Hudson Taylor - Loving Everywhere I Go

Hudson Taylor – Mit frischem Sound zum neuen Album

Als sich Hudson Taylor 2014 auf dem Weg zu ihrem Debütalbum befanden und die Singles Battles und Chasing Rubies veröffentlichten, waren es noch zwei irische Jungs, die alles als ganz aufregend und neu empfanden. Ihr Album Singing for Strangers schaffte es schließlich auf Anhieb auf Platz 3 der irischen Albumcharts. Ihr zweites Album Bear Creek to Dame Street, das als Mini-Album veröffentlicht wurde, konnte diesen Erfolg leider nicht wiederholen und platzierte sich nur auf Platz 78. Nun wird das neue Album Loving Everywhere I Go der irischen Brüder für überraschte Gesichter sorgen. Denn mit ihrem neuen Album, das am 28. Februar erscheinen wird haben Alfie und Harry Hudson ein Album mit zwei Seiten aufgenommen. Ist die erste Hälfte gespickt mit poppigen, Gitarrensongs, die deutlich vom Folk des ersten Albums abweichen, wird genau dieser Folk auf dem zweiten Teil des Albums durch ein akustisch, ruhig gehaltenes Soundbett getragen, das Verletzlichkeit und Intimität ausstrahlt und so pur klingt, dass man kaum glauben kann, ein und dieselbe Band auf diesem Album zu hören. Die – im Januar veröffentlichte – Single What Do You Mean zeigt, wie sehr die beiden Musiker Popmusik beherrschen. Nun kommt am Freitag mit Where Did It All Go Wrong? die letzte Single vor dem Albumrelease raus und zeigt eine Tiefe, die dem Song mit einem starken Beat und interessanten Backingvocals eine Dringlichkeit verleiht, wie man sie so von Hudson Taylor noch nicht gehört hat. Dabei berstet der Song fast schon for musikalischen Referenzen und erinnert mit all seiner Vielfalt an so großartige Künstler, wie David Gray oder sogar – durch eine elektronische Bridge – ein wenig an die Pet Shop Boys. Hudson Taylor bleiben dennoch ihrem Folk-Sound treu und klingen authentisch und frisch. Da es momentan noch kein Musikvideo zu Where Did It All Go Wrong? gibt, seht Ihr hier den Clip zur letzten Single What Do You Mean. Das Video zu Where Did It All Go Wrong? wird zu gegebener Zeit hinzugefügt.

Agnes Obel – Wie aus einer Fabelwelt

Berlin ist laut. Berlin ist schnell. Berlin ist aber vor allem auch ein Anziehungspunkt für den neuesten und heißesten Scheiß, denn es zu erleben gibt. Und in dieser urbanen Welt der Schnelllebigkeit, hat sich die Dänin Agnes Obel 2006 ihren Platz im Musikbusiness erarbeitet. Doch nicht etwa mit lauter Vereinnahmung – vielmehr hat Obel mit genau dem Gegenteil von sich Reden gemacht. Denn mit ihrer wunderbar, einnehmenden Klaviermusik hat es die Sängerin geschafft, einen ganz neuen Bereich zu bespielen. Mit Ihren drei bisher veröffentlichten Alben Philharmonics (2010), Aventine (2013) und Citizen Of Glass (2016) schaffte Obel es eine wahre Fabelwelt der Vorstellung zu erschaffen. Ob mit kleinen Trollen über die Wiese rennend, oder als eine romantische Situationsdarstellung fungierend, trifft uns die Stimme Obels immer wieder und reißt uns mit in die Welt der Träume. Auch mit ihrer neuen Single Island Of Doom zeigt uns die Sängerin, wie versiert sie mit dem Klavier umgehen kann und wie zart sie ihre Stimme einsetzt. Mit dem nächsten Album Myopia, dass am 21. Februar 2020 erscheinen wird, stellt sich die Sängerin der Frage, inwieweit sie ihrem eigenen Ich trauen kann und welche Entscheidungen und Urteile eventuell auch auf falschen Vermutungen fußen. Island Of Doom ist ein wahr gewordener Traum von zaghafter Sanftmut nach dem Wegfall von Liebe. Die Aufrichtigkeit der Zuneigung durchzieht jedes Wort, welches Obel singt und wirkt wie ein Heilungsprozess für die Seele. Agnes Obel bleibt in ihrer Intimität sehr nahe am Sound ihrer vorangegangenen Alben und zeigt doch, dass allein durch ihr Songwriting und die stimmlichen Nuancen, eine Weiterentwicklung ihres Sounds nicht durch eine Veränderung ihrer Musik geschehen muss.

RY X – Vom Wind der Wüste

Stetig und warm – wie der Wind in der Wüste, so klingt RY X‘ neue Single YaYaYa. Mit sanfter Gitarre, eine dunklen und sphärischen Piano im Hintergrund und der warmen, brechenden Stimme RY X‘ klingt die mittlerweile dritte Singleauskopplung, aus dem am 15. Februar 2019 erscheinenden neuen, zweiten Album unfurl, sanft und schwer zugleich. Nach seinem 2016er Debütalbum Dawn umspannt RY X nun auf unfurl einen voluminöseren Sound, der eine Art aufblühen zu neuen Richtungen beinhaltet, ohne dabei die Herkunft seiner Musik zu vergessen. Nach den Singles Untold und Bound zeigt sich auch auf YaYaYa, dass die musikalische Intimität durch die Verletzbarkeit des Sängers entsteht und uns zeigt, wie reich und emotional Musik sein kann. Damit macht sich RY X nun auch auf Welttournee und spielt unter anderem in den USA, Australien und Europa in – wohl schnell – ausverkauften Locations.

RY X – Neue Single, neues Album, neue Tour

Die dunkle Jahreszeit kommt zurück und mit ihr auch neue Musik des Ausnahmekünstlers RY X. Vor wenigen Stunden erst veröffentlicht, geht sein neuer Song Untold schon jetzt durch die Blogs und sorgt für Begeisterung. Denn hat die Stimme hinter so großartigen Songs wie Berlin, Bad Love, Sweat, Beacon und Only damit auch gleichzeitig ein neues Album und eine neue Tour angekündigt. Mit Untold setzt RY X seine zerbrechliche Stimme einmal mehr so zurückhaltend ein und spart an Opulenz – nur, um Gefühle entstehen zu lassen und eine Intimität zu erzeugen, die nur er beherrscht. Jedes einzelne seiner Lieder ist an Lagerfeueratmosphäre nicht zu übertreffen und ist eine Bereicherung in jeder Plattensammlung. RY X schafft es, auf digitalen Songs ein Knistern zu erzeugen und den Hörer ganz zu sich selbst zu bringen.

Dean Lewis – Fernab der australischen Sommer-Sonne

Als junger Singer/Songwriter nutzt man eigentlich jede Chance seine Musik zu spielen. Der Australier Dean Lewis hat sich für seinen Traum einen etwas komplizierteren Weg gesucht. So zog er von der australischen Sommer-Sonne Sydneys ins trübe Wettergemisch nördlich von London, um an Songs für sein Debütalbum zu schreiben. Inspiration fand er hier auch genügend – fühlte er sich doch in Australien zu weit ab vom Popgeschehen der Welt. Dass es nun ganz anders kam, zeigt der Erfolg seiner Debütsingle Waves, mit der er es in die Top-15 der australischen Singlecharts schaffte und in drei amerikanischen Serien gespielt wurde. Mit seiner aktuellen Single Lose My Mind wiederholt er jetzt diesen Erfolg. Hier trifft wunderbar, euphorischer Singer/Songwriter-Sound auf ruhige, intime Momente. Doch die Euphorie und die Intimität finden sich nicht etwa im selben Song – Lewis hat Lose My Mind einmal in großer Popmanier aufgenommen, sowie auch als Akustikversion veröffentlicht. Dass beide Versionen absolute Hits sind, kann man sich nach den ersten Sekunden vorstellen. Deshalb findet Ihr hier beide Versionen. Ich bin gespannt welche Euch besser gefällt. Dean Lewis ist zumindest auf dem besten Weg – nach Australien – auch Europa zu erobern.