The Lumineers – neue Single, neues Album, neue Welttournee

Dass The Lumineers einen Hang dazu haben, ihren Songs Frauennamen zu geben, hat man in den letzten Jahren schon erfahren dürfen, wie man bei OpheliaCleopatra und Angela sieht. Nun haben sie mit Gloria einen weiteren Song veröffentlicht, der in dieses Raster fällt und verstecken gleichzeitig hinter diesem Song die Geschichte einer Abhängigen Person zu ihrer Familie. Von was diese Person abhängig ist, wird nicht thematisiert, allerdings zeigen The Lumineers, dass solche Themen auch in einem positiv klingenden Kontext präsentiert werden können. Denn klingt Gloria nicht nur nach einem gewohnt folkigen Lumineers-Song, kommentiert Jeremiah Caleb Fraites die Produktion der Songs auch als einen ordentlichen Schritt nach vorne gemacht und ein Bündel an wirklich guten Songs geschrieben zu haben. Diese Information präsentieren The Lumineers gleichzeitig, mit der Ankündigung des dritten Albums III – für den 13. September 2019 – sowie die Tourdaten mit 30 Terminen in den USA und Europa. Somit ist The Lumineers ein glatter Rundumschlag gelungen und ist ihrer Rückkehr mehr als gelungen.

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Sam Fender – Der letzte Rock-Gott

Rock ist tot, so heißt es seit einigen Jahren immer wieder. Überschwemmen doch Hip-Hop und EDM die Charts und lassen kaum Raum für diese so aufrichtige Musikrichtung. Doch einer, der gerade erst am Anfang seiner Karriere steht, hat sich nicht beirren lassen und setzt alles auf eine Karte. Mit Start Again hatte der britische Musiker im Herbst 2017 bereits die Musikbranche aufhorchen lassen. Ist das Zusammenspiel aus Gitarre, Drums und der markanten Stimme Fenders doch eine Art Fels. Entgegen aller Umstände bleibt Fender da und festigt mit jedem neuen Song seinen Position mehr. Nun ist mit Play God eine neue Single herausgekommen, die mit einem Gitarrenspiel auffährt, das an die Red Hot Chili Peppers und große Nummern der 80er und 90er erinnert. Dabei möchte Fender nicht einfach nur als Musiker wahrgenommen werden, sondern hat auch etwas zu sagen. Auf Play God thematisiert er was mit der immer größer werdende Ich-bezogene Gesellschaftsstruktur gerade den Zeitgeist prägt und lässt dabei offen, um wen es bei ihm geht. Somit bleibt dem Hörer viel Raum, um selbst eine Geschichte entstehen zu lassen. Sam Fender hat das Potential, der letzten gleichzeitig nächste große Rock-Gott zu werden – sein Fels muss nur wachsen.