alben und sechs EP’s veröffentlicht sollte jedoch erst Shut Up And Dance ihr Durchbruch sein. We Are The Kids festigt Walk The Moon’s musikalisches Können allerdings und beweist, dass große Popnummern von den fünf Amerikanern kein Zufall ist.