AronChupa & Little Sis Nora - Trombone

AronChupa & Little Sis Nora – Holt die Tanzschuhe raus!

Der schwedische Produzent AronChupa und Little Sis Nora sind zurück! 2014 hatten sie mit ihrer Mischung aus House und Electro Swing auf der Debütsingle I’m An Albatraoz einen so durchschlagenden Erfolg, dass sie in ganz Europa durch die Decke gingen. Während der Song es in 21 Ländern weltweit in die Top 10 schaffte – davon fünf Mal bis an die Spitze der Charts – gehört das dazugehörige Musikvideo mit über 1,2 Milliarden Views zu den am meisten angesehenen Musikvideos aller Zeiten auf YouTube. Dabei startete Aron Michael Ekberg – wie AronChupa bürgerlich heißt – erst zwei Jahre zuvor mit der Band Albatraoz seine musikalische Laufbahn. Sein Solodebüt I’m An Ablatraoz war gleichzeitig aber auch ein Familienprojekt – ist die Sängerin des Songs doch Ekbergs jüngere Schwester Nora Ekberg. Sind die meisten der bisher veröffentlichten zwölf Songs in Zusammenarbeit mit seiner Schwester entstanden, arbeitete der Schwede darüber hinaus auch schon mit Cazzette, The High und J & The People zusammen.

AronChupa & Little Sis Nora - Trombone (Video)
AronChupa & Little Sis Nora – Trombone (Video)

Nun hat AronChupa mit Trombone eine neue Single veröffentlicht, die abermals mit Little Sis Nora entstanden ist. Dabei setzt AronChupa alles auf die Electro-Swing Karte und veröffentlicht eine satte Club-Nummer, die nur eines von uns möchte – uns zum Tanzen einladen. Hier reiht sich der Produzent in die Riege der großen Hits von Acts wie Yolanda Be Cool & DCUP, Caro Emerald, Caravan Palace oder Parov Stelar ein. Dabei nimmt Trombone gleich zu Beginn so viel Fahrt auf, dass man kaum mit dem Atmen hinterherkommt. Mit schnellen Schritten, vielen Trompeten und einem mitreissenden Musikvideo lässt Trombone keinen Zweifel daran, dass es uns dazu auffordert, viel Spaß damit zu haben. Bisher hat AronChupa noch kein Album veröffentlicht, ist aber bei Sony Music unter Vertrag. Es dürfte daher nur eine Frage der Zeit sein, bis wir von dem Produzenten ein erstes Album vorgestellt bekommen werden. Trombone wäre auf jeden Fall die beste Werbung, die man dafür machen könnte.

Parov Stelar - Brass Devil

Parov Stelar – Der Pionier swingt wieder

Er ist und bleibt der König des Electro-Swing. Auch wenn dem Österreicher Marcus Füreder – alias Parov Stelar – die Erfindung dieses Genres zugeschrieben wird, gab es in den vergangenen Jahren einige Turbulenzen, die damit einhergingen. Denn als Erfinder dieses Sounds, wurde dem Linzer Produzenten nur sehr wenig Spielraum zugestanden, auch mal etwas anderes auszuprobieren. Daraus ausbrechend, konnten wir in den vergangenen Jahren immer öfter Songs hören, die sich nicht mehr mit dem Trademark-Sound des Produzenten deckten, wie der Balkanbeats-Hit Gringo zeigt. Doch gleichzeitig ist Swing in den letzten Jahren immer größer geworden und wurde die Musik unter anderem durch die grandiose Serie Babylon Berlin nochmals in den Vordergrund gestellt. Hieraus hat sich dann auch die Motivation des Musikers ergeben, ganz frisch und neu an die Sache ranzugehen und wieder Songs im Stile seiner Anfangszeit zu produzieren. Der neue Song Brass Devil ist dabei der erste Song, der wieder nach einem solchen Muster entstand und hat bei Stelar deshalb eine ganz besondere Stellung. Denn hier zeigt sich, dass mit einer Instrumental-Version keine Langeweile aufkommen muss und der Song, wie gemacht, für den Club erscheint. Dass die Rückkehr zum Electro-Swing nicht zwingend bedeuten muss, den House-Sound der vergangenen Jahre aufzugeben, zeigt sich auf Brass Devil eindrucksvoll. Hier mischen sich dunkle Housebeats mit der Leichtigkeit des Swings und Jazz‘ und werden zu einer irritierend, modernen Variante des Retro-Sounds. Für Stelar selbst, ist Brass Devil eine Art Befreiung aus dem Konflikt der verschiedenen Sounds. Brass Devil befindet sich auf dem zweiten Teil, seiner Voodoo Sonic Trilogy, die am 24. April veröffentlicht wurde und mit seinen 5 Songs unterschiedlicher nicht sein könnte. Hier folgt auf Brass Devil – dem original Electro-Swing-Song – der Jazz-Ausflug (Piano Boy) und endet in modernen House Beats (Don’t You ForgetFade To Red), sowie einer Folk-Elektromischung auf (Come Back Home). Ebenso werden wir bald die Möglichkeit haben, in einer Doku mehr über den Werdegang des Electro-Swing-Pioniers zu erfahren. Wann diese veröffentlicht wird und wie sie heißen wird, steht dabei noch nicht fest. Mit seiner zweiten EP Voodoo Sonic Trilogy, Part 2 beweist uns der Musiker auf jeden Fall, warum er der Meister des Electro-Swing ist und verbindet hierbei gleich auch gekonnt Jazz mit wunderbar treibenden Elektroelementen. Stelar ist damit einmal mehr eine sichere Bank für großartigen Elektro mit Retrotouch.

Caravan Palace - Lone Digger

Caravan Palace – Electroswing aus Frankreich

In den letzten Jahren gab es immer wieder einmal Wellen, die das Genre Electroswing in die Charts gespült hatten. Sei es durch die Australier von Yolanda be cool, Caro Emerald aus den Niederlanden oder durch den Österreicher Parov Stelar. Nun wird einer Band aus Frankreich gerade viel Aufmerksamkeit geschenkt, die mit ihrem fantastischen Electroswing wahrlich für gute Stimmung sorgen. Caravan Palace kommen aus Paris und machen tatsächlich schon seit 2005 zusammen ihr Ding. Spannend hierbei ist, dass sie nicht nur das Genre Swing mit elektronischen Elementen verbinden, sondern, dass die Sängerin Zoé Colotis sogar, wie zum Beispiel auf dem neuen Song Lone Digger, Rap mit einfließen lässt. So ist Lone Digger ein energiegeladener Song, der einem keine Pause gönnt – wunderbar um einfach nur Spaß zu haben und glücklich zu tanzen.

Parov Stelar - All Night

Parov Stelar – Hoch das Tanzbein, Parov Stelar ist da

Elektroswing ist ja so ein heißes Eisen. Da können mal sehr gute Tracks rauskommen oder aber auch sehr nervige. Es gibt Künstler wie Caro Emerald oder Yolanda Be Cool & DCUP die diesem Genre eine sehr popaffine Note gegeben haben. Anders sieht es zwar auch nicht bei dem Österreicher Parov Stelar aus, doch klingen seine produzierten Tracks um einiges stimmiger. War Stelars Jimmy’s Gang bereits ein Brett, kommt er nun mit All Night vorbei und zeigt uns einmal mehr, dass Jazz, Swing und Elektro einfach zusammengehören. Eigentlich müsste man bei diesem Mix davon ausgehen, dass er in naher Zukunft mit seiner Musik durch die Decke geht, nur hatte man dies auch schon bei Jimmy’s Gang vermutet. Es bleibt also zu beobachten wie es sich mit Stelars aktueller Compilation The Art Of Sampling verhält. Bis dahin schwingen wir das Tanzbein und sorgen für Gute Laune.