Yves V feat. Afrojack & Icona Pop - We Got That Cool

Yves V feat. Afrojack & Icona Pop – Hitmaschine aus BeNeLux und Skandinarvien

Es sind oftmals die kleinen europäischen Länder, welche die größten Hits hervorbringen – ob aus Belgien mit Lost Frequencies und Stromae, aus den Niederlanden mit Tiësto oder Martin Garrix oder aus Schweden mit Swedish House Mafia, Avicii oder Eric Prydz. Nun haben sich auf dem Song We Got That Cool – der vom belgischen DJ und Produzenten Yves V kommt – auch der niederländische DJ Afrojack und die Schwedinnen von Icone Pop zusammengefunden und einen absoluten Sommerbanger produziert. Mit nostalgischen Beats und einem Sample des Klassikers Gypsy Woman (She’s Homeless) – das 1991 von Crystal Waters veröffentlicht und bereits unzählige Male gesampelt wurde – haben die drei einen Track voller Energie, Sommervibes und guter Stimmung produziert, der von einem entspannten Elektrosound in einen absoluten Housetrack mutiert und so nicht nur die Tanzflächen in Clubs zum beben bringt. Yves V hat sich den Song als Begleiter durch den Sommer gedacht und hofft, dass jeder dazu singen und, ob im Auto, am Strand oder während er auf einem Festival ist, dazu abgehen wird. Bisher ist We Got That Cool nur in Belgien gechartet, doch dürfte es nicht mehr lange dauern, bis auch andere Länder diesen grandiosen Housetrack für sich entdecken und er den Sommer 2019 in die Verlängerung schicken wird.

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Thees Uhlmann - Avicii

Thees Uhlmann – Stampfendes Tribut

In knapp zwei Wochen ist es soweit und das dritte Album Junkies und Scientologen des Hamburgers Thees Uhlmann kommt in die Läden. Bereits mit seiner ersten Singleauskopplung Fünf Jahre Nicht Gesungen vor gut vier Wochen zeigte uns Uhlmann, warum er so wichtig für die Deutsche Musiklandschaft ist. Mit seinen Songtexten, die immer direkt beim Hörer landen und seinen cleveren Wortkonstellationen ist Uhlmann bereits seit Tomte-Zeiten ein hoch angesehener Musiker. Auf seiner nun veröffentlichten, neuen Single Avicii besingt der Label-Mitbegründer des Grand Hotel van Cleef Plattenlabels, die Liebe zu dem schwedischen Musikproduzenten Avicii, der im April letzten Jahres so plötzlich verstarb. Dabei lässt uns Uhlmann textlich etwas im Dunkeln. Stehen sich doch Zeilen wie Du wartest auf die Liebe und ich auf das nächste Bier. Der Platz am Tresen neben mir bleibt heute leider leer. Eine gute letzte Reise, zum Abschied leise winken. Elektronische Musik kann man sich so selten schöntrinken. gegenüber, als könnten sie gar nicht zusammengehören. Mit der Musik jedoch, hat sich Uhlmann wieder an dem tanzbaren Indierock seiner Stammband Tomte orientiert. Thees Uhlmann ist ein wichtiger Bestandteil der deutschen Musikwelt und zeigt, was Songwriting und der richtige Sound mit Themen machen kann, die unbequem sind.

Duke Dumont feat. Zak Abel - The Power

Duke Dumont feat. Zak Abel – Voller Energie auf die Tanzfläche

Duke Dumont ist mittlerweile ein Garant für euphorische Clubsounds. Mit Songs wie Won’t Look Back oder The Giver (Reprise) hat sich der Brite in den letzten Jahren eine sehr ansehnliche Fangemeinde erspielt. Auf seinem neuesten Track The Power hat Dumont den Shootingstar Zak Abel mit dabei. Dieser macht zwar schon seit einigen Jahren Musik, doch so richtig gezündet hat es für den marokkanisch-stämmigen Musiker bisher noch nicht. Und das, obwohl er in den vergangenen Jahren vor allem durch Kollaborationen mit erfolgreichen Acts, wie Avicii, Jonas Blue, Gorgon City und Tom Misch zusammengearbeitet hatte. Nun ist er auf Duke Dumonts Song The Power zu hören und bedienen beide Acts hier ihre Paraderollen. Duke Dumont mit seinem Deep-House Sound, lässt uns auf der Tanzfläche garantiert nicht stehen. Mit euphorischen Synthies und dumpfen Bässen zeigt der DJ und Produzent, wie mit Highs und Lows gespielt werden kann. Abel hingegen setzt mit seinem Gesang auf volle Emotionen. Dabei wird seine Stimme mal hallend, mal vibrierend in Szene gesetzt und bleibt immer präsent. Als ob das nicht schon reichen würde, um einen Hit zu landen, hat sich das Liverpooler Duo CamelPhat des Songs angenommen und ist sowohl für die Produktion, als auch für das Songwriting verantwortlich. Bei dieser Kombination aus Talenten und gestandenen Größen der britischen Houseszene kann am Ende nur ein Hit herauskommen.

Hazey Eyes feat. Panama – EDM = Emotional Dance Music

Auch mit gerade einmal 22 Jahren kann man schon auf eine bewegte Vergangenheit zurückblicken. Im Falle des US-amerikanischen Künstlers Thomas Michel – alias Hazey Eyes – zeigt sich, wie sich ein Fokus ändern kann. Hat er zu College-Zeiten in einer Metalband gespielt, änderte sich kurz darauf sein musikalisches Genre immer mehr zu EDM. Doch auch hier waren es nicht die großen Sounds von Avicii, Swedish House Mafia oder David Guetta, die Hazey Eyes inspirierten, sondern folgte er seinem inneren Verlangen und produziert seitdem Emotional Dance Music. Mit seiner nun veröffentlichten Single Emotion, die zu der gestern veröffentlichten EP Love Lost gehört, hat Hazey Eyes sich nach Some Reason abermals einen australischen Künstler für die Gesangsparts gesucht und in Panamas weicher Stimme gefunden. Panama ist hierbei einmal mehr so umtriebig, wo schon lange nicht mehr. Hatte er doch in der näheren Vergangenheit mit Petit Biscuit und Satin Jackets bereits zwei erfolgreiche Kollaborationen veröffentlicht. Emotion ist dabei eine warme, verträumte und treibende Housenummer, die der in Philadelphia lebende Produzent mit seiner Genrebeschreibung nicht besser treffen konnte. Emotion ist der Übergang von Winter in den Frühling und passt zu den letzten kalten Tagen genauso gut, wie zu den ersten wärmenden Sonnenstrahlen.

Tom Walker – Kraft, Soul, Indie und Herz

Er ist spannend, vielfältig und hat ganz viel Herz – Tom Walker hat eine Stimme, die drängt und berührt. Mit Songs, wie Fly Away With Me oder Sun Goes Down hat Walker, mit seiner rauen Stimme, einem zurückhaltenden Sound und einer kräftigen Portion Soul, die Herzen der Briten im Sturm erobert. Auf seiner neuen Single Leave A Light On ist davon nicht mehr viel übriggebliebene. Sein Stimme ist zwar weiterhin unglaublich kräftig und präsent, doch wird das, noch zurückhaltende, Klavierintro kurze Zeit später von einem, an Avicii erinnernden, Beat getoppt und macht aus Leave A Light On einen Hybriden aus, Folk, Indie, Singer/Songwriter und Pop. Jedoch nicht einen Moment zu kurz kommt das Gefühl der unglaublichen Stärke, die Tom Walker in seine Song steckt. Seine Stimme ist stark, klingt pressend, anklagend und wirkt! Ebenso empfehlenswert ist hier die Live Session-Version des Songs.

Kungs – Soul-House führt zum Erfolg

Kungs feat. Ephemerals- I Feel So Bad

Kungs feat. Ephemerals- I Feel So Bad

Kungs hatte bereits mit seinen ersten beiden Singles This Girl und Don’t You Know international abgeräumt. Nun kommt seine dritte Single auf den Markt und überzeugt erneut mit einem eingängigen House-Beat der durch Trompeten und Gitarren unverwechselbar nach Kungs klingt. Genau diese Mischung machte ihn in den vergangenen 12 Monaten so unglaublich erfolgreich. Weg ist der Sound der ewig gleichen David Guetta und Avicii Produktionen. Gut ist, was frisch und lebendig klingt. Kungs macht Musik, die zum tanzen und Spaß haben animiert. Mit der aktuellen Single I Feel So Bad hat sich der französische DJ wohl durch Tarantino-Sounds inspirieren lassen. So gibt es wieder viele Gitarren, viele Trompeten und stampfende Beats. Dazu singt und musiziert die Soul-Band Ephemerals aus London, die mit ihrem Retro-Sound genau den Nerv treffen. Zusammen machen Kungs und Ephemerals auf I Feel So Bad alles richtig, um ein Stück Pop zu manifestieren. Darum, auf in den Club und stampfend tanzen!

Coldplay – Dem Mainstream bewusst den Rücken gekehrt?!

Wenn man dies bei einer Popband wie Coldplay überhaupt behaupten kann, dann nach dem aktuellen Album Ghost Stories. Sind es doch weniger die großen Hymnen als vielmehr zurückhaltende teilweise experimentelle Songs, die das Album bestimmen. Und so war der geneigte Pop-Radio-Fan auch verdutzt, als die Vorabsingle Midnight veröffentlicht wurde. Besaß diese Single doch so gar keinen Stadionsound. Doch so ganz wollten die Jungs es dann wohl doch nicht sein lassen. Haben sie doch mit A Sky Full Of Stars einen, von Avicii produzierten, Song abgeliefert, der zumindest noch versöhnlich die Hörer streichelt, die solche opulenten Songs gewohnt sind. Die restlichen Songs allerdings, sind eher an den ersten beiden Alben Parachutes und A Rush Of Blood To The Head orientiert. Sie sind ruhig, klein und strahlen Sensibilität aus. Und genau diese Sensibilität weist die nunmehr vierte Singleauskopplung True Love auf, die mit Chris Martins sanfter und zugleich gewohnt hoher Stimme das Gefühl vermittelt, ein guter Freund erzähle eine Geschichte.