Goldfrapp feat. Dave Gahan – eine Kollaboration die es in sich hat

Es ist wohl eine Kollaboration, die man nie für möglich gehalten hätte. Und doch passen sie zusammen, als hätten sie bereits seit ihrer Schulzeit zusammen Musik gemacht. Die Rede ist vom britischen Duo Goldfrapp und dem Synthiekönig Dave Gahan von Depeche Mode. Steht Gahan seit jeher für dunkle Synthie- und New-Wave Musik, haben Goldfrapp zwischen relaxtem Dancepop und derben Housebeats eine deutlich größere Bandbreite. Nun veröffentlichen Goldfrapp, zum Re-Release des 2017er Albums Silver Eye – als Deluxe Edition – den vormals als Promosingle veröffentlichten Song Ocean. Darauf treffen sich Goldfrapp und Gahan musikalisch und bilden eine Symbiose aus treibenden, düsteren Synthiebeats und sphärisch, wabernden Bässen. Gesanglich drängeln sich beide nicht wirklich in den Vordergrund, bleiben aber jederzeit präsent. Ocean klingt wie der Soundtrack einer heranwachsenden Science Fiction Metropole, bei der man die Entstehung vom ersten Sandkrümel bis zu den letzten 2.000 Meter hohen Wolkenkratzern in einem Zeitraffer zu sehen bekommt.

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The Best Of 2017 Vol.: 02

The Best Of 2017 Vol.: 02

The Best Of 2017 Vol.: 02

01. Blondie – Fun

02. Alma – Dye My Hair

03. Rihanna – Love On The Brain

04. Philipp Poisel – Zum Ersten Mal Nintendo

05. Giant Rooks – New Estate

06. Claire – End Up Here

07. EMMA6 – Kapitulieren

08. Fenech-Soler – Conversation

09. Missy Elliott feat. Lamb – I’m Better

10. Arcade Fire – I Give You Power

11. Seafret – Blank You Out

12. Ed Sheeran – Castle On The Hill

13. Kiesza – Dearly Beloved

14. Maxïmo Park – Risk To Exist

15. London Grammar – Big Picture

16. Satellite Stories – Confetti

17. Tokio Hotel – What If

18. Goldfrapp – Anymore

19. Gorillaz feat. Benjamin Clementine – Hallelujah Money

20. Snakehips feat. MØ – Don’t Leave

21. Bonaparte – White Noize

Maxïmo Park – Zurück zu lang vermissten Klängen

Maximo Park - Risk To Exist

Maximo Park – Risk To Exist

Es sieht so aus, als würde 2017 DAS Jahr der großen Albumveröffentlichungen werden. Haben doch für dieses Jahr zahllose, weltweit erfolgreiche Bands und Künstler wie, Nelly Furtado, Arcade Fire, Goldfrapp, Gorillaz, Amy MacDonald, Ed Sheeran, London Grammar und viele mehr eine Albumveröffentlichung angekündigt. Zu dieser illustren Zahl an erfolgreichen Bands und Künstlern gesellen sich nun auch die Briten von Maxïmo Park, die mit ihrer ersten Single Risk To Exist das gleichnamige sechste Studioalbum ankündigen. War ihr fünftes Album Too Much Information ein Kritikerliebling kommen sie nun mit Risk To Exist wieder mehr auf die Fans zu und veröffentlichen einen Song, der an die ersten beiden Alben A Certain Trigger und Our Earthly Pleasures erinnert. Da kommen schnelle Gitarren, Paul Smith‘ wunderbar, weinerlich klingende Stimme und ein Maxïmo Park typischer Indiesound zurück und fügen sich zusammen, als hätten sie zwischen Apply Some Pressure und Our Velocity nie etwas anderes gemacht. Risk To Exist zementiert Maxïmo Park als eine der letzten Gitarrenbands der britischen Insel aus den goldenen 2000ern, die darüber hinaus noch immer erfolgreich ist.

Goldfrapp – Mit Elektrogewallt zurück

Goldfrapp - Anymore

Goldfrapp – Anymore

Es ist fast schon unglaublich, doch das britische Duo Goldfrapp ist in seinem 18. Jahr. Damit nicht genug, ist Frontsängerin Alison Goldfrapp 2016 50 Jahre alt geworden und wirkt, klingt und sieht wie Anfang 30 aus. Vielleicht beginnt gerade jetzt die Zeit der alterslosen Stars. Finden sich im aktuellen Popgeschehen doch immer häufiger Musiker, die weitaus älter sind als ihr Wirken, Handeln und ihr Sound zu scheinen vermag. Goldfrapp hatte mit dem letzten Album Tales Of Us nach fünf durchaus erfolgreichen Alben eine Kehrtwende eingelegt und ein Album veröffentlicht, das mit der Genrebezeichnung Folktronica betitelt wurde. So gilt Tales Of Us als anspruchsvollstes, berührendstes und ruhigstes Album und setzte damit eine Zäsur in der Diskografie der Briten. Soweit der Stand 2013. Nun haben Goldfrapp gestern die erste Single ihres, Ende März erscheinenden, siebten Studioalbums Sylver Eye veröffentlicht und werfen damit alle Erwartungen über den Haufen. Klingt die erste Single daraus doch wie Goldfrapp zu Zeiten von Supernature und Black Cherry. Anymore ist vollgepackt mit Will Gregorys Synthesizern und einer sanften, wohl artikulierten Alison Goldfrapp. Anymore klingt wieder verspielt, als würde das Duo plötzlich die Lust auf den Club zurückerobert haben. So schließt sich der Kreis und Goldfrapp leben ihre Evolution vor allen Augen und Ohren aus.