The Best Of 2019 Vol. 09

The Best Of 2019 Vol.: 09

01. Bonobo – Linked

02. JEREMIAS – Sommer

03. Møme – Club Sandwich

04. Otha – I’m On Top

05. The Asteroids Galaxy Tour – Dynamite

06. Michael Kiwanuka & Tom Misch – Money

07. Editors – Frankenstein

08. Heather Nova – Just Kids

09. FISHER – You Little Beauty

10. Dominic Fike – 3 Nights

11. Blanks – Let’s Get Lost

12. Iris Gold – A Lot To Give

13. Eau Rouge – Fear

14. Caravan Palace – Plume

15. SYML – Break Free

16. Boulevard Dea Airs feat. Vianney – Allez Reste

17. James Arthur – Falling Like The Stars

18. Billie Marten – She Dances

19. Amber Run – Affection

20. DJ Tomcraft – Loneliness (Happiness)

21. KUMMER – 9010
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Eau Rouge - Closer EP

Eau Rouge – Musikalisches Chamäleon

Es ist schon verrückt – da hört man einen Song, legt ihn zur Seite, da man irgendwie nicht an ihn rankommt und versucht es ein, zwei Wochen später erneut. Und plötzlich entdeckt man die Band dahinter, klickt sich durch die Songs und kann vor Neugier gar nicht mehr aufhören ihre Songs zu spielen. Eau Rouge ist so eine Band und ihre aktuelle Single Under My Skin klingt, als würden The Black Keys auf Balthazar treffen. Doch hört man sich die gesamte Closer EP an, wird man durch einen satten Soundmix aus Elektro, Rock, Pop und Alternative dirigiert und stellt sich bei jedem neuen Song die Frage, ob es sich noch um die selbe Band handelt. Gleich zu Beginn hat aus Stuttgart kommende Trio auf Closer mit einem wunderbaren E-Gitarrensolo eine Weite erschaffen, die sich durch Computerstimme und dem schmachtenden Gesang von Jonas Teryuco so reizend treibend anfühlt. Melt wiederum ist ein mitreißender Song, der nach einem tropischen Gewitter über einem Inselvulkan klingt. Mit Low lassen Eau Rouge einen ersten, ruhigen Song – mit verwobenen Elektropart – erklingen, ehe sie mit Fear einen so ergreifend, schönen Akustiksong präsentieren, der nach amerikanische Südstaaten klingt, bei dem Erinnerungen an RY X wach und Bilder transportiert werden, die von Schmerz, Aufrichtigkeit und Heilung geprägt sind. Hier kommt eine Epik zum tragen, die sich in unzähligen Filmen der Einsamkeit wiederfinden könnte. Stärke und Aggressivität wechseln im Verlauf der dreieinhalb Minuten so organisch, dass man ein ganzes Leben vor seinem inneren Auge vorbeiziehen sieht. Fear ist der stärkste Song der, am vergangenen Freitag veröffentlichen, Closer EP – die uns zum Abschied schließlich mit einer unglaublich charmanten Version des 1998er Jennifer Paige Songs Crush nochmal so richtig abholt und zum mitsingen bewegt.