The Best Of 2019 Vol.: 04

01. Wilkinson feat. Hayla – I Need

02. Shura – BKLYNLDN

03. Sam Fender – Poundshop Kardashian

04. Palace – Martyr

05. Native – The Night Is Still Young

06. JNR Williams – A Prayer

07. Gorgon City – Delicious

08. Ellie Goulding – Flux

09. Nick Murphy – Sanity

10. Puder – Nackt

11. Sam Smith & Normani – Dancing With A Stranger

12. The Japanese House – Maybe You’re The Reason

13. Y.V.E. 48 feat. PHOTØS – Without You

14. Bakermat – Trouble

15. Two Door Cinema Club – Talk

16. Satin Jackets feat. David Harks – Shadow Of You

17. Kettcar – Palo Alto

18. Novaa – Home

19. Roosevelt – Everywhere

20. Buntspecht – Unter den Masken

21. Felix Räuber – Birth

22. Ben Platt – Bad Habit

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Roosevelt – Die 80er kommen

Was sich in der Kleidung der letzten beiden Saisons bereits abzeichnete, hält nun zunehmend auch in der Musik Einzug. Der Ruf nach 80er-Jahre Klängen – und Coverversionen bekannter Hits aus diesem Jahrzehnt – reisst nicht ab. Nun hat auch Roosevelt seinen Teil dazu beigetragen und seine Version des Fleetwood Mac Songs Everywhere veröffentlicht. Wer in den letzten Jahren auf einem der Konzerte des Kölners war, konnte bereits erfahren, wie großartig der Drive der Roosevelt-Version hierbei war. Mit großen Gesten, dem typischen Everywhere Takt und einer moderneren Gestaltung ist Everywhere eine flirrende Ode an die 80er Jahre und an die ganzen großen Bands wie eben Fleetwood Mac. Ganz nebenbei führt Roosevelt fort, dass die gesamten Einnahmen aus dem Erlös der Single, wie auch schon bei Falling Back, der SOS MEDITERRANEE Seenotrettung zugeführt werden. Mit Everywhere setzt Roosevelt auch eine musikalische Bespielung der Fans fort, die seit seiner letzten Albumveröffentlichung Young Romance anhält und kontinuierlich neues Material hervorbringt. Doch läuft Everywhere erst einmal auf Dauerschleife!

The Best Of 2019 Vol.: 03

01. Roosevelt – Falling Back

02. SYML – The Bird

03. Fettes Brot – Du Driftest Nach Rechts

04. Vampire Weekend – 2021

05. Benjamin Francis Leftwich – Gratitude

06. The Slow Show – Sharp Scratch

07. Cassia – Small Spaces

08. Dawncall & Subsets feat. Ayelle – Ghost

09. Cosby – Milestone (Charming Horses Remix)

10. Walking On Cars – Coldest Water

11. Zulu – Science

12. Maps – Just Reflecting

13. Mosey & Bonita – So Damn Funky

14. Escort – Josephine

15. LPX – Give Up The Ghosts

16. Seafret – Loving You

17. Two Years Vacation – I Forgot Your Name (But I Like You)

18. Avril Lavigne feat. Nicky Minaj – Dumb Blonde

19. Ben Platt – Ease My Mind

20. Florence + The Machine – Haunted House

21. James Morrison feat. Joss Stone – My Love Goes On

Roosevelt – Zwischen Verschollenem und Leben retten

Heute überraschte uns der Kölner Sänger und Produzent Roosevelt mit einer Veröffentlichung, die viele noch aus den Anfangstagen des Musikers kennen dürften. Denn mit Falling Back hat Roosevelt einen, vormals unter dem Namen Cape Cod bekannten, Song veröffentlicht, der bereits vor nunmehr fast acht Jahren auf Roosevelts Setlisten zu finden war. Nun hat er Falling Back im W Hotels Worldwide in Barcelona neu aufgenommen. Dabei bietet die Hotelkette eigens, um Musiker anzusprechen, Tonstudios und diverses Equipment an, um hierbei als vollwertiges Aufnahmestudio mit Übernachtungsmöglichkeit zu fungieren. Gleichzeitig werden alle Erlöse des Songs aus Streaming- und Downloadeinnahmen an SOS Mediterranee gespendet und damit das Leben von, in Seenot befindlichen Menschen, gerettet. Dass Roosevelt einen seiner ganz frühen Songs nun digital veröffentlicht, überrascht in sofern, da er in den letzten Jahren zumeist nur noch Songs seiner beiden Alben und der Elliot EP spielte und Songs wie Soleil oder eben Cape Cod gar nicht mehr in seinen Setlisten auftauchten. Falling Back klingt dann auch nach einer Mischung der Songs aus den Jahren 2012 & 2013, sowie aus dem heutigen Sound Roosevelts, der von treibenden, epischen Beats geprägt ist und eine volle Ladung Sommer, Freiheit und Freude vermittelt.

Novaa – Aus der Starre erwacht

Für junge Künstler ist es oft eine Frage von großer Bedeutung, ihre innersten Gedanken nach außen zu krempeln und einem Publikum preiszugeben. Dabei spielen Gedanken, wie wenn das Lied Erfolg haben wird, kennt jeder meine Schwächen oder ist es richtig, diesen intimen Moment zwischen mir und einer weiteren Person nach außen zu tragen oder aber auch schlicht und einfach will das überhaupt jemand hören eine große Rolle im eigenen Finden von Mut. Bei der neuen Single Home von Novaa war der Entstehungsprozess wahrlich auch nicht ganz einfach. Erzählt der autobiografische Text doch von der Sängerin und ihrer Bulimie-Erkrankung – doch noch viel mehr vom Gesunden. Dabei baut Novaa, die bereits mit Moglii zusammengearbeitet hat und als Support für Roosevelt und die Mighty Oaks spielte, eine wahnsinnige Klangkulisse auf, in der sie ihre ernsten Themen angenehm warm präsentiert. Hierbei klingt Home kräftig, neu erstärkt und unglaublich verletzlich. Zusätzlich hat Novaa auf Home Aufnahmeschnipsel einer jungen Frau namens Sara K. eingefügt, die mit ihrer Sicht auf so einfache Grundbausteine unserer Lebensmittel – Pflanzensamen – mit einer Komplexität entgegentritt, nur im sich ihr Handeln zu erklären. Novaa hat mit Home einen wunderschönen Wintersong veröffentlicht, der die Muster von schwach, stark, scheu, provokant, friedlich und aggressiv miteinander vermischt und somit ein opulentes Meisterstück entstehen lässt.

Zulu – Mit einem Mix aus Indie und Elektro nach oben

Da legen sich aber drei Jungs ins Zeug. Kennen wir von den Bandmitgliedern der Würzburger Band Zulu nur die Vornamen Max, Basti und Jannis und haben sie sich erst Weihnachten 2016 – und damit gerade einmal vor zwei Jahren-  gegründet scheint der Band Gemächlichkeit allerdings fremd zu sein. Denn haben Zulu doch nur 15 Monate nach ihrer Gründung mit Analogue Heart bereits ein Debütalbum auf den Markt gebracht, welches aus verspielten Elementen, Indie und einem aus Elektro basierendem Sound besteht. Hierbei sind die Singles Digital Brain und Neukölln ganz vorne mit dabei. Nun hat das Trio mit Science eine weitere Single aus ihrem Debütalbum veröffentlicht, welche ein astreiner Indiehit werden könnte. Hierbei baut sich Science mit einer an Roosevelt Songs erinnernden Hookline zu einem wahren Ohrwurm auf. Dabei ist Science von einer Leichtigkeit geprägt, die fast schon Desinteresse ausdrücken könnte, wenn nicht gleichzeitig eine gewisse Verschmitztheit rauszuhören wäre. Aktuell hat die noch junge Band erst 1.500 Follower bei Facebook und knapp 700 bei Instagram, doch mit einem kleinen Push und der richtigen Platzierung dürfte für Zulu die Zukunft vielversprechend aussehen.

Roosevelt – So frisch als wäre es sein Debüt

Es ging durch die Musikredaktionen, wie ein Lauffeuer. Ob Stereogum, Intro, Tonspion oder auch internationale Blätter wie das niederländische Onlinemagazin Nieuweplaat – alle hatten kurze Zeit nach der Veröffentlichung des Songs ihre Beiträge parat. Denn mit seinem selbstbetitelten 2016er Debütalbum Roosevelt wurde er nicht nur in Deutschland zum gefeierten Act, sondern zog auch im Ausland die Aufmerksamkeit auf sich. Doch ist der Hype um Roosevelt gerechtfertigt!? Hört man sich die frühen Lieder des Wahlberliners an und vergleicht diese mit denen des Debütalbums, ist schon ein Unterschied zu erkennen. Waren Lieder wie Soleil, Montreal und Elliot von hallendem Gesang und fast schon Delirium empfindenden, elektronischen Klangbetten geprägt, fanden sich auf Roosevelt vermehrt klare Klangstrukturen, die einem Muster folgten, welches Marius Lauber sortierter zeigte. Nun ist mit der Ankündigung seines zweiten Albums Young Romance auch die erste Single daraus erschienen und zeigt abermals, wie sich Roosevelt weiterentwickelt hat. Dabei klingt er auf der Single Under The Sun noch ein wenig sauberer hat jedoch wieder deutlich mehr Euphorie im Sound. Auch singt er auf Under The Sun so viel, wie man es von ihm bisher noch nicht gehört hatte. Hier gibt es einen kompletten Songtext und eine Geschichte, die Roosevelt vorher stehts zu Gunsten des Sounds einen Schritt zurückgestellt hatte. Under The Sun klingt nach den frühen Songs von Empire Of The Sun, Gypsy & The Cat oder Bag Raiders. Mehr Pop, größere Gesten und deutlich mehr Songtext lassen Roosevelts Ursprung als Songwriter noch mehr aufblühen. Dabei hat Roosevelt ganz nebenbei einen Sommerhit geschaffen, der bei richtiger Platzierung gar zum Charthit avancieren könnte.

The Best Of 2018 Vol.: 06

01. Calum Scott – What I Miss Most

02. Hayden James feat. Boy Matthews – Just Friends

03. Roosevelt – Under The Sun

04. Satellite Stories – Carried Away

05. Xavier Rudd – Honeymoon Bay

06. Flight Facilities feat. Dustin Tebbutt – All Your Love

07. Dustin Tebbutt – Love Is Blind

08. Rudimental feat. Shungudzo, Protoje & Hak Baker – Toast To Our Differences

09. Tash Sultana – Harvest Love (Live Lounge Recording)

10. Kungs feat. Stargate & GOLDN – Be Right Here

11. The Kooks – Four Leaf Clover

12. Silk feat. Diplo, Mark Ronson & Marpei – Feel About You

13. Jon Bryant – Paradise

14. Soul Clap – Moov To Tha Beat

15. AVEC – Love

16. Like Elephants – Video Game

17. Alex The Astronaut – Waste of Time

18. Robyn – Missing You

19. Zayn feat. Timberland – Too Much

20. Møme feat. JPL – When We Ride

Lollapalooza Berlin 2017 Tag 1

Lollapalooza Berlin Festival 2017

Ein Festival, das auch im dritten Jahr keine Konstante entwickelt hat – wo fängt man da an? Es war bereits am Sonntagmorgen viel über den ersten Tag des Lollapalooza Festivals zu lesen – eigentlich nicht über den Tag selbst, sondern eher über die Nacht zum Sonntag. Denn an diesem, versuchten Tausende Besucher des Festivals durch einen eingleisigen S-Bahnhof wieder in die Innenstadt und somit nach Hause zu kommen.

Anfangs geht es an dieser Stelle allerdings um das Festivalgelände, die Acts und das Lebensgefühl – denn davon gab es reichlich.

Betrat man am Samstag das Festivalgelände, stand man in Mitten eines riesigen weiterlesen

MELT! 2016 – Alles neu in Ferropolis – Tag 1

MELT! Festival 2016

MELT! Festival 2016

Es ist wieder Juli. Wie jedes Jahr im Juli, gab es auch 2016 wieder eine Ausgabe des MELT! Festivals in der Stadt aus Eisen – Ferropolis. Wurde das letztjährige MELT! mit dem Resümee abgeschlossen, 2016 eine komplett überarbeitetes Festival zu präsentieren, durfte man sich dieses Jahr in der Tat von so einigen Neuerungen überraschen lassen.

Was war? Was kommt? Was ist geblieben?

Betrat man am Freitag das Festivalgelände zum ersten Mal, fiel einem sofort auf, dass das Intro-Zelt nicht mehr existierte. Hier stand eine riesige, aus Paletten gebaute Hand, die einen imaginären Revolver hielt. Direkt dahinter wurde die Block-Party aufgebaut. Eine Kreativlandschaft, die aus Baucontainern bestand und Platz für eine Tanzfläche mit erhöhtem DJ-Pult bot. Hier konnte man wahlweise chillen, tanzen, kreativ werden oder einfach Fotos in einer, aus dem Nichts gezauberten Partylandschaft, machen. Wo früher die Mainstage stand, war dieses Jahr die Medusa aufgebaut – eine Bühne, in etwa so groß wie die Gemini Stage und ebenso überdacht. Auf der Fläche, der ehemaligen Gemini Stage, war nun die MELT Stage und damit die Mainstage zu Hause. Hier wurde einem erst bewusst, wie groß die Fläche der Gemini Stage war.

Melt! Festival 2016

Melt! Festival 2016

Als weitere Bühnen kamen die Orangerie – nach zehn Jahren das erste Mal wieder mit dabei, der MELT!-Selektor – an der ehemaligen Schaltzentrale des Tagebaus, die Big Wheel Stage und der Gremmin Beach hinzu. Während der MELT! Selektor von der ehemaligen Schaltzentrale umgeben, für richtiges Clubgefühl unter freiem Himmel sorgte, war der Gremmin Beach als Bühne deutlich geschrumpft. Stand hier letztes Jahr noch ein richtiger Bühnenaufbau, hatte die diesjährige Bühne den Look eines Tipizeltes, war aus Holz und sorgte so für einen ganz besonderen Charme.

Ganz besonderen Charme hatte auch der Forest, der erstmals für die MELT! frei zugänglich war. Hier wurde das hintere Waldstück, das sich vom MELT! Selektor, vorbei an der Big Wheel Stage bis zum Gremmin Beach zog, mit allerlei Gimmicks versehen und waren eingebudelte Autowracks, Hängematten, Fässer und ein Seecamp hergerichtet und mit vielen Leuchtröhren illuminiert. So hatte der Forest speziell in den Nachtstunden regen Zulauf und amüsierten sich hier die MELT!-Gänger an allen Tagen sichtlich. Amüsieren konnte man sich allerdings auch vor der MELT! Stage, gab es hier doch eine Seilbahn, die 10 Meter über den Köpfen der Zuschauer entlang führte und einen herrlichen Blick auf die Bühne frei gab, sowie zum Sonnenuntergang nur zu empfehlen war.

Eine weiteres Highlight war die Desperados Play It Loud! Area, die mit 90er Jahre Musik das halbe Festival beschallte und für Stimmung sorgte, die selbst in der Nacht zu Montag bis weit nach 2 Uhr lief. Hier wurde zu Britney Spears‘ Hit Me Baby One More Time über Spice Girls‘ Wannabe bis hin zu Backstreet Boys‘ Everybody (Backstreet’s Back) alles gespielt was man aus der Dekade kennen könnte und ebenso frenetisch gefeiert. Diese Stage war über die gesamten drei Tage eine Garant für ausgelassene Stimmung und Partyfeeling pur.

Wieder mehr Elektro anstatt Indie

Schaute man auf das Line-Up, hatte sich das MELT! 2016 deutlich zu mehr elektronischer Acts bekannt. So gab es zwar mit der Orangerie immer noch eine Stage, die dem Gitarrensound gewidmet wurde, auf allen anderen Bühnen regierte jedoch vornehmlich elektronische Musik. Und so begann der Freitag auch mit dem Kölner Produzenten und Soundtüftler Roosevelt. Auch wenn erst vier Wochen nach seinem MELT! Auftritt das gleichnamige Debütalbum erschien ist Roosevelt schon lange kein Newcomer mehr. So tritt er doch seit 2012 auf und veröffentlichte seitdem 8 Musik-Videos. Wer Marius Lauber, so Roosevelts bürgerlicher Name, verfolgt, hat sicherlich schon das ein oder andere mal einen Auftritt des Kölners genießen können. Auch auf dem MELT! hatte er auf der Medusa Bühne die Songs seines Debütalbums präsentiert. So mischte Roosevelt ältere Songs wie Montreal, Elliott und Sea zwischen die seines Debütalbums. Was auf der großen Bühne jedoch erstaunte war, dass man Laubers Stimme, vor allem Anfangs, angespannt wahrnahm. Es wirkte fast so, als hätte Lauber Lampenfieber gehabt. Dies sollte sich jedoch zur zweiten Hälfte seines Auftritts ändern und in die Souveränität wandeln, die man von seinen Clubkonzerten gewohnt war. So war Roosevelts Auftritt durchaus interessant und durch die Stimmungswechsel unerwartet abwechslungsreich. Auf der Hauptbühne fing kurze Zeit später der Brite Jamie Woon an und zog ein eher älteres Publikum an. So tanzten Mittdreißiger zu Songs wie Lady Luck, Night Air, Sharpness oder einem Cover des Aaliyah Songs Try Again. Durchaus angenehm war hier, dass das Publikum eher zu den Songs schwelgte anstatt sich zu verausgaben – was sicherlich auch an einem eher entspannten Auftritt Woons lag.

Newcomer neben alten Hasen

Zurück auf der Medusa Stage gab es den britischen Newcomer Mura Masa zu sehen. Mit gerade einmal 20 Jahren hat er dieses Jahr seinen Durchbruch feiern können. Sein Mix aus R&B, Electro und Dub-Step-Elementen, sowie südländischen Instrumenten. funktioniert auf der Bühne so gut, dass sich die Meduse schnell füllte. Mit dabei war immer eine Sängerin, die vor allem bei What If I Go und Firefly das Zelt abbrannte. So überzeugte Mura Masa durch unglaublichen Rhythmus und ganz viel tanzbarer Musik. Knapp eine Stunde später performte dann ein Künstler auf der MELT! Stage, der noch vor drei Jahren die Gemini Stage zum bersten brachte. War der Zulauf zum damaligen M83 Gig doch derart groß und die Bühne für diesen Act viel zu klein, dass als logische Konsequenz die Mainstage kommen musste. So war es nicht anders zu erwarten, als dass sich auch hier schnell der Platz vor der Bühne bis nach hinten zu den Treppen füllte. Mit Songs aus seinem neuen Album Junk und dem Vorgänger Hurry Up, We’re Dreaming wie Go!, Do It, Try It, Road Blaster oder Reunion und Steve McQueen schaffte der Franzose es ein kollektives Feuerwerk an positiver Stimmung zu entfachen. So sah man sich um und blickte durchweg in grinsende, tanzende und singende Gesichter. Dies alles sollte durch M83’s Schlüsselsong Midnight City sogar noch getoppt werden. War hier doch das totale Ausrasten angesagt und sprangen, sangen, tanzten und freuten sich Tausende gleichzeitig diesen Song zu hören. Da wurden rote Bengalos gezündet und tauchten die Menge in Nebel, Fahnen geschwenkt und wurden Unzählige auf die Schultern gehoben. Was blieb, war eine Menge, die nach Abgang der Band mit dem Gefühl zurückgelassen wurde, gerade einen der Höhepunkte des Festivals erlebt zu haben.

Direkt im Anschluss kamen Tame Impala aus Australien mit einer Mischung aus Psychedelic Rock, Indie und Elektro und verzückten die Fans mit Songs wie Let It Happen, The Less I Know The Better und Elephant. Natürlich dürfte auch die Mark Ronson Nummer Daffodils, die Ronson zusammen mit Tame Impala Frontsänger Kevin Parker aufnahm, nicht fehlen. So überraschte gerade dieser Song viele, die Tame Impala hier das erste Mal kennenlernten. Als Abschluss des ersten Festivaltages folgte auf der MELT! Selektor Stage das Berliner DJ Duo Mdslktr. Die harten Bässe und die von Gebäuden umgebene Bühne sorgten dafür, dass sich der komplette Sound nur in Richtung des Publikums entladen konnte. Was dazu führte, dass der komplette Oberkörper vibrierte.

Tag eins ging so mit vielen neuen Eindrücken zu Ende und ließ die Vorfreude auf den zweiten Tag und Bands wie Deichkind und Two Door Cinema Club steigen.