Ten Tonnes - Lucy

Ten Tonnes – Musik der Generationen

Was haben George Ezra und Dan Auerbach von den Black Keys gemein?! Ten Tonnes! Denn hinter Ten Tonnes steckt der britische Musiker Ethan Barnett, der sich laut Radio Fritz anhört, wie der jüngere Bruder von George Ezra und bereits mit Dan Auerbach zusammen an Musik gearbeitet hat. Dass ist aber noch längst nicht alles, denn die Lobeshymnen eilen Ten Tonnes nur so voraus. Überschlagen sich in Großbritannien die Lobhudeleien bezüglich des aus Hertford kommenden Musikers, hat der 22-jährige Sänger auch einiges auf dem Kasten. Erscheint am 3. Mai sein Debütalbum Ten Tonnes veröffentlicht er nun mit Lucy einen Song, der für den Musiker vieles bedeutet. Denn begleitet den Briten Lucy bereits seit seiner Studienzeit – in der er mit dem Song auch auftrat und frenetischen Applaus erhielt – hat er ihn nun für das Album nochmal neu aufgenommen. Dabei klingt Lucy wie ein Hybrid aus Musik den 80ern, 2000ern und der britischen Indiepop-Musik, die heute auf der Insel vorrangig herrscht. Hier kommen Synthies, Gitarren, eine fantastische Hookline zusammen und erinnern irgendwie an The Kooks. So greift Ten Tonnes alle Register der Genrekunst und lässt Lucy zu einem satten Indieaufschrei werden. Wenn es auch nur einen Hauch einer Gefährdung eines fantastischen Indiesommers geben könnte, sollte man auf jeden Fall Ten Tonnes auflegen!

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Dido – Sanfte Rückkehr nach fünf Jahren der Stille

Die Stimme Englands ist zurück! Was Adele für unsere aktuelle Dekade ist, ist Dido für die 2000er. Eine so einfühlsame Stimme mit sensiblen Texten und noch fragileren Sounds – das ist Dido Armstrong. Mit ihren ersten beiden Alben No Angel und Life For Rent verkaufte sie zusammen mehr als 34 Millionen Einheiten. Mit den beiden Nachfolgealben Safe Trip Home und Girl Who Got Away konnte sie jedoch den Erfolg nicht wiederholen und verkaufte je nur rund 500.000 Einheiten. Als Grund hierfür zählt sicherlich auch, dass Dido sich auf diesen beiden Alben eher dunkleren Sounds zugewandt hatte und daher eine Massentauglichkeit nicht mehr unbedingt gegeben war. Darüber hinaus veröffentlicht Dido in einem ungefähren Fünfjahres-Rhythmus ihre Alben, was in der heute, sehr schnelllebigen Musikwelt, fast schon wie eine ganze Generation zählt. Und dennoch hat uns Dido auf ihrer gestern veröffentlichten Single Hurricanes von der ersten Sekunde und dem ersten Ertönen ihrer Stimme sofort zurück. Ist es doch diese warme, sanfte, fast schon hauchende Stimme, die uns ein Gefühl der Geborgenheit gibt und uns vorkommt, als würden wir einen alten Freund wiedersehen. Dabei verbindet Dido zwei großartige Elemente – anfangs noch an den Sound ihres zweiten Albums Life For Rent erinnert, wandelt sich Hurricanes zur Mitte hin, zu einer sanft, elektronischen Wolke, in der die Sängerin mit einem großartigen Hall zu verschwinden droht. Bis sich ihre Stimme schließlich zum Höhepunkt am Ende des Songs auflöst, um nach Sekunden der Stille wiederzukommen und sich klar und warm zu verabschieden. Auf Hurricanes kann man den Wunsch nach Veränderung der britischen Sängerin durchleben und hört dabei deutlich die Zusammenarbeit mit ihrem Bruder Rollo heraus. Erstmals, seit 15 Jahren, wird Dido zur Veröffentlichung ihres fünften Studioalbums Still On My Mind, am 8. März 2019, auch wieder auf Tour gehen. Bis dahin wird uns Hurricanes durch den Winter begleiten.

Alex The Flipper - Patty

Alex The Flipper – Fordert zum Tanz auf

Alex The Flipper – das ist der aus dem österreichischen Linz kommende Alex, der mit seinem älteren Bruder Andi sonst nur in Hip-Hop-Kreisen bekannt ist. Nun pausieren die Beiden aber und so hatte Alex eine Menge Zeit um seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Auf seinem neuen Projekt mischt er verschiedenste Musikstile miteinander und kümmert sich, so scheint es, herzlich wenig um aufgezwängte Korsetts einzelner Genres. So entsteht ein Sound aus heißen Loops und Trompeten gepaart mit einem eingängigem Frauengesang, der es schier unmöglich macht, nicht das Tanzbein zu schwingen. Und obwohl der Track Patty ziemlich elektronisch daherkommen mag, sieht sich Alex The Flipper nicht als DJ, lege er doch keine Musik anderer Künstler auf, sondern ausnahmslos seine Eigene. Diese Musik gilt es dann auch noch feiner auszuarbeiten, weshalb Alex The Flipper für sich entschied, nicht in das große Berlin zu gehen, wohin es so viele über kurz oder lang zieht, sondern im beschaulichen Linz zu bleiben um diese großen Städte als Ansporn zu nehmen. Dieser Ansporn zahlt sich nun, mit Patty aus.

Shura – Solange und Jessie Ware bekommen Zuwachs

Shura kommt ursprünglich aus Moskau und ist die Tochter einer russischen Schauspielerin und eines britischen Regisseurs. Reichte dieser ethnische Mix nicht aus, suchte Shura eine Leidenschaft. Und so war es Shuras Bruder, der sie schließlich zur Musik brachte. Dies geschah eher indirekt, wollte Shura ihren Bruder – der als Drum’n’Bass-DJ aktiv war – beeindrucken und fing deswegen mit dem produzieren an. Und so macht sie, von der aktuellen weiblichen Musikerinnen von der Insel und ihren Einflüssen aus den späten 80er Jahren beeinflusst einen Sound der R&B und Synthesizer vereint. Shura schafft so einen 80’s Mix der mit einem melancholisch, verträumten Gesang versehen ist. Waren Anfang 2014 bereits die beiden Songs Touch und Just Once in aller Munde folgt mit der nun veröffentlichten dritten Single Indecision sogar ein Plattenvertrag bei einem Major-Label. Shura wird so zu einem der heiß gehandeltsten Acts 2015 aufsteigen.