The Best Of 2020 Vol.: 03

The Best Of 2020 Vol.: 03

01. OTR feat. Ukiyo – Midnight Sun (zum Artikel)

02. AnnenMayKantereit – Ausgehen (zum Artikel)

03. People Museum – Whole Heart (zum Artikel)

04. Låpsley – Womxn (zum Artikel)

05. AY AY feat. QNTN – Break (zum Artikel)

06. Compuphonic – Metropolis

07. Billie Eilish – No Time To Die (zum Artikel)

08. Mura Masa feat. Ellie Rowsell – Teenage Headache Dreams (zum Artikel)

09. Christine And The Queen – People, I’ve Been Sad (zum Artikel)

10. Circa Waves – Move To San Francisco (zum Artikel)

11. Austra – Risk It (zum Artikel)

12. Hudson Taylor – Where Did It All Go Wrong (zum Artikel)

13. Agnes Obel – Broken Sleep (zum Artikel)

14. Khruangbin feat. Leon Bridges – Texas Sun (zum Artikel)

15. Vagabon – Water Me Down (zum Artikel)

16. 2raumwohnung – Das Ist Nicht Das Ende Baby (zum Artikel)

17. Purity Ring – Stardew (zum Artikel)

18. The Fratellis – Six Days In June (zum Artikel)

19. The Strokes – At The Door (zum Artikel)

20. Vonheim – In The Deep (zum Artikel)
June Cocó - Heavy Heart

June Cocó – Das warme Herz einer Pianistin

Es beginnt mit warmen Tönen eines Pianos, die Töne kommen uns vertraut vor. Sie erinnern an Songs von Agnes Obel, die von so viel Wandlungsfähigkeit geprägt sind, dass man jedes Mal eine neue Gefühlswelt aufkommen spürt. Die Leipziger Sängerin und Pianistin June Cocó schafft dieses Gefühl auf ihrem neuen Song Heavy Heart so spielerisch zu erreichen, dass man sich bereits bei den ersten Tönen geborgen und herzlich empfangen fühlt. Dabei hört man in jeder Sekunde, wie sehr die klassisch ausgebildete Stimme Cocós mit dem Piano harmoniert. Überhaupt ist das Piano Cocós größte Liebe, denn dieses spielt sie seit ihrer Kindheit und gibt dem Instrument auf ihren Songs eine gleichwertige Bedeutung zu ihrer Stimme. Heavy Heart ist dabei das akustische Bild, welches sie daraus formt und lässt uns durch ein Fenster eines Hauses am Meer auf die unzähmbare See gucken. Während im Hintergrund das Holz im Kamin knistert peitscht draussen der Regen an die Scheiben und wird alle paar Sekunden vom nahen Leuchtturm zum funkeln gebracht. Diese Ruhe und Wärme und das bei einem selbst sein stellt den Gegenpol zum Chaos und zügigen Geschehen auf der anderen Seite des Fensters dar. June Cocó veröffentlicht Heavy Heart als Stand-Alone Song, der ihrem vielbeachteten, zweiten Album Fantasies & Fine Lines folgt und auf den kommenden Konzerten in Deutschland, Polen, Tschechien und Großbritannien einen weiteren Beitrag leisten wird, in sich selbst hineinzuhören und zur Ruhe zu kommen.

Agnes Obel - Broken Sleep

Agnes Obel – Ein Theaterstück von Musik

Schon 1995 besangen Faithless mit Insomnia die Schlaflosigkeit, die sie umtrieb. Damals wie heute ist Schlaflosigkeit ein Thema – vor allem bei Künstlern. Der Drang kreativ zu sein und seinen eigenen Ansprüchen gerecht zu werden, ist oftmals der Ursprung dieser Insomnie. Auch die dänische Sängerin Agnes Obel hatte damit zu kämpfen. Während sich Obel genau in Mitten ihrer Schlaflosigkeit aufgemacht hat, diese zu erforschen, wurde ihr bewusst, wie sehr sich Tod und Schlaf in unserer Gesellschaft ähneln. Dabei hat sich Obel von diesem Thema so sehr inspirieren lassen, dass sie ihm einen eigenen Song auf ihrem kommenden Album Myopia gewidmet hat. Broken Sleep ist hierbei so wunderbar unaufgeregt und mystisch, dass man sich in eine Fabelwelt voller beeindruckender gestallten wiederfindet. Mit einer Dramatik im Gesang lässt uns Obel teilhaben an einer Fabelwelt, die gespickt ist, von schlaflosen Wandlern, mystischen Tieren und beeindruckenden Farben. Wer Obels Songs hört, wird dies schnell erleben. Zeugt ihre Musik doch von warmen, gesättigten Farben, die an Ausdruck nichts verlieren und stets das innerste Verlangen nach Geborgenheit ansprechen. Myopia wird am 21. Februar erscheinen und Obel anschliessend auf Tour gehen.

Agnes Obel – Wie aus einer Fabelwelt

Berlin ist laut. Berlin ist schnell. Berlin ist aber vor allem auch ein Anziehungspunkt für den neuesten und heißesten Scheiß, denn es zu erleben gibt. Und in dieser urbanen Welt der Schnelllebigkeit, hat sich die Dänin Agnes Obel 2006 ihren Platz im Musikbusiness erarbeitet. Doch nicht etwa mit lauter Vereinnahmung – vielmehr hat Obel mit genau dem Gegenteil von sich Reden gemacht. Denn mit ihrer wunderbar, einnehmenden Klaviermusik hat es die Sängerin geschafft, einen ganz neuen Bereich zu bespielen. Mit Ihren drei bisher veröffentlichten Alben Philharmonics (2010), Aventine (2013) und Citizen Of Glass (2016) schaffte Obel es eine wahre Fabelwelt der Vorstellung zu erschaffen. Ob mit kleinen Trollen über die Wiese rennend, oder als eine romantische Situationsdarstellung fungierend, trifft uns die Stimme Obels immer wieder und reißt uns mit in die Welt der Träume. Auch mit ihrer neuen Single Island Of Doom zeigt uns die Sängerin, wie versiert sie mit dem Klavier umgehen kann und wie zart sie ihre Stimme einsetzt. Mit dem nächsten Album Myopia, dass am 21. Februar 2020 erscheinen wird, stellt sich die Sängerin der Frage, inwieweit sie ihrem eigenen Ich trauen kann und welche Entscheidungen und Urteile eventuell auch auf falschen Vermutungen fußen. Island Of Doom ist ein wahr gewordener Traum von zaghafter Sanftmut nach dem Wegfall von Liebe. Die Aufrichtigkeit der Zuneigung durchzieht jedes Wort, welches Obel singt und wirkt wie ein Heilungsprozess für die Seele. Agnes Obel bleibt in ihrer Intimität sehr nahe am Sound ihrer vorangegangenen Alben und zeigt doch, dass allein durch ihr Songwriting und die stimmlichen Nuancen, eine Weiterentwicklung ihres Sounds nicht durch eine Veränderung ihrer Musik geschehen muss.

The Best Of 2016 Vol.: 07

The Best Of 2016 Vol.: 07

The Best Of 2016 Vol.: 07

01. Agnes Obel – Familiar

02. Bear’s Den – Auld Wives

03. Blossoms – Getaway

04. Chairlift – Moth To The Flame

05. Drake feat. Wizkid & Kyla – One Dance

06. Dusky – Ingrid Is A Hybrid

07. Gorgon City feat. Vaults – All Four Walls

08. Kaiser Chiefs – Parachute

09. Matt Corby – Brother (Kygo Remix)

10. Mike Posner – I Took A Pill In Ibiza (Seeb Remix)

11. MØ – Final Song

12. Please The Trees & Elpida – Píseň

13. Shura – What’s It Gonna Be

14. Sigur Rós – Óveður

15. The Coronas – Taibhse Nó Laoch(ra)

16. Tourist – Run

17. Two Door Cinema Club – Are We Ready (Wreck)

18. Usher – Crash

19. White Lies – Take It Out On Me

20. Young Franco feat. DIRTY RADIO – Drop Your Love

Emma Louise – Liefert hochwertig ab

Emma Louise - Talk Baby Talk

Emma Louise – Talk Baby Talk

Mit Ihrer Debütsingle ‚Jungle‘ blieb der Australierin Emma Lousie 2011 noch der große Durchbruch verwehrt. Sollten es doch noch zwei weitere Jahre dauern, bis ‚My Head Is A Jungle‘ – die Remixversion des Berliner DJ’s Wankelmut – durch die Decke ging. Und so landete Louise 2013 europaweit in den Charts. Nun ist die 25 jährige Sängerin mit dem Album ‚Supercry‘ zurück, dass dieser Tage veröffentlicht wurde. Darauf enthalten ist die zweite Single ‚Talk Baby Talk‘, die Louise mit einer reifen Stimme zeigt. Klang sie auf ihrem 2013er Debütalbum stimmlich noch eher mädchenhaft, ist auf ‚Talk Baby Talk‘ eine deutliche verändern, hin zu einer erwachsenen Louise, zu erkennen. Musikalisch liegt ‚Talk Baby Talk‘ irgendwo zwischen einem dunklen Housetrack und der Intimität einer Agnes Obel. So wird ‚Talk Baby Talk‘ zu einem hypnotischen Song, der im richtigen Moment die Gänsehaut hochtreiben kann.

Agnes Obel – Die schüchterne Dänin ist zurück!

Agnes Obel - Familiar

Agnes Obel – Familiar

2009 stand in ihrem Zeichen. Mit dem Song ‚Just So‘ hatte Agnes Obel, aus Kopenhagen, es geschafft, sich in die Herzen viele Liebhaber ruhiger Musik zu spielen. Mit ihrer klaren Stimme und dem liebevoll arrangierten Sound kamen auch Songs wie ‚Riverside‘ und ‚Fuel To Fire‘ an. Nun kommt die Dänin mit ihrem dritten Album zurück und zeigt mit der ersten Single ‚Familiar‘, dass sie weiterhin auf klare Strukturen und reine Sounds setzt. Spannend zu hören ist, dass Obel im Duett mit sich selbst singt. Ist es doch ihre Stimme, die man anfangs vielleicht als männlichen Gesangspart wahrnimmt, die durch eine Bearbeitung tiefer aufgenommen wurde. Wunderschön verträumt präsentiert sie sich mit Streichern und Klavier und so klingt ‚Familiar‘ genau nach dem, was der Titel sagt – familär. Agnes Obel ist wahrlich eine Oase der Musikindustrie, die partout nicht in die Hektik des Business passen will.