Ten Tonnes - Lucy

Ten Tonnes – Musik der Generationen

Was haben George Ezra und Dan Auerbach von den Black Keys gemein?! Ten Tonnes! Denn hinter Ten Tonnes steckt der britische Musiker Ethan Barnett, der sich laut Radio Fritz anhört, wie der jüngere Bruder von George Ezra und bereits mit Dan Auerbach zusammen an Musik gearbeitet hat. Dass ist aber noch längst nicht alles, denn die Lobeshymnen eilen Ten Tonnes nur so voraus. Überschlagen sich in Großbritannien die Lobhudeleien bezüglich des aus Hertford kommenden Musikers, hat der 22-jährige Sänger auch einiges auf dem Kasten. Erscheint am 3. Mai sein Debütalbum Ten Tonnes veröffentlicht er nun mit Lucy einen Song, der für den Musiker vieles bedeutet. Denn begleitet den Briten Lucy bereits seit seiner Studienzeit – in der er mit dem Song auch auftrat und frenetischen Applaus erhielt – hat er ihn nun für das Album nochmal neu aufgenommen. Dabei klingt Lucy wie ein Hybrid aus Musik den 80ern, 2000ern und der britischen Indiepop-Musik, die heute auf der Insel vorrangig herrscht. Hier kommen Synthies, Gitarren, eine fantastische Hookline zusammen und erinnern irgendwie an The Kooks. So greift Ten Tonnes alle Register der Genrekunst und lässt Lucy zu einem satten Indieaufschrei werden. Wenn es auch nur einen Hauch einer Gefährdung eines fantastischen Indiesommers geben könnte, sollte man auf jeden Fall Ten Tonnes auflegen!

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Welshly Arms – Als Newcomer zur Legende

Welshly Arms – Legendary

Ein kräftiger Sound aus Rock, Alternative, Blues und ein wenig dunkler Atmosphäre. Das alles liefert gerade der, aus Cleveland – USA kommenden, Band Welshly Arms zum Durchbruch. Natürlich hilf auch, dass ihr Song Legendary als Untermalung für Serien wie Empire oder dem Netflix Hit Sense8 und als Soundtrack von Power Rangers diente. Doch dies alles sind nur Beschleuniger, bringt es der Song selbst doch auf den Punkt und besticht durch eine große Portion maskuliner Rockpower. Hier singt Frontsänger Sam Getz mit einer von Johnny Walkers geprägten, rauen Stimme und verleiht dem epischen Arrangement aus Gitarren und Schlagzeug den letzten Schliff. Welshly Arms verbinden den kräftigen Sound von Bands wie X Ambassadors & The Black Keys mit dem epischen Druck vom Künstlern wie Hozier zu einem Mix, der warm, dumpf, brachial und vertraut klingt. All diese Gefühle durchlebt man in nur knapp vier Minuten und will danach gleich mehr. Diesen Sommer treten Welshly Arms bei Rock Am Ring und Rock Im Park auf und werden wohl mehr abliefern, als man sich eh schon erhofft hat.

Red Hot Chili Peppers – Fünf Jahre der Veränderung

Red Hot Chili Peppers - Dark Necessities

Red Hot Chili Peppers – Dark Necessities

Sie sind eine der letzten großen Rockbands, die es seit mehr als 30 Jahren schaffen im Musikbusiness zu bestehen und stetig abzuliefern. Bereits 1983 gegründet, sollte es acht Jahre dauern, bis zu ihrem internationalen Durchbruch mit der Single ‚Under The Bridge‘. Doch war diese Single nicht nur ein kommerzieller Erfolg, sondern bedeutete aus künstlerischer Sicht der Durchbruch. So konnten sie sich von da an Duettpartner und Produzenten aussuchen. Mit Rick Rubin, gingen sie schließlich eine 20 jährige Zusammenarbeit ein und veröffentlichten ihre größten Alben wie ‚Californication‘, ‚By The Way‘, ‚Stadium Arcadium‘ und ‚I’m With You‘.
Doch nun wurde es Zeit für eine Veränderung. Wie die Band vor wenigen Tagen verkündete, wird im Juni ihr elftes Studioalbum ‚The Getaway‘ veröffentlicht, das nunmehr von Danger Mouse produziert wurde. Der amerikanische Produzent war in der Vergangenheit für Hitalbum von U2, The Black Keys, Michael Kiwanuka, Norah Jones & Beck verantwortlich. Wurde er 18 mal für den Grammy nominiert, konnte er ihn bereits fünf mal mit nach Hause nehmen. So ist Danger Mouse wahrlich eine feste Größe unter den internationalen Produzenten und haucht den Red Hot Chili Peppers neuen Wind ein. Dies kann man bereits jetzt auf der gerade veröffentlichten Single ‚Dark Necessities‘ hören. Beginnt der Song mit einem Solo von Flea setzt erst nach knapp 50 Sekunden Anthony Kiedis ein. ‚Dark Necessities‘ klingt deutlich frischer und sanfter, als zuletzt und bleibt dabei ein typischer Red Hot Chili Peppers Song. Dass die Band 33 Jahre nach ihrer Gründung noch so frisch klingt, ist wohl dem stetigen Drang nach Erneuerung zu verdanken. Auf ‚Dark Necessities‘ zeigen sie dies eindrucksvoll.

Cage The Elephant – Rock, der uns erinnern lässt

Cage The Elephant - Mess Around

Cage The Elephant – Mess Around

Bereits seit zehn Jahren gibt es die amerikanische Band Cage The Elephant, doch spielt sich ihr Erfolg bis heute fast ausschließlich in den Vereinigten Staaten ab. Was viel zu schade ist, denn hört man sich das, im Dezember veröffentlichte, vierte Album ‚Tell Me I’m Pretty‘ des Quintetts an, möge eine Assoziation zu den Black Keys aufkommen. Dieses Gefühl kommt nicht von ungefähr. Hat doch der Sänger und Produzent der Black Keys, Dan Auerbach, seine Finger im Spiel gehabt und das Album produziert. Live werden Cage The Elephant hier und da sogar von Größen wie Dave Grohl, von den Foo Fighters, oder Alison Mosshart, von The Kills und The Dead Weather, begleitet. Heraus kommt eben dieser Sound, der uns an Bands wie die erwähnten erinnern lässt.
Mit ihrer Single ‚Mess Around‘ verblüffen sie ebenso, wie man irritiert fragen möchte, ob das nicht die Black Keys selbst sind. Hört sich Matthew Shultz‘ Stimme doch zum verwechseln ähnlich an wie die von Dan Auerbach und klingen die Riffs nach eben diesem. Dabei ist ‚Mess Around‘ amerikanischer als es die Black Keys sind und hört sich in manchen Momenten gar übertriebener an. Doch am Ende ist und bleibt ‚Mess Around‘ ein Stück Musik, dass unbedingt gehört werden sollte und wohl auch vielen gefallen wird. So könnte es wohl auch mit dem Erfolg im Ausland klappen.

The Best Of 2014 Vol.: 04

Hier natürlich auch wieder die Playlist für April 2014. Ein Mix aus Pop, Indie, Rock, Elektro und Soul sind auf dieser Liste wiederzufinden.

The Best Of 2014 Vol. 04

01. Blaudzun – Promises of No Man’s Land

02. Kelis – Jerk Ribs

03. Chef’Special – In Your Arms

04. Kiesza – Hideaway

05. Soko – We Might Be Dead By Tomorrow

06. Juveniles – Washed Away

07. Fickle Friends – Swim

08. Kid Simius – Hola Chica

09. Satellite Stories – Australia (Don’t Ever Let Her Go)

10. SOHN – Artifice

11. Parra For Cuva feat. Anna Naklab – Wicked Games

12. Elaiza – Is It Right

13. Madeline Juno – Like Lovers Do

14. Vance Joy – Riptide (FlicFlac Edit)

15. Ben Howard – Depth Over Distance

16. The Black Keys – Fever

17. Dotan – Fall

18. Tomas Barfod feat. Nina K – Pulsing

19. Coldplay – Magic

20. Lykke Li – No Rest For The Wicked

21. Route 94 feat. Jess Glynne – My Love

22. Paolo Nutini – Scream (Funk My Life Up)

23. Tensnake feat. Nile Rodgers & Fiora – Love Sublime

 24. The Kooks – Down