The Best Of 2020 Vol.: 07

The Best Of 2020 Vol.: 07

01. Aquilo – Sober (zum Artikel)

02. Ten Kills The Pack – Barcelona (zum Artikel)

03. Spoon And The Forkestra – Mosquitoes (zum Artikel)

04. Girl In Red – Midnight Love (zum Artikel)

05. Lie Ning – Tonight (zum Artikel)

06. Jónsi – Exhale (zum Artikel)

07. Howling – Bind (zum Artikel)

08. Woodkid – Goliath (zum Artikel)

09. Clueso – Tanzen (zum Artikel)

10. Washed Out – Too Late (zum Artikel)

11. Sébastien Tellier – Domestic Tasks (zum Artikel)

12. Duke Dumont & Say Lou Lou – Nightcrawler (zum Artikel)

13. Alfie Templeman – Happiness In Liquid Form (zum Artikel)

14. Angels & Airwaves – All That’s Left Is Love (zum Artikel)

15. Everything Everything – In Birdsong (zum Artikel)

16. Sea Girls – Ready For More

17. Florence + The Machine – Light Of Love (zum Artikel)

18. Sultans Court – Good Enough (zum Artikel)

19. The Streets & Tame Impala – Call My Phone Thinking I’m Doing Nothing Better (zum Artikel)

20. Armand van Helden – My My My

Everything Everything - In Birdsong

Everything Everything – Ein audiovisuelles Erlebnis

Wenn wir aktuell die Fenster öffnen, wird den meisten ein Geräusch aufgefallen sein, das man in der Schnelllebigkeit unsere Zeit mit Unachtsamkeit gestraft hatte. Es ist das Gezwitscher der Vögel, das uns momentan deutlich lauter und präsenter vorkommt. Fast so, als würden sie uns mit aller Macht zeigen wollen, dass es für den Menschen Zeit ist, eine Pause einzulegen und die Natur wieder zum Zuge kommen muss. Und tatsächliche sehen wir Berichte über die Rückkehr von Tieren in bewohnte Gebiete – aus denen sie einst der Mensch verdrängt hatte – sauberere Meere und Seen und eine Erholung der Umwelt. Dass dieser Übergang von unserem Alltag – wie er noch bis Mitte Februar ablief – zu der neuen Normalität dabei so machtvoll, wie beeindruckend war, stellt die britische Art-Rock Band Everything Everything auf ihrem neuen Song In Birdsong dar – denn hier ist nichts normal. Bereits früh galt die – 2007 in Manchester gegründete –  Band, die vor allem mit den Songs Distant PastRegret (beide 2015) und Can’t Do (2017) viel Zuspruch erfuhr, als Aushängeschild einer dystopischen Welt, die wir lange Zeit nur aus Science-Fiction Filmen kannten. Doch 2020 macht dieses Gefühl greifbarer. In Birdsong ist dabei ein Zusammenspiel der verschiedenen Gefühle – mal erinnert Jonathan Higgs Falsettgesang an On Melancholy Hill von den Gorillaz, mal klingt der Song so unkontrolliert und eindrucksvoll, als würde er vom Sigur Rós Album () stammen. Dabei gibt uns ein stetig pulsierender Beat die Struktur, über die sich immer wieder exzentrisch Parts legen. Hier treffen knarzende Synthies auf Gitarren und gehen in einem exaltierten Höhepunkt auf. Dass die Briten gerade jetzt In Birdsong veröffentlichen, liegt an der wunderbaren Fähigkeit des Songs, sich wie eine zweite Hülle um die Veränderungen zu legen, welche die Gesellschaft durch die aktuelle Pandemie durchlebt. Dabei macht vor allem auch das Musikvideo diesen Sound sichtbar. Denn wie ein dreidimensionales Bild bauen sich die Ansichten aus den Klänge, Beats und der Stimme Jonathan Higgs auf und werden zu einem eindrucksvollen audiovisuell Erlebnis. Mit In Birdsong setzen Everything Everything einmal mehr einen neuen Standard in Sachen Rock-Musik und gleichzeitig den Startschuss für ein Jahr mit noch weiteren Überraschungen, die von der Band noch kommen werden.

The Best Of 2017 Vol.: 07

01. Giant Rooks – Bright Lies

02. Casper feat. Drangsal – Keine Angst

03. George Ezra – Don’t Matter Now

04. Beyoncé – Irreparable (Ralphi & Craig Radio Remix)

05. Arcade Fire – Everything Now

06. La Roux – Sexotheque

07. Childish Gambino – Redbone

08. Halsey feat. Lauren Jauregui – Strangers

09. Angus & Julia Stone – Snow

10. HONNE – Just Dance

11. Katy Perry – Chained To The Rhythm

12. Harry Styles – Sign Of The Times

13. Jain – Dynabeat

14. Everything Everything – Can’t Do

15. San Jua – Laid To Waste

16. Hollow Coves – Coastline

17. Lena – If I Wasn’t Your Daughter

18. Jata – Monster

19. RY X – Beacon
Everything Everything - Can't Do

Everything Everything – Verquerer Indie-Sound

Art-Pop beschreibt das Indie-Rock Quartett Everything Everything wohl am besten. Sind ihre Songs doch so speziell, dass man immer wieder zwischen Popkultur und einem eloquenten Kunstwerk pendelt – niemals ganz sicher, was man hier gerade vorgesetzt bekommen hat. Mit Songs wie Distant Past, Regret und Cough Cough beweisen sie immer wieder aufs Neue, dass sie sich nur schwer auf ein Genre festlegen können. Da hört man opernhafte Songparts genauso wie Synthies, Gitarren und Schlagzeug. Nicht zu überhören ist dabei der wunderbar, changierende Gesang von Frontsänger Jonathan Higgs und Background-Sänger Jeremy Pritchards – die sich mal mit Kopfstimme, mal rappend durch ihren neuen Song Can’t Do arbeiten. Dabei ist Can’t Do gleichzeitig noch elektronischer geworden und lässt die Band total verrückt spielen. Einmal mehr liefern Everything Everything damit eine Indie-Hymne ab, die sich durch den Sommer ziehen wird. Auch nicht verpassen solltet Ihr das dazugehörige Video, dass Everything Everythings Art-Pop noch ein deutliches Ausrufezeichen dransetzt.

Lollapalooza Berlin 2015 – Das große Unbekannte – Tag 1

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Lollapalooza Berlin 2015

Viel wurde in den Wochen vor der ersten europäischen Variante des Lollapalooza Festivals in Berlin berichtet. Von einer Abkehr der amerikanischen Originalversion die, vor allen Dingen, viele Alternativ- und Rock-Künstlern eine Bühne bot, bis zu der Ankündigung eines Kidzapalooza-Areals, wurde viel geschrieben. Letztes Wochenende war es dann endlich soweit und die erste Ausgabe startete. Wunderten sich einige, dass die ersten Bands bereits um 12 Uhr spielten, war dies dem Fakt geschuldet, dass das Lollapalooza auf dem Gelände des ehemaligen Berliner Flughafens Tempelhof stattfand und somit mitten in der Stadt lag. Hier mussten dann auch Lärmschutzauflagen eingehalten werden, was ein Bespielen der Bühnen nach 23 Uhr unmöglich machte.

Gleich zu Beginn des Samstags viel auf, dass das Bändchen tauschen, im Gegensatz zu anderen Festivals, relativ reibungslos verlief. Gab es zwar unendlich lange Schlangen vor den Tauschzelten, wanderten diese aber stetig Richtung Einlass und ließen so keinen Moment lang Stillstand entstehen. Einmal das Ticket gegen das Festivalbändchen eingetauscht musste man nur noch den Securitycheck durchqueren und befand sich schon auf dem Festivalgelände.
Wem das Gelände bereits vom Berlin Festival früherer Tage bekannt war, wird die großzügige Erweiterung des Areals aufgefallen sein. Schließlich wurden knapp 45.000 Besucher erwartet. weiterlesen

The Best Of 2015 Vol.: 06

Schlag auf Schlag, kommen hier die Playlisten 5 und 6

The Best of 2015 Vol. 06

The Best of 2015 Vol. 06

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Everything Everything - Regret

Everything Everything – Legen mit dem Song nach

Bereits im April konntet Ihr hier über die erste Single Distance Past, vom dritten Album der Briten lesen. Nun kommt mit Regret die zweite Auskopplung aus Get To Heaven heraus und lässt abermals erstaunt aufhorchen. Ist Regret doch eine langsame Rocknummer die sich im Laufe der 3:20 Minuten zu einem Song aufbaut, der so an Sting erinnert, dass man meint ihn als Featuring-Act dabei zu haben. Hierbei ist vor allem der Refrain stilprägend. Mit den Songzeilen But did you imagine it, In a different way? Did you imagine it.. und dem nachfolgenden Text schreit Sänger Jonathan Higgs mit seiner Falsettstimme heraus, was hätte anders gemacht werden können. So macht Musik Spaß und erhält die Neugier eine Band immer wieder aufs Neue zu entdecken.

Everything Everything - Distant Past

Everything Everything – Mann mische Dizzee Rascal, Pharrell Williams und die Kaiser Chiefs

Es ist schon verwunderlich, wie so mancher Act, obwohl aus einem europäischen Nachbarland kommend, lange Zeit einfach komplett unentdeckt bleiben kann. So könnte man die Bandgeschichte der britischen Indie-/Rockband Everything Everything zumindest beschreiben. Gibt es sie doch schon seit 2007 und bringen sie diesen Sommer bereits ihr drittes Album Get To Heaven auf den Markt. Doch an Aufmerksamkeit wird es ihnen in Zukunft wohl nicht mehr mangeln, hat die Band doch mit dem Song Distant Past einen absolut tanzbaren Ohrwurm im Gepäck. Beginnt Distant Past für wenige Sekunden mit einem folkigen Gitarrensound, wechselt dieser schnell in einen derben Bassbeat mit einer, an Dizzee Rascal erinnernden, Rap-Einlage um kurz darauf mit hohen Stimmen in den Refrain überzugehen. Diese Abfolge findet so komprimiert statt, dass man kaum Zeit hat zu überlegen wie man diesen Song nun eigentlich findet und einfach den Körper direkt in Bewegung setzt. Demnach werden sich alle Augen in naher Zukunft wohl auf die vier Manchester richten.