Bobby Love feat. Olive B - Why

Bobby Love – Es schmilzt

…denn der kanadische Produzent Bobby Brown hat mit seiner neuesten Veröffentlichung Why einen so starken Deep-House Song veröffentlicht, dass die heißen Tage nochmal so richtig zuschlagen können. Dabei arbeitete der aus Toronto kommende Produzent abermals mit der Singer/Songwriterin Olive B zuammen, mit der er im Frühjahr dieses Jahres bereits New Love veröffentlichte. Brown ist bei seiner Arbeit wichtig, dass der Sound organisch wächst und das, obwohl das bei elektronischer Musik nicht unbedingt leicht ist. Doch auf Why zeigt er uns eindrucksvoll, wie so eine Mischung klingen kann und lässt uns damit regelrecht wegschmelzen. Stand Why bereits auf Platz 1 der Blogerhitliste von Hype Machine, tritt Brown mittlerweile bei Acts wie Klingande, Wankelmut oder Bakermat als Support auf. Um auf den Headliner-Platz zu kommen, fehlt oft nur ein zündender Klick von einem bekannten Blogger, um den großen Durchbruch zu feiern. Bobby Love hat musikalisch zumindest alles für diesen Moment parat.

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Gerry Read – DJ Koze legt Hand an

DJ Koze hat mit seinem letztjährig veröffentlichten Album Knock Knock ein wahres Meisterwerk herausgebracht. Dabei ist die Zusammenstellung aus House, Deep-House und Disco eines der ganz großen Markenzeichen des Flensburger DJs. Auf dem Album bündelt er instrumentale Songs mit denen, die von Größen wie Róisín Murphy gesungen werden und schaffte es erstmals, mit einem Album in die Top-10 der deutschen Albumcharts zu gelangen. Gleichzeitig tauchte Knock Knock auf allen wichtigen Jahreslisten auf und überzeugte die Kritiker von NME, Rolling Stone, Billboard, Resident Advisor und Pitchfork. Nun hat sich Stefan Kozalla – wie Koze mit vollständigem Namen heißt – wieder an das Remixen gemacht und dabei einen Song des britischen Produzenten Gerry Read – der bei Kozes Plattenlabel Pampa Records unter Vertrag steht – geremixt. Dabei hat sich Koze auf den Refrain des Originals beschränkt und mit It’ll All Be Over einen Song produziert, der nahtlos and sein letztes Album anknüpft. Mit wilden Trommeln, treibenden Beats, dem typischen Koze Disco-House und einem leichten Schall ist It’ll All Be Over ein satter Sommertrack, zu dem es sich ekstatisch tanzen lässt und bei dem man selbst in Endlosschleife nicht genug bekommen kann.

Fever Ray - I'm Not Done (Still Not Done Mix)

Fever Ray – Bekanntes neu arrangiert

Fever Ray ist die Außerirdische unter den schwedischen Künstlern. Mit ihrem experimentellen Elektropop und den bahnbrechend, verstörenden Liveauftritten entwickelte sich schnell ein Kult um die Musikerin. Dabei ist Karin Dreijer – wie Fever Ray bürgerlich heisst – noch weitaus stärker mit der schwedischen Musikszene verflochten, als es auf den ersten Blick scheint. Denn als Teil von The Knife hatte sich Dreijer bereits Mitte der 2000er für die Überhits Pass This On und Heartbeats verantwortlich gezeichnet. Diese sind musikgeschichtliche Meilensteine geworden und haben viele Künstler inspiriert, Musik zu machen. Darüberhinaus hat Dreijer den Gesangspart auf einem ebenso bedeutenden Song der früheren Popkultur übernommen und an What Else Is There? vom norwegischen Elektro-Duo Röyksopp mitgewirkt. Nun hat Dreijer als Fever Ray einen Song, der vormals auf ihrem Debütalbum Fever Ray war, neu veröffentlicht, jedoch in eine andere Richtung arrangiert. Denn bereits 2009 enthielt das Album den Song I’m Not Done welcher in den Folgejahren fast untergegangen wäre, hätte ihn Fever Ray für die 2018er Shows nicht neu arrangiert. Seitdem begeistert der Song die Menge bei jedem Auftritt und arbeitet Fever Ray kontinuierlich an dem Elektrobeat und treibenden Sounds des Stückes. Nun hat die Schwedin diese Version als I’m Not Done (Still Not Done Mix) veröffentlicht und damit den Wunsch der Fans erhört. Herausgekommen ist ein Song, der mit Bass, Synthies und einem hedonistischen Vibe eine völlig neue Energie versprüht und zu Recht bei den Auftritten für absolute Ekstase sorgt.

Flume feat. London Grammar - Let You Know

Flume feat. London Grammar – Eine Kollaboration der Mächte

Beide sind auf ihrem Gebiet absolute Ausnahmeerscheinungen. Während der australische Produzent Flume – alias Harley Streten – für einen Elektrosound steht, der fernab von allem Konventionellen funktioniert und er Grenzen von Genres sprengt, lässt die britische Band London Grammar um Hannah Reid ganz große Momente entstehen. Momente, die von einer Erhabenheit und der großartigen Stimme Reids getragen werden und ebenfalls immer wieder auch elektronische Elemente besitzen. Nun haben sich diese beiden Acts auf der Single Let You Know zusammengetan und einen Mix aus ihren einzigartigen Merkmalen gemacht. Dabei wirkt die Zusammenarbeit von Flume mit dem Londoner Trio anders, als die Kollaborationen mit seinen anderen Featuring-Acts. Denn auf Let You Know sind beide zu 50% vertreten und so kommt es, dass man nicht genau ausmachen kann, ob es sich nun um einen Flume-Song handelt, mit London Grammar als Gast-Act – oder es ein London Grammar-Song geremixt von Flum ist. Diese Tatsache verwirrt und verzaubert gleichermaßen – sind es doch die prägnantesten Merkmale der beiden Acts, die auf Let You Know präsent sind – Hannahs starke Stimme und Flumes experimenteller Beat. Womit London Grammar und Flume mit Sicherheit die nächsten Monate, die Clubs beherrschen werden.

Editors – The Blanck Mass Sessions

Auf zu neuen Ufern könnte der neueste Release der britischen Alternativerock-Band Editors lauten. Mit der Vorabsingle Barricades, aus der EP The Blanck Mass Sessions veröffentlichen die Editors einen elektronischen Sound, der sich deutlich vom dunklen Alternative der Band abhebt. Dabei nutzen die fünf Birminghamer die vorab produzierten Songs des Albums Violence, die der britische Produzent Blanck Mass einst für ihr Album produziert hatte. Somit ist The Blanck Mass Sessions eine alternative Version ihres sechsten Albums und zeigt mit Barricades die imposante Transformation, hin zu einem futuresken Alternative/Elektro-Sound aus der Sicht von Blanck Mass. Wird das Album als Pink-Vinyl vorerst ausschließlich am 13. April zum Record Store Day 2019 erscheinen, ist eine offizielle Veröffentlichung auf CD und als Download für den 3. Mai 2019 vorgesehen. Wir dürfen hier also gespannt sein, wie die Interpretationen des britischen Produzenten Blanck Mass auf den Sound der Alternativerocker trifft. Barricades deutet allerdings schon jetzt Großartiges an.

Cosby – Bekannter Song in neuem Gewand

Cosby sind gern gesehene Gäste auf SOML. Hier konnten Ihr bereits im Herbst 2014 von einer ihrer ersten Songs Boon & Bane lesen. Natürlich habe ich Cosby auch in den Folgejahren mit Songs, wie Yeah und Get Up immer wieder mit dabei gehabt. Dabei stellte Get Up die Weichen für Album Nummer zwei, welches als Milestone vor nunmehr einem Jahr veröffentlicht wurde. Die gleichnamige Single begeisterte dann auch mit einem warmen und wichtigen Musikvideo. Dass das Potential des Albums und der Single allerdings noch lange nicht ausgeschöpft waren, zeigt die nun veröffentlichte Remix-Version des Kölner DJs und Produzenten Michael Müller – alias Charming Horses. Denn dieser hat sich die Single Milestone noch einmal vorgenommen und einen Deep-House Track daraus gebastelt, der in einer Reihe mit Robin Schulz und Felix Jaehn ugenannt werden kann. Denn hier klingt Milestone nochmal eine ganze Spur größer und schafft den ohnehin angesagten Indiesound der Band noch einmal zu steigern. Milestone im Charming Horses Remix ist damit ein strahlender Stern am aktuellen Elektro- und Indiehimmel

Justice – French House S.O.S.

2016 hat das französische Duo Justice seine dritte Platte Woman veröffentlicht, da kam nun vor drei Wochen das Remix-Album Woman World Wide raus. Mit auf der Platte sind Songs wie Audio, Video, Disco, D.A.N.C.E., Safe And Sound, Stress und We Are Your Friends. Zusätzlich auf dem Remixalbum enthalten ist Love S.O.S. (WWW) in einer Version, die so typisch nach French-House und nach den jungen Justice klingt, dass man sich fast zehn Jahre zurückkatapultiert fühlt. Mit wirbelnden Beats, dem Gesang von Remuald und deutlich satterem Sound ist Love S.O.S. (WWW) nun bereit für die Tanzfläche. Im direkten Vergleich klingt die Originalversion zum nun veröffentlichten Remix schneller, voller und intensiver. Justice haben mit dem Woman World Wide Remix-Album ein Album veröffentlicht, dass für sich selbst steht und nicht den Weg eines gewohnten Remix-Albums einschlägt. Dabei zeigt Love S.O.S. alle Facetten des französischen Duos in voller Vielfalt.

Alt-J feat. Kontra K – Eine ungleiche Überraschung

Sie sind die britischen Kritikerlieblinge – modern, elektronisch, experimentell und trotzdem immer melodisch. Er ist aktuell einer der erfolgreichsten Rapper Deutschlands und hat seine drei letzten Alben jeweils auf Platz 1 der deutschen Albumcharts platzieren können. Nun ist für das Remixalbum Reduxer, der britischen Band Alt-J, eine Zusammenarbeit entstanden, die so auch nur selten zu finden ist. Hierbei hat Kontra K den Alt-J Song In Cold Blood überarbeitet und neuinterpretiert. Dabei fügte Kontra K sogar deutsche Songtexte hinzu und sorgt so, auf dem kommenden Alben Alt-J’s für eine wahre Überraschung und das, obwohl In Cold Blood die bekanntesten Singles des dritten Studioalbums Relaxer ist. Dabei haben sich die Band und der Rapper wohl letztes Jahr auf dem Hurricane Festival kennengelernt und fanden es so spannend, dass sie etwas zusammen umsetzen mussten. So ist auch die Neuinterpretation der Relaxer-Songs entstanden und konnte Alt-J damit sogar ein komplettes Album füllen. Die Zusammenarbeit mit Kontra K stellt sich hierbei als befruchtend, frische Art und Weise dar, einen vormalig indielastigen Song, mit Rap zu versehen und damit ein neues Musikgenre, das man dann wohl Indierap nenne würde, zu kreieren. Hervorragend frisch und deutlich verändert ist diese Version von In Cold Blood eine Neuauflage, die sich sehen lassen kann.

Soul Clap – An einem Sonntag am See

Anders könnte man den Song Moov To Tha Beat, den das US-Amerikanische Produzenten-Duo Soul Clap veröffentlicht hat, nicht beschreiben. Voller klebriger Beats, relaxtem Housebass und den kopfverdrehenden Vocals haben Soul Clap einen der größten Klassiker der 70er Jahre zu Ihrem gemacht. Mit dem Sample von Chaka Khans I’m Every Woman hat das Duo um Eli Goldstein und Charles Levine eine satte Sonntags-Feel-Good-House-Nummer abgeliefert, die zum Open-Air oder zu einem Tag am See passt. Beats so dick wie die Hitze des Sommers lassen Moov To Tha Beats zum perfekten Sommerbegleiter werden.

Haevn – Kino trifft Sommer

Das niederländische Duo Haevn hat bereits einige Veröffentlichungen hinter sich, ehe vor zwei Wochen endlich ihr langerwartete Debütalbum Eyes Closed das Licht der Welt erblickte. Darauf enthalten sind alle bisher veröffentlichten Singles Where the Heart IsBright LightsFinding Out MoreFortitude und die aktuelle Single Back In The Water. Damit ist das Album voller cineastischer Songs, die einem Soundtrack entstammen könnten. Nicht von ungefähr kommt diese Assoziation – besteht das Duo doch aus einem Singer/Songwriter und einem Filmmusikkomponisten. Mit Back In The Water veröffentlichen Haevn nun allerdings eine Remix Version des irischen Produzenten und Remixers Mark McCabe offiziell. McCabe war bereits 2016 als Remixer des Gavin James‘ Songs Nervous beteiligt und bringt mit seiner Version des Haevn-Songs nun etwas Summer-Feeling in die Produktion. Dabei klingt Back In The Water immer noch nach Haevn, hat aber zusätzlich die Leichtigkeit der aktuellen EDM-Trends im Gepäck.