Cassia – Lasst uns wie die Irren tanzen!

…denn die neue Single Small Spaces der – aus Macclesfield, nahe Manchester kommenden – Indie-Hoffnung Cassia lässt nichts anderes zu. Mit einem Mix aus Afro- und Skaklängen, welche die Band selbst als Calypso Afro-Rock bezeichnet, sowie einer an Beatenberg und Vampire Weekend erinnernden Leichtigkeit schaffen es Rob Ellis, Lou Cotterill und Jake Leff, die sich hinter Cassia verbergen, sich in die Herzen aller Indieliebhaber zu spielen. Auf ihrer neuesten Single liefern sich die Jungs ein wahres Feuerwerk an Gesangswechseln und sind daher alle drei auf Small Spaces zu hören. Mit der Unterstützung von BBC Introducing haben sie es binnen kürzester Zeit geschafft, sich auf der britischen Insel eine Fangemeinde von über 30.000 Menschen zu erarbeiten. Sie selbst beschreiben sich gerne mit den Worten Wir sind eine Band die sommerliche Musik in Manchester macht – so einfach kann es manchmal sein. Dabei drehen sich die Themen nicht immer nur um Sonnenschein. So singen sie beispielsweise auf der aktuellen Single über die Tristesse der Routine und den Wunsch aus der eigenen Realität auszubrechen. Das sind dann schon deutlich erwachsenere Themen, als es die leichte Musik vermuten ließe. Mit einem Album im Gepäck, kommen Cassia im Frühling auf Tour und machen auch in Deutschland für ein paar Konzerte Halt. Bis dahin genießen wir das sommerliche Small Spaces und tanzen mit unseren Beinen drauf los.

Werbeanzeigen

Felix Räuber – Cineastischer Sound

Man kommt nicht herum, den Dresdener Sänger Felix Räuber mit einem Teil seiner Vergangenheit in Verbindung zu bringen. Hierbei ist allerdings vielmehr die Frage des – wie lange noch. Denn Räuber war bereits vor zehn Jahren in einer Band, die es bis auf Platz 1 der Singlecharts schaffte. Mit Polarkreis 18, hatte Räuber von 2004 bis  2012 als Frontsänger in ausverkauften Hallen gespielt. Dann kam der Bruch – die Band brach auf zu neuen Ufern und wandten sich die einzelnen Bandmitglieder anderen Projekten zu. Räuber bestritt seitdem seine Karriere als Solist. Nun kündigt er eine erste EP an, auf der die Single Wall enthalten. Diese ist eine cineastische Untermalung großer Gefühle. Während es mit einem melancholischen Pianospiel beginnt, hebt sich Räubers Stimme über das Instrument und beginnt einen Gefühlstanz zwischen Traum und Realität. Mit einem stetigen Ansteigen der Intensität und Ausbrüchen in ein moderneres Soundkostüm, lässt Wall das Eis schmelzen und uns den Sänger hervorbringen, den wir seit dem Wegfall von Polarkreis 18 lange vermisst haben. Episch zwischen Melancholie und Aufbruch schafft Räuber etwas, das fesselt – den alten Sound seiner Synthie-Pop-Band in einen modernen, individuellen und neuen Körper zu stecken und damit sprachlos zu machen.