Moonlight Breakfast – Dreamdance im Breitwandformat

Beim Hören von Look Up wird man das Gefühl nicht los, dass einem der Song irgendwie schon mal begegnet ist. Hört man sich die Stimme von Frontsängerin Christie an, verstärkt sich dieses Gefühl sogar noch einmal. Dabei sind Moonlight Breakfast aus Bukarest dies trotz ihres Newcomer Status überhaupt nicht mehr. Schließlich gibt es die rumänische Band bereits seit 214 und konnten sie als Support von Jamiroquai, Hurts und Macy Gray spielen und sind bei der Abschlusskundgebung der Olympischen Spiele in Sotschi aufgetreten. Noch dazu haben sie mit ihren 2014er und 2016er Alben Shout und Time einen Soundmix aus Dreampop, Elektro mit Anleihen von Swing und Jazz kreiert. In den letzten beiden Jahren folgten dann mit Go Get It und Bonjour zwei neue Singles. Diese werden jetzt durch die dritte Auskopplung Look Up verstärkt und bauen damit ein ganz neues Soundgerüst für das kommende Album auf. Mit einer deutlichen Annäherung zu Elektro- und Dreampop haben Moonlight Breakfast mit Look Up eine wunderbare Easy Listening Single veröffentlicht, die sich mal opulent und episch, mal heimelig und ganz Indie anhört. Dabei erinnert die Musik immer auch ein wenig an Claire, Cosby oder dem schwedischen Jazz-Duo Koop. So lädt Look Up zum schwelgen fallen lassen ein.

Werbeanzeigen

Ex Makina – es fegt dich weg!

Der Song ist wie eine Droge – man hört ihn sich an, ist fasziniert von seiner Wirkung und gleichwohl sucht man Abstand, um der Wirkung nicht ganz zu verfallen. Genau so klingt Breath des britischen Duos Ex Makina. Dieses besteht aus dem Ehepaar Iain and Rebecca Campbell, welches mit ihrem bahnbrechenden Soundmix aus verstörenden Elektro, gepaart mit Violinen und Streichern und Rebeccas hoher Stimme ein Klanggerüst aufbaut, dass Dich packt und betroffen wieder ausspuckt. Breath ist eine Oper mit tragischem Ausgang. Hier wird der Spannungsbogen ins unermessliche gezogen und lässt den Song nur zögerlich auslaufen. Breath ist auf der EP Anima enthalten, die am 19. Juli veröffentlicht wurde. Dabei ist der Titel der EP an die Begriffe des Schweizer Psychologen Carl Gustav Jung angelehnt, der Animus und Anima von sich aus günstige und ungünstige, helle und dunkle, gute und böse Wirkungen entfalten lässt. Hier setzt Breath an und schafft genau diesen Spagat der Gegensätze so imposant, dass die Droge Wirkung zeigt. Ebenso erinnert Ex Makina auch an exzentrische Songs von Florence & the Machine, Imogen Heap oder Bat For Lashes. Und wir drücken immer wieder Repeat…