Satin Jackets feat. Panama – Irgendwo ist immer Sommer

Treffen sich ein deutscher und ein australischer Musiker unter den warmen Sonnenstrahlen Kaliforniens und entdecken die Macht der Musik, kommt mitunter schier wunderbares zu Tage. Für den heutigen Song haben dies der deutsche Tim Bernhardt – alias Satin Jackets – und der Australier Jarrah McCleary – alias Panama – getan. Beide schätzen ihre Arbeiten gegenseitig und fanden die Songs des jeweils Anderen so gut, dass sie für Automatic zusammengekommen sind und einen wunderbar, smoothen Song produziert haben. Zeichnet sich Panama mit Songs wie Jungle und The Highs sowie mit der Zusammenarbeit mit Petite Biscuits für den Track Waterfall bereits für einige bekannte Songs verantwortlich, steht Satin Jackets diesem in nichts nach. Satin Jacktes selbst beschreibt Automatic mit der Möglichkeit, dass von überall auf der Welt in nur wenigen Flugstunden irgendwo die Nacht beginnt und man auf Open-Air Partys oder an einem einsamen Aussichtspunkt die sommerlichen Momente genießen kann, als Inspiration für seinen Song. Mit einem Einschlag zum French-House und Panamas wunderbar entspannter Stimme klingt Automatic nach dem süßlich-sommerluftigen Track, den man sich nicht entziehen kann. Automatic wird daher mit Sicherheit einer der Tracks des diesjährigen Frühlings und Sommers sein. Wir können daher gespannt sein, was Satin Jackets auf seinem, im April erscheinenden Album Solar Nights noch so für uns parat hält.

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Jain – Das Wunderkind des französischen Pops

Jain – Dynabeat

Die französische Sängerin Jain in ein bestimmtes Genre einzuordnen dürfte nach den Singles Come und Makeba schwer sein. War die Erste ein waschechter Radiohit und zuckersüßer Pop, hatte Makeba einen deutlichen Anteil Weltmusik und afrikanischen Einfluss. Nun hat die aus Toulouse kommende Sängerin ihr Debütalbum Zanaka noch einmal in einer Deluxeversion veröffentlicht, auf der auch die neue Single Dynabeat zu finden ist. Dynabeat ist damit Jains vierte Singleauskopplung aus dem 2015 veröffentlichten Debüt und weist ein weiteres Mal musikalisch in eine Richtung, die neu für die 25-Jährige ist. Mit leichtem Pop und einem Indie-Beat der locker von The Ting Tings Debütalbum hätte kommen können, startet Dynabeat, und schreckt sogar vor einen Rap-Part nicht zurück. Dabei kommt der Song so sommerlich und frisch rüber, dass man sich mit Jain glatt aufmachen möchte, den Sommer zu genießen. Hier müssen die Beine unweigerlich mitgehen – alles andere wäre vergeudete Zeit.

Vance Joy – Größer, weiter, verletzter

Vance Joy – Lay It On Me

Er war 2013 einer der Sommersongs – Riptide – da war die Ukulele, ein eindringlicher Gesang und der leichte Sound von Sommer. Vance Joy hatte damals mit Riptide für einen der Songs des Jahres gesorgt. Und plötzlich kannte ihn die ganze Welt. Der ehemalige Rechtswissenschaftsstudent und erstklassiger Football-Spieler aus Australien hatte einen Hit. Nach unzähligen Konzerten und weiteren Singles, gab es ab 2015 immer weniger von Melbourner zu hören. Nun ist er nach drei Jahren mit neuem Material zurück und begeistert mit der ersten neuen Single Lay It On Me gleich wieder. In Joy-Manier kommen hier wieder Gitarren und Schlagzeug zum Einsatz und lassen diesen folkigen Sound aufleben, der Joy so bekannt gemacht hat. Mit seinem flehenden Gesang und einem regelrecht, zum Refrain aufbauschenden, Schreien wird Lay It On Me immer intensiver und schneller. Ein Spirale, die Joy mit emotionaler Waghalsigkeit besingt. Denn so sehr hat sich der Sound vom Debütalbum Dream Your Life Away nicht verändert. Aber Joy ist einer dieser Künstler, denen man stundenlang mit der gleichen Musik zuhören, sein Leben teilen oder Emotionen verarbeiten möchte. So wird Lay It On Me mit einem Finale samt Chor und hektischen Instrumenten fast schon als Opus empfunden. Joy ist zurück und war gefühlt nie weg.

Sigrid – Die große Hymne

Sigrid – Don’t Kill My Vibe

Lange Zeit galten Seiten wie Soundcloud, MySpace und Youtube als Sprungbrett für Musiker. Dass sich allerdings seit einigen Jahren auch eine Gegenbewegung, zurück zum lokalen und bewussten Konsumieren, entwickelt, wird durch den Erfolg der norwegischen Sängerin Sigrid untermalt. Diese bekam nämlich einen Plattenvertrag, durch das Einsenden ihres Demotapes bei einer örtlichen Radiostation. Und alles nur, weil Sigrids Bruder das Tape verschickte und er damit goldrichtig lag. Meldeten sich doch viele Hörer und wollten wissen, wer die Sängerin hinter Don’t Kill My Vibe sei. Die 20 jährige Sängerin trifft damit gerade wieder einmal den Nerv in Europa und bestätigt, dass Scandinavian-Pop so viel mehr zu bieten hat, als nur einfache Beats. Mit einer leicht bebenden Stimme und einem bestechenden Beat baut Sigird Don’t Kill My Vibe zu einer großen Hymne auf, welche die Stärke eines Jeden befördert. Mit jedem erneuten Hören von Don‘ Kill My Vibe füllt man sich stärker und positiver – entlockt der Song einem gar das tolle Gefühl, durch den Sommer zu gehen und seine Zeit zu nutzen um Spaß zu haben. Don’t Kill My Vibe ist definitiv ein Song, den man diesen Sommer nicht verpassen darf.

Ofenbach – Erobert Frankreich

Ofenbach – Be Mine

Dem gewieften Auge wird auffallen, dass es sich nicht um die deutsche Stadt Offenbach handeln kann, wenn hier von Ofenbach gesprochen wird. Fehlt doch mindestens das zweite f im Namen. Warum sich das, aus Paris kommende Duo so genannt hat, kann man nur vermuten. Oder haben sie sich gar nach dem 154 Einwohner fassenden Ort, mit der selben Schreibweise, in Österreich bennant?! Aber genug der Vermutung, denn was Ofenbach da gerade gezündet haben, dürfte diesen Sommer wohl noch lange nachhallen. Ist ihre erste Single Be Mine gerade bis auf Platz 5 der französischen Singlecharts gestiegen, machen Dorian Lo. & César de Rummel, wie die beiden Jungs hinter Ofenbach heißen, bereits seit gut 10 Jahren zusammen Musik. Hier könnte wohl Gut Ding braucht Weile als Motto gelten. Und so haben Ofenbach mit dem Housetrack Be Mine einen ultimativen Sommersong veröffentlicht, der direkt ins Blut geht und die Beine animiert. Hier kann man sich sicher sein, dass Be Mine auch bald auf den deutschen Radiostationen laufen wird.

Roony feat. Soko – Frohsinn trifft auf die Antihaltung.. eigentlich

Rooney feat. Soko - Why

Rooney feat. Soko – Why

Das ist wohl eine der spannendsten Kollaborationen des Jahres. Rooney, der mittlerweile zum Solokünstler geschrumpft ist aber als amerikanische Gute-Laune-Band, 2007 mit ‚When Did You Heart Go Missing‘ einen Hit landete, hat sich mit der in Los Angeles lebenden Französin Soko zusammengetan. War Soko jahrelang für ihren süßen aber textlich bitteren Popsong ‚I’ll Kill Her‘ bekannt, schaffte sie es 2014 durch ein virales Video, dass mit ihrem Song ‚We Might Be Dead by Tomorrow‘ unterlegt war, bis auf Platz 9 der amerikanischen Billboard Charts. Nun haben sich Rooney und die sonst so ruhige Soko getroffen, um einen Song zusammen aufzunehmen, der nicht frischer klingen könnte. ‚Why‘ ist der perfekte Sommersong den man im Schwimmbad, am Strand, im Cabrio auf einer Landstraße oder mit Freunden um die Häuser ziehend hören möchte. Dabei singen Rooney und Soko so leidenschaftlich, dass man nicht anders kann, als sich in die beiden zu verlieben. Also nicht verpassen und laut aufdrehen!